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Golf

BMW PGA Championship 2026: J.J. Spaun gewinnt nach dramatischem Finale in Wentworth

21. September 2026
J.J. Spaun bei der BMW PGA Championship 2026 in Wentworth

J.J. Spaun gewinnt die BMW PGA Championship 2026 nach einem wechselhaften Finale. Freddy Schott beendet das Turnier auf Rang 27.

Spaun nutzt seine Chance

J.J. Spaun hat die BMW PGA Championship 2026 gewonnen. Der Amerikaner spielte auf dem West Course des Wentworth Club zum Abschluss eine 67 und kam nach vier Runden auf 271 Schläge. Mit 17 unter Par lag er zwei Schläge vor Aaron Rai, Adam Scott, Rory McIlroy und Manuel Elvira, die sich bei 15 unter Par Rang zwei teilten.

Für Spaun war es der erste Start bei der BMW PGA Championship. Der Sieger der U.S. Open 2025 begann den Sonntag mit einem Schlag Rückstand auf das Führungsduo Manuel Elvira und Filippo Celli. Ein frühes Bogey an der ersten Bahn brachte ihn zunächst weiter zurück, doch danach blieb seine Karte fehlerfrei. Sechs Birdies führten zur 67 und zum Titel.

Elvira fällt an der 18 zurück

Die Entscheidung fiel erst auf den beiden letzten Bahnen. Elvira erreichte das Par 5 der 17 mit einem Eagle und zog damit bei 17 unter Par mit Spaun gleich. Der Amerikaner hatte seine Runde zu diesem Zeitpunkt bereits beendet. Elvira brauchte auf der 18 ein Birdie zum Sieg und ein Par für ein Stechen.

Doch der Spanier traf vom Abschlag einen Fairwaybunker. Sein nächster Schlag flog über das Grün, danach geriet auch der kurze Schlag zurück Richtung Fahne in einen Bunker. Elvira beendete das Loch mit einem Doppelbogey und fiel auf 15 unter Par zurück. Statt eines möglichen ersten Titels auf der DP World Tour blieb ihm der geteilte zweite Platz.

Spaun bleibt nach Bogey ruhig

Spauns Weg zum Sieg verlief ebenfalls nicht ohne Probleme. Nach dem Bogey zum Auftakt musste er bei einem eng gestaffelten Leaderboard geduldig bleiben. Nach eigener Aussage habe er gewusst, dass auf der Schlussstrecke in Wentworth sowohl schnelle Schlaggewinne als auch Fehler möglich seien. Deshalb habe er versucht, in Reichweite der Spitze zu bleiben, ohne zu früh etwas zu erzwingen.

Diese Rechnung ging auf. Spaun spielte nach der ersten Bahn fünf Schläge unter Par und setzte mit Birdies auf der Schlussstrecke die Marke von 17 unter Par. Seine Runden von 70, 66, 68 und 67 Schlägen ergaben 271 Schläge. Der Sieg brachte ihm zudem 1,53 Millionen Dollar aus dem Gesamtpreisgeld von neun Millionen Dollar ein.

Vier Spieler teilen Rang zwei

Hinter Spaun entstand eine ungewöhnlich breite Gruppe auf Rang zwei. Aaron Rai spielte am Sonntag eine 66 und arbeitete sich mit drei Birdies in Folge auf den Bahnen zwölf bis 14 zwischenzeitlich an die Spitze. Adam Scott und Rory McIlroy unterschrieben jeweils eine 68. Gemeinsam mit Elvira kamen alle drei auf 273 Schläge.

Rai, Scott und McIlroy hatten dabei bis in die Schlussphase Chancen auf den Titel. Keiner konnte sich jedoch entscheidend von der dicht gestaffelten Gruppe lösen. Am Ende lagen 13 Spieler innerhalb von drei Schlägen hinter Spauns Siegscore. Damit setzte sich das Bild fort, das bereits nach drei Runden zu sehen gewesen war: Vor dem Finale lagen 20 Spieler höchstens vier Schläge hinter der Spitze.

McIlroy kommt noch einmal heran

McIlroy ging mit zwei Schlägen Rückstand auf Elvira und Celli in die Finalrunde. Auf den ersten neun Löchern fand der Nordire jedoch nicht genügend Birdies, um die Spitze früh unter Druck zu setzen. Auf den zweiten Neun kam er noch einmal heran. Birdies an der 12, 14 und 17 brachten ihn auf 15 unter Par.

Auf der 18 landete sein Abschlag jedoch im Fairwaybunker. Das erhoffte abschließende Birdie blieb aus. McIlroy erklärte nach seiner Runde, dass er vor allem einigen vergebenen Putts nachtrauere. Mit seinem langen Spiel sei er dagegen zufrieden gewesen. Seine Runden von 69, 67, 69 und 68 ergaben ebenfalls 273 Schläge.

Celli verliert die Führung

Filippo Celli hatte den Finaltag gemeinsam mit Elvira bei 13 unter Par als Führender begonnen. Der Italiener konnte das Tempo der Konkurrenz am Sonntag jedoch nicht mitgehen. Eine 71 brachte ihn auf 14 unter Par und den geteilten sechsten Platz. Dort landete er gemeinsam mit Joost Luiten, Matt Fitzpatrick und Ryan Fox.

Luiten machte dabei mit einer 64 acht Schläge unter Par gut. Auch Andy Sullivan spielte eine 64 und kam auf 13 unter Par. Das verdeutlichte, wie viele Möglichkeiten der West Course am Sonntag bot, sofern die Spieler ihre Chancen auf den Grüns nutzten.

Freddy Schott mit starkem Wochenende

Aus deutscher Sicht lieferte Freddy Schott das beste Ergebnis. Nach einer 68 zum Auftakt lag der Deutsche zunächst weit vorne. Am Freitag folgte jedoch eine 74, sodass er bei zwei unter Par gerade noch den Cut erreichte. Am Wochenende drehte Schott seine Woche wieder in die andere Richtung.

Am Samstag spielte er eine 69 und verbesserte sich auf fünf unter Par. Noch deutlicher fiel sein Schritt am Sonntag aus. Mit einer 67 spielte Schott fünf unter Par und beendete die BMW PGA Championship bei insgesamt zehn unter Par auf dem geteilten 27. Rang. Seine vier Runden lauteten 68, 74, 69 und 67.

Schott macht am Sonntag Plätze gut

Vor der Finalrunde hatte Schott auf dem geteilten 43. Rang gelegen. Seine 67 brachte ihn noch um 16 Plätze nach vorne. Bei zehn unter Par teilte er Rang 27 unter anderem mit Tyrrell Hatton, Viktor Hovland, Ludvig Åberg und Ryan Gerard.

Damit setzte Schott nach dem schwierigen Freitag einen klaren Kontrapunkt. Vor allem die beiden Runden am Wochenende brachten ihn wieder in die obere Hälfte des Klassements. Für seinen geteilten 27. Platz erhielt er 77.400 Dollar Preisgeld.

Von Dellingshausen fällt zurück

Nicolai von Dellingshausen begann das Turnier ebenfalls mit einer 68. Wie Schott spielte er am Freitag eine 74 und erreichte bei zwei unter Par genau die Cutmarke. Am Samstag kam eine 72 hinzu. Damit ging er auf Rang 62 in die Schlussrunde.

Am Sonntag gelang ihm keine Wende mehr. Eine 75 bedeutete drei über Par für den Tag und insgesamt einen Schlag über Par. Von Dellingshausen beendete die BMW PGA Championship auf Rang 72. Damit blieben Schott und von Dellingshausen die einzigen beiden Deutschen, die alle vier Runden absolvierten.

Straka bester Spieler aus dem DACH-Raum

Sepp Straka setzte am Sonntag ein Ausrufezeichen aus österreichischer Sicht. Nach Runden von 71, 67 und 72 Schlägen war er nur als 34. in den Finaltag gegangen. Eine 66 brachte ihn jedoch bis auf zwölf unter Par und den geteilten 15. Platz.

Straka begann seine Runde mit einem Birdie und blieb danach lange ohne Fehler. Auf den zweiten neun Löchern folgte eine Serie weiterer Schlaggewinne. Trotz eines Bogeys an der 15 kam er mit Birdies an der 16 und 18 auf sechs unter Par für den Tag. Damit war er am Ende der bestplatzierte Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wentworth fordert prominente Namen

Nicht nur einige Spieler aus dem deutschsprachigen Raum mussten früh abreisen. Jon Rahm verpasste nach Runden von 78 und 77 deutlich den Cut. Tommy Fleetwood kam ebenfalls nicht ins Wochenende. Patrick Reed, der als Führender im Race to Dubai nach Wentworth gereist war, gab seine zweite Runde wegen Problemen am Handgelenk auf.

Das Turnier blieb dennoch bis zum Sonntag dicht besetzt. Vor der letzten Runde lagen Celli und Elvira bei 13 unter Par vorne. Spaun, Alejandro Del Rey und Johannes Veerman folgten mit einem Schlag Rückstand, während McIlroy, Scott, Joaquin Niemann, Kristoffer Reitan und Davis Bryant bei elf unter Par lagen.

Lacroix trifft zum Ass

Neben der Entscheidung um den Titel lieferte die Schlussrunde noch eine weitere bemerkenswerte Szene. Frédéric Lacroix spielte ein Hole-in-one und gewann damit den für ein Ass ausgelobten BMW iX5. Mehr als 120.000 Zuschauer besuchten nach Angaben des Veranstalters die Turnierwoche in Wentworth.

Für Spaun endete der erste Auftritt beim Flaggschiff-Turnier der DP World Tour mit dem Titel. Entscheidend war dabei weniger ein einzelner Schlag als seine fehlerarme Phase nach dem Bogey an der ersten Bahn. Während sich die Führung am Sonntag mehrfach änderte, brachte der Amerikaner seine 67 ins Clubhaus und musste anschließend auf Elviras Ergebnis warten.

Der Blick geht nach Frankreich

Für die DP World Tour geht die Saison bereits in der kommenden Woche weiter. Beim FedEx Open de France auf Le Golf National stehen weitere Punkte für das Race to Dubai auf dem Spiel. Parallel wird in Medinah der Presidents Cup ausgetragen. Spaun wird dort nicht für die USA antreten, nachdem er nicht für das Team nominiert worden war.

Wentworth hat die Ausgangslage im europäischen Saisonfinale zugleich weiter verdichtet. McIlroy sammelte mit Rang zwei wichtige Punkte, während Reed nach seinem vorzeitigen Aus keine weiteren Zähler hinzufügte. Für die deutschen Spieler bleibt vor allem Schotts Wochenende: Nach der 74 am Freitag antwortete er mit 69 und 67 Schlägen und arbeitete sich noch auf Rang 27 vor.

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