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Golf

German Challenge: Lars van der Vight führt mit historischer 59

10. Juli 2026
German Challenge

Lars van der Vight setzt bei der German Challenge powered by VcG einen Tourrekord. Neun Deutsche erreichen das Wochenende.

Eine Runde für die Geschichtsbücher

Lars van der Vight hat den zweiten Tag der German Challenge powered by VcG mit einer 59 geprägt. Der Niederländer benötigte auf dem Par-72-Kurs des Wittelsbacher Golfclubs nur 59 Schläge und spielte damit 13 unter Par. Nach seiner 70 zum Auftakt steht der 23-Jährige bei 15 unter Par und führt das Turnier nach 36 Löchern mit fünf Schlägen Vorsprung an.

Acht Birdies auf den ersten Neun

Van der Vight eröffnete seine Runde auf Bahn eins und legte bereits auf den ersten neun Löchern die Basis für den niedrigen Score. Er spielte acht Birdies und benötigte für diesen Abschnitt nur 28 Schläge. Lediglich an der Zehn, der 14 und der 18 blieb es auf der zweiten Platzhälfte beim Par. Weitere Birdies an der Zwölf, 16 und 17 sowie ein Eagle an der 15 brachten ihn auf 13 unter Par für den Tag.

German Challenge

Die 58 bleibt in Reichweite

Nach dem Eagle an der 15 lag selbst eine 58 im Bereich des Möglichen. Van der Vight erreichte die 18 bei 13 unter Par, fand dort jedoch nicht ohne Probleme den Weg zum Grün. Nach einem Regelfall am Rand des Fairways rettete er das Par und vollendete die 59 mit einem kurzen Putt. Der Niederländer erklärte danach, dass er noch gezittert habe und das Ergebnis zunächst kaum habe einordnen können.

Fünfte Runde unter 60

Die 59 war erst die fünfte Runde unter 60 Schlägen in der Geschichte der Hotelplanner Tour. Adrien Mörk, Nicolò Ravano und Lauri Ruuska hatten zuvor ebenfalls eine 59 gespielt. Alejandro del Rey, Sieger der German Challenge 2022, hält mit seiner 58 aus dem Jahr 2021 den Tourrekord. Van der Vight stellte zugleich einen neuen Platzrekord im Wittelsbacher Golfclub auf.

Drei Verfolger bei zehn unter Par

Hinter dem Spitzenreiter teilen sich Alfredo Garcia-Heredia, Filip Mruzek und Wouter de Vries mit jeweils zehn unter Par den zweiten Rang. Garcia-Heredia spielte am Freitag eine 65, während Mruzek nach seiner 64 zum Auftakt mit einer 70 nachlegte. De Vries kam mit einer 66 ins Clubhaus. Das Trio startet mit fünf Schlägen Rückstand in die dritte Runde.

Bräunig bleibt in den Top Ten

Christian Bräunig geht als bester Deutscher ins Wochenende. Der 33-Jährige bestätigte seine 68 vom Donnerstag mit einer weiteren 68 und erreichte bei acht unter Par den geteilten sechsten Platz. Bräunig notierte fünf Birdies und ein Bogey. Damit liegt er sieben Schläge hinter van der Vight, hat aber weiterhin Kontakt zur ersten Verfolgergruppe.

Langes Spiel als Basis

Bräunig sah Parallelen zu seiner ersten Runde. Zwar fielen weniger Putts, dafür bewertete er sein langes Spiel besser. Die hohen Temperaturen und die Windstille hätten auf den letzten Löchern Kraft gekostet, doch er sei mit seiner Position zufrieden. Nach mehreren Wochen mit besseren Resultaten wolle er ohne zusätzlichen Druck in die beiden letzten Runden gehen.

Deutsches Trio bei sechs unter Par

German Challenge. - Velten Meyer

Velten Meyer, Tiger Christensen und Amateur Thomas Schmidt erreichten den Halbzeitstand von sechs unter Par. Sie teilen sich damit Rang 17. Meyer folgte auf seine 66 vom ersten Tag mit einer 70. Er will am Wochenende offensiver spielen, weil van der Vight bereits deutlich enteilt ist. Die Hitze am Nachmittag habe die Runde erschwert, sagte Meyer nach seinem zweiten Durchgang.

Christensen vor der Open

Tiger Christensen spielte nach seiner 69 zum Auftakt eine 69 und hielt sich damit in den Top 20. Für den Hamburger dient das Heimturnier zugleich als letzter Test vor der Open Championship in Royal Birkdale. Christensen hatte vor dem Start ein Ergebnis unter den besten Zehn als Ziel genannt. Nach zwei Runden fehlen ihm dazu nur wenige Schläge.

German Challenge - Tiger Christensen

Schmidt verliert Plätze

Thomas Schmidt konnte seine bogeyfreie 67 vom Donnerstag nicht wiederholen. Der Amateur benötigte in Runde zwei 71 Schläge und fiel vom dritten auf den geteilten 17. Rang zurück. Mit sechs unter Par bleibt er dennoch in guter Position für sein zweites Profiturnier binnen zwei Wochen. Bereits bei der Bmw International Open hatte Schmidt auf der Dp World Tour erste Erfahrung auf diesem Niveau gesammelt.

Schneider und Lang bei fünf unter Par

Jan Schneider und Linus Lang gehen bei fünf unter Par als geteilte 23. in den Samstag. Beide hielten sich damit klar über der Cutlinie. Hurly Long schaffte den Sprung ins Wochenende bei vier unter Par und belegte nach zwei Runden den geteilten 30. Platz. Der Heidelberger wahrte damit die Chance, sich mit einer tiefen Runde noch in Richtung Top 20 zu bewegen.

Bachem kämpft sich weiter

Nick Bachem erreichte nach einer 69 am Freitag ebenfalls das Wochenende. Der frühere Sieger auf der Dp World Tour hatte in den vergangenen Monaten mit einer Verletzung und schwankender Form zu kämpfen. Im Wittelsbacher Golfclub arbeitete er sich trotz mehrerer Fehler durch beide Runden und wertete vor allem seine körperliche Lage positiv.

Knappe trifft die Cutlinie

Alexander Knappe sicherte sich bei zwei unter Par als neunter Deutscher einen Platz für die Schlussrunden. Der zweifache Sieger auf der früheren Challenge Tour traf damit genau die Cutmarke. Für Spieler bei eins unter Par reichte es dagegen nicht mehr. Von den 22 deutschen Startern erreichten neun das Wochenende.

Alexander Knappe

Paul und Kieffer scheiden aus

Yannik Paul verpasste den Cut nach zwei Runden in Par. Philipp Katich, Nico Horder, Frederik Eisenbeis, Max Kieffer und Michael Hirmer beendeten das Turnier bei jeweils eins über Par. Auch Allen John, Anton Albers und Jannik de Bruyn, die bei eins unter Par lagen, schieden knapp aus.

Weitere Deutsche verpassen den Samstag

Dominic Foos kam auf zwei über Par, Max Rottluff auf vier über Par. Marc Hammer und Fabius Bradhering lagen nach 36 Löchern jeweils sechs über Par. Damit endete das einzige deutsche Turnier der Hotelplanner Tour für 13 der 22 einheimischen Spieler bereits nach dem Freitag.

Cut bei zwei unter Par

Die guten Bedingungen ließen die Scores weiter sinken. Die Cutlinie lag schließlich bei zwei unter Par. Besonders am Vormittag nutzten mehrere Spieler die weichen Grüns und die geringe Luftbewegung. Am Nachmittag erschwerten Temperaturen von rund 28 Grad die Aufgabe, während der Platz wegen der Windstille weiterhin niedrige Resultate zuließ.

Van der Vight mit Erfahrung aus Deutschland

Van der Vight kennt den deutschen Golfsport gut. Der Niederländer gewann 2025 die Order of Merit der Pro Golf Tour und schaffte dadurch den Schritt auf die Hotelplanner Tour. Seine 59 brachte ihn nun erstmals bei einem Turnier dieser Serie mit deutlichem Abstand an die Spitze. Ein Sieg würde ihn auch in der Saisonrangliste spürbar nach vorn bringen.

Vorsprung verändert die Lage

Für den Spitzenreiter beginnt am Samstag eine neue Aufgabe. Nach einer Runde, in der nahezu jeder Teil seines Spiels funktionierte, muss van der Vight nun mit fünf Schlägen Vorsprung umgehen. Er kündigte an, an seinen Routinen festzuhalten und weiterhin nur den jeweils nächsten Schlag zu betrachten. Die Verfolger benötigen dagegen früh Birdies, um den Abstand zu verkürzen.

Bräunig führt das deutsche Feld an

Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick zunächst auf Bräunig. Zwei Runden mit jeweils vier unter Par zeigen, dass sein Spiel auf dem engen und von alten Bäumen geprägten Kurs funktioniert. Hinter ihm besitzen Meyer, Christensen und Schmidt ebenfalls Chancen auf einen Platz unter den besten Zehn. Dafür müssen sie den Rückstand auf das dicht besetzte Feld vor ihnen am Samstag jedoch verkürzen.

Zwei Runden bleiben

Die German Challenge powered by VcG wird bis Sonntag über 72 Löcher ausgetragen. Das Turnier im Wittelsbacher Golfclub ist 2026 das einzige Event der Hotelplanner Tour in Deutschland. Das Preisgeld beträgt 300.000 Euro, für die Saisonrangliste stehen 2.000 Punkte bereit. Nach dem historischen Freitag führt van der Vight das Feld an, während neun deutsche Spieler den Kampf um Plätze und Punkte fortsetzen.

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