
Die Genesis Scottish Open 2026 enden mit einem souveränen Erfolg für Tom Kim. Der Südkoreaner spielt im The Renaissance Club eine bogeyfreie 64 und gewinnt mit zwei Schlägen Vorsprung. Matti Schmid wird als geteilter 21. bester Deutscher.
Tom Kim bleibt fehlerfrei
Tom Kim beendet die vier Runden in North Berwick mit 263 Schlägen und 17 unter Par. Damit liegt der 24-Jährige zwei Schläge vor dem Australier Min Woo Lee.
Kim startet mit einem Schlag Rückstand auf Lee, Matt Fitzpatrick und Robert MacIntyre in die Schlussrunde. Allerdings setzt er früh ein Zeichen. Bereits am ersten Loch gelingt ihm ein Birdie. Weitere Schlaggewinne an den Bahnen vier, sieben und neun bringen ihn nach der ersten Hälfte auf 15 unter Par.
Auch auf den zweiten neun Löchern bleibt Kim ohne Fehler. Während seine Konkurrenten Schläge abgeben, rettet er mehrere wichtige Pars. Birdies an der 13 und 15 bauen seinen Vorsprung weiter aus. Anschließend bringt er den Sieg mit drei Pars sicher ins Clubhaus.
Erster Titel seit 2023
Der Erfolg bei der Genesis Scottish Open 2026 ist Kims vierter Titel auf der PGA Tour. Zugleich gewinnt er erstmals ein Turnier der DP World Tour.
Seinen zuvor letzten Sieg hatte Kim im Oktober 2023 bei der Shriners Children’s Open gefeiert. Danach war er mehrfach nahe an einem weiteren Titel. Dennoch musste er mehr als zweieinhalb Jahre auf den nächsten Erfolg warten.
Nun bestätigt er kurz vor The Open seine gute Form. Bereits bei der U.S. Open im Juni hatte Kim den dritten Platz belegt.
Lee erneut auf Rang zwei
Min Woo Lee hält lange den Kontakt zum späteren Sieger. Der Gewinner von 2021 beendet das Turnier mit 15 unter Par auf Rang zwei. Seine Schlussrunde reicht jedoch nicht aus, um Kim entscheidend unter Druck zu setzen.
Den dritten Platz teilen sich vier Spieler bei jeweils 13 unter Par:
- Matt Fitzpatrick
- Robert MacIntyre
- Keita Nakajima
- Johnny Keefer
Fitzpatrick und MacIntyre waren gemeinsam mit Lee als Führende in den Sonntag gestartet. Allerdings konnten sie ihre gute Ausgangslage nicht nutzen.
Vor allem MacIntyre hatte auf einen weiteren Heimsieg gehofft. Der Schotte gewann das Turnier 2024. Diesmal spielte er sich mit einer 65 in der dritten Runde erneut in die Spitzengruppe.
McIlroy beendet Woche mit 64
Rory McIlroy reagiert auf seine schwache dritte Runde mit einer abschließenden 64. Der Nordire notiert acht Birdies und zwei Bogeys. Mit zwölf unter Par verbessert er sich dadurch auf den geteilten siebten Rang.
Nach zwei Runden hatte McIlroy gemeinsam mit Kim und Jordan Smith bei neun unter Par geführt. Eine 73 in der vom Nebel unterbrochenen dritten Runde kostete ihn jedoch die Chance auf seinen zweiten Scottish-Open-Titel nach 2023.
Matti Schmid bester Deutscher
Matti Schmid beendet die Genesis Scottish Open 2026 als bester deutscher Spieler. Mit Runden von 68, 69, 67 und 69 Schlägen kommt der 28-Jährige auf sieben unter Par. Damit erreicht er den geteilten 21. Rang.
Vor allem am Wochenende verbessert sich Schmid. Nach zwei soliden Auftaktrunden arbeitet er sich am Samstag mit einer 67 nach vorn. Auch am Sonntag bleibt er unter Par. Bereits 2025 hatte er das Turnier auf dem geteilten 17. Platz beendet.
Nicolai von Dellingshausen fällt dagegen am Wochenende zurück. Nach Runden von 69 und 64 Schlägen hatte er zur Halbzeit auf dem geteilten sechsten Rang gelegen. Eine 72 und eine abschließende 74 bedeuten am Ende eins unter Par und den geteilten 52. Platz.
Marcel Siem und Freddy Schott verpassen den Cut. Siem folgt auf seine Auftaktrunde von 69 Schlägen mit einer 79.
Wiesberger und Straka scheiden aus
Bernd Wiesberger teilt nach einer 65 zum Auftakt noch die Führung. Am Freitag benötigt der Österreicher jedoch 78 Schläge. Deshalb scheidet er mit drei über Par aus.
Auch Sepp Straka erreicht das Wochenende nicht. Nach Runden von 70 und 69 Schlägen liegt er bei eins unter Par. Damit bleibt er einen Schlag über der Cutlinie.
Scottie Scheffler verpasst ebenfalls den Cut. Der Weltranglistenerste spielt Runden von 68 und 72 Schlägen. Damit endet seine Serie von 78 PGA-Tour-Turnieren ohne vorzeitiges Aus.
Außerdem scheiden unter anderem folgende Spieler nach zwei Runden aus:
- Patrick Cantlay
- Brooks Koepka
- Xander Schauffele
- Ludvig Åberg
- Shane Lowry
Nebel verlängert den Sonntag
Dichter Küstennebel unterbricht die dritte Runde mehrfach. Deshalb muss ein Teil des Feldes seine Runde erst am Sonntagmorgen beenden. Wenige Stunden später beginnt bereits das Finale.
Nach Abschluss der dritten Runde führen MacIntyre, Fitzpatrick und Lee mit jeweils zwölf unter Par. Kim liegt nur einen Schlag zurück. Am Nachmittag nutzt er seine Chancen jedoch konsequenter.
Perez qualifiziert sich für The Open
Neben dem Titel werden in Schottland drei Startplätze für The Open vergeben. Victor Perez sichert sich mit Rang neun und elf unter Par eines dieser Tickets für Royal Birkdale.
Die Genesis Scottish Open gehören zur Open Qualifying Series. Die Startplätze gehen an die drei bestplatzierten Spieler, die zuvor noch keine Teilnahmeberechtigung für das letzte Major des Jahres besitzen.
Kim reist als Sieger weiter
Für viele Spieler waren die Genesis Scottish Open 2026 der letzte Test vor The Open. Tom Kim reist nach seiner bogeyfreien Schlussrunde als Sieger nach Royal Birkdale.
Auch Lee, MacIntyre, Fitzpatrick und McIlroy zeigen über weite Teile der Woche eine starke Leistung. Matti Schmid beendet das Turnier unter den besten 25. Von Dellingshausen verliert dagegen nach seinem starken Freitag am Wochenende deutlich an Boden.
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