
Thomas Rosenmüller spielt sich bei der BMW International Open auf seinem Heimatplatz mit einem Eagle auf der 18 noch auf Platz sechs. Bernd Wiesberger wird Dritter, während Michael Hollick mit einem spektakulären Finish seinen ersten DP-World-Tour-Sieg feiert.
Der ganz große deutsche Traum blieb am Ende zwar unerfüllt. Und doch hatte diese BMW International Open aus deutscher Sicht einen ziemlich emotionalen Schlusspunkt. Thomas Rosenmüller spielte sich am Sonntag im Golfclub München Eichenried mit einem Eagle auf der 18 noch auf den alleinigen sechsten Platz – und wurde damit bester Deutscher des Turniers.
Der 29-Jährige wuchs nur rund zehn Minuten vom Golfclub München Eichenried entfernt auf, der Platz ist sein Heimatclub. Dass er ausgerechnet dort vor deutschem Publikum eine starke Woche mit dem besten deutschen Ergebnis krönte, bedeutete ihm entsprechend viel.
„Bester Deutscher, das bedeutet mir extrem viel, vor allem auf meinem Heimatplatz“, sagte Rosenmüller nach seiner Runde. „Es war eine spezielle Woche mit Ken am Bag.“ Gemeint war Eichenried-Headpro Ken Williams, der Rosenmüller als Caddie begleitete. „Beim Gang aufs Grün der 18 sind wir beide schon ziemlich emotional geworden. Da wird ein Kindheitstraum wahr. Schade, dass es nicht mit dem Sieg gereicht hat. Aber die Kollegen haben einfach zu gut heute gespielt.“
Auch Schott beendet die Woche mit Eagle
Zweitbester Deutscher wurde Freddy Schott, der seine BMW International Open ebenfalls mit einem Eagle auf dem Schlussloch beendete. Ganz zufrieden war er nach der Runde dennoch nicht.
„Ich habe mir heute ehrlicherweise ein bisschen mehr erhofft“, sagte Schott am GOLF’N’STYLE-Mikro. „Ich wollte nochmal nach vorne marschieren, bin aber super, super schlecht in die Runde gestartet.“
Der starke Abschluss sorgte bei Schott trotzdem für einen versöhnlichen Schlusspunkt. Überhaupt war es aus deutscher Sicht eine Woche, die Mut macht: Rosenmüller mit einem emotionalen Heimauftritt, Schott mit einem ordentlichen Ergebnis und mehreren Momenten, in denen deutsche Spieler im Leaderboard sichtbar waren.
Wiesberger bleibt lange im Rennen
Noch weiter vorne mischte lange Bernd Wiesberger mit. Der Österreicher ging als einer der aussichtsreichen Spieler in die Finalrunde und war über weite Strecken mittendrin im Titelkampf. Nach Birdies auf der sechsten und achten Bahn lag Wiesberger zeitweise nur einen Schlag hinter der Spitze.
Auf der Neun musste er allerdings einen Schlag abgeben. Während die beiden Südafrikaner Michael Hollick und Hennie Du Plessis vorne immer stärker wurden, konnte Wiesberger auf den Back Nine nicht mehr entscheidend nachlegen. Am Ende belegte er mit 14 unter Par den dritten Platz – drei Schläge hinter dem Sieger. Für Wiesberger bleibt es dennoch ein starkes Ergebnis auf der DP World Tour.
Hollick entreißt Du Plessis den Sieg
Der Sieg ging an Michael Hollick – und das auf spektakuläre Weise. Der 39-jährige Südafrikaner, Rookie auf der DP World Tour, lag zwei Löcher vor Schluss noch drei Schläge hinter seinem Landsmann Hennie Du Plessis. Dann drehte das Turnier.
Du Plessis, der in dieser Saison bereits mehrfach knapp an seinem ersten DP-World-Tour-Titel vorbeigeschrammt war, leistete sich auf der 17 ein Bogey. Hollick dagegen konterte nach seinem Bogey auf der 16 mit einem Birdie auf der 17 und ging auf dem Schlussloch volles Risiko.
Der Abschlag auf der 18 war mutig, die Annäherung noch besser. Hollick legte sich eine Eagle-Chance aus rund 20 Fuß auf – und lochte zum Sieg. Mit einer 67er-Schlussrunde, insgesamt 18 unter Par und einem Eagle auf dem letzten Grün sicherte er sich seinen ersten Titel auf der DP World Tour. Du Plessis musste sich trotz einer starken 66er-Runde mit Platz zwei bei 17 unter Par begnügen.
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