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Golf

Tommy Fleetwood – „I’d love to be the best golfer in the world“

16. Juni 2022
Tommy Fleetwood im Interview

Im Exklusiv-Interview mit GOLF’n’STYLE spricht Tommy Fleetwood über seine Karriereträume, den Ryder Cup und seine schöne Zeit in Hamburg.

Tommy, Du warst das erste Mal in Hamburg, soweit ich weiß, wie hat es Dir hier gefallen?
Wirklich gut. Hamburg ist eine sehr schöne Stadt. Meine Familie und ich haben die Zeit hier sehr genossen. Es war toll, mal wieder in Europa und in Deutschland zu sein und einige bekannte Gesichter zu sehen. Ich hoffe, ich werde wieder eingeladen, dann komme ich sehr gerne wieder.

Nach einem schwierigen ersten Tag hast Du es am Ende noch in die Top 10 der Porsche European Open geschafft, bist Du zufrieden mit deiner Turnierwoche?
Ich hätte gerne noch besser gespielt und mir mehr Chancen gegeben. Aber ich muss das Positive daran sehen. Ich habe durchgehalten und am Ende versucht, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ich denke, die Green Eagle Golf Courses waren ein großartiger Austragungsort für das Turnier, und ich hoffe, dass dieser Ort noch lange auf der Tour zu finden sein wird. Alle Spieler wissen zu schätzen, wie schwierig es ist, und spielen gerne dort.

Neben einigen Turnieren auf der DP World Tour, bist Du natürlich auch viel auf der PGA Tour unterwegs. Dort gehörst Du zu vielen weiteren Stars. Bei Turnieren wie den Porsche European Open bist du der DER absolute Topstar. Macht das für Dich einen Unterschied?
Nein,  nicht wirklich. Jede Woche bereite ich mich mehr oder weniger gleich vor und versuche das absolut Beste aus meinem Golfspiel rauszuholen. Natürlich war das bei den Porsche European Open ein bisschen schwieriger, aber damit habe ich mich abgefunden (lacht). Aber ne, um auf die Frage zurückzukommen: Eigentlich ist es mir egal, welche Namen auf der Startliste auftauchen. Ich fokussiere mich auf mich selbst und gebe alles, was ich habe.

ImGespräch: Tommy Fleetwood

Tommy Fleetwood im Gespräch mit GOLF‘n‘STYLE-Redakteur Julius Allzeit.

Bei all dem Fokus: Bist Du ein Spieler, der trotzdem gerne Kontakt mit den Fans hat?
Ja, auf jeden Fall. Das ist natürlich ein schmaler Grat. Jeder Spieler hat da eine andere Einstellung zu, vor allem während der Runde. Ich zum Beispiel bin extrem konzentriert und fokussiert auf mein Spiel und trotzdem genieße ich es, wenn die Fans Begeisterung zeigen für das, was wir machen. Die nächste Generation an Profigolfern ist immer irgendwo da draußen und guckt zu, deshalb ist es mir wichtig, ein gutes Verhältnis zu meinen Fans zu haben. Das habe ich zum Glück und das wird hoffentlich auch in Zukunft immer so bleiben!

Du hast schon erzählt, wie gut es auch Deiner Familie in Hamburg gefallen hat. Inwiefern unterscheidet sich so ein Turnier, bei dem Du Deine Familie dabei hast, von denen, wo Du allein anreist?
Es ist immer schöner mit der Familie, natürlich! Es ist einfach unglaublich schön, wenn die Menschen, die du am meisten liebst, nach deiner Runde direkt da sind. Ihnen ist völlig egal, wie ich gespielt habe. Sie sind einfach da für mich und wir können ein bisschen Familienzeit genießen. Meine beiden Stiefsöhne sind selbst beide total golfverrückt, deshalb ist es auch für sie toll, mit auf die Runde gehen zu können, um zuzuschauen. Und mein kleiner Sohn Frankie und meine Frau Clare genießen es auch!

Du hast in Deiner Karriere schon so viele Highlights gehabt, dass es schwer wird, alle aufzuzählen: Welche aber sind für Dich Deine Top 3 Deiner Karriere?
Der Ryder 2018 in Paris ist natürlich das offensichtlichste Highlight, aber auch das Race to Dubai zu gewinnen war toll. Als Drittes würde ich tatsächlich meinen ersten Sieg auf der Challenge Tour nennen, bei dem mein Dad als Caddie an der Tasche war. Denn das war der Moment, in dem ich wusste, dass ich es auf die European Tour geschafft habe. Aber natürlich hatte ich das Glück, auch schon viele weitere unglaubliche Momente in meiner Karriere zu haben. Mit Tiger zu spielen, als er gewonnen hat oder mehrere Ryder Cups zu gewinnen.

Fotoshooting mit Golf'n'Style

Stichwort Ryder Cup: Francesco Molinari hat uns vor zwei Jahren während des ersten Lockdowns erzählt, dass sein Bruder Edoardo und Du die einzigen Spieler waren, zu denen er in dieser Zeit Kontakt hatte. Habt Ihr noch immer ein besonderes Verhältnis?
Oh ja, auf jeden Fall. Wir sind sehr gut befreundet. Es gibt auf der Tour niemanden, mit dem ich mich wohler fühle. Wir hängen gemeinsam ab, spielen die Einspielrunden zusammen. Auch unsere Familien verstehen sich sehr gut. Wir sind immer füreinander da.

Welche Emotionen lösen diese „Tommy, Tommy Tommy, Tommy Tommy …“ Zeilen aus dem Ryder Cup Fangesang noch immer in Dir aus?
Ich höre sie immer noch sehr oft und versuche ihnen gerecht zu werden (lacht). Natürlich verbinde ich sie mit dieser unglaublichen Zeit in Paris. Das sind Erinnerungen und Emotionen, die für immer bleiben werden und das ist wunderschön. Wir haben zur perfekten Zeit am perfekten Ort perfektes Golf gespielt: eine Life-Time-Experience!

Und was ist der Plan für Rom im nächsten Jahr? Gleiches Duo, nochmal vier Foursome-Siege?
Das hoffe ich! Ich habe Fran (Francesco) letztes Jahr vom Ryder Cup in den USA geschrieben und gesagt: Ich will, dass wir wieder zusammen nächstes Jahr in Rom spielen. Das wäre so unfassbar besonders!

QUICK FIRE

What’s your favorite golf course? St. Andrews Old Course  |  Which is your favorite golf club? My 7-iron  |  What´s your favorite golf shot/stroke? Big, hard Draw  |  Who´s your favorite playing partner? My kids  |  Who´s the craziest/funniest guy on tour? Pat Perez  |  Who´s your best buddy on tour? Fran (Molinari)  |  What´s your favorite sport except from golf? Football and Tennis  |  Driving or putting? Driving  |  Links Course or Park Land Course? I like both, but let’s go Links  |  Winning the Ryder Cup in Rome or getting the first PGA Tour win? The Ryder Cup in Rome When angry: Break clubs or shave the beard? I’ve done both! But shave the beard is less expensive.

Denkst Du, dass dieser Ryder Cup Team Spirit, den es auch in Paris 2018 gab, zerbrechen könnte, wenn Spieler wie Ian Poulter, Lee Westwood oder Sergio Garcia ab sofort auf der LIV-Tour abschlagen?
Ich glaube, dass die Spieler das tun, was sie denken, was für sie am besten ist. Und was das dann für den Ryder Cup bedeutet, wird sicherlich hinterher entschieden. Das liegt nicht in den Händen der Spieler. Deshalb wünsche ich ihnen, egal auf welcher Tour sie spielen, viel Erfolg!

Du hast im Jahr 2019 die Fleetwood Academy eröffnet, bei der Kinder mit dem Golfsport in Kontakt treten können. Was bedeutet dieses Projekt für Dich?
Ich liebe den Golfsport und ich glaube an all das Gute, was der Golfsport bewirken kann. Ich persönlich habe schon immer ganz oben mitgespielt, war schon ein sehr guter Jugendspieler, aber ich habe auch viele Freunde durchs Golfen damals kennengelernt, die keine Profis geworden sind. Und trotzdem glaube ich, dass man tolle Werte und Skills für sein Leben durch den Golfsport mitbekommt. Und das will ich den Kids nahebringen und ihnen eine tolle Zeit ermöglichen!

Tommy, Du bist Race to Dubai Sieger und Ryder Cup Champion. Wovon träumst Du noch in Deiner Karriere?
Natürlich will ich die größten Events gewinnen, die man gewinnen kann. Ich will Majors gewinnen, vor allem THE OPEN. Das war schon immer mein großer Traum. Und dann will ich herausfinden, wie gut ich sein kann. Ich wäre sehr gerne der beste Golfer der Welt, ob für eine Woche oder für ein Jahr (lacht).


Tommy und TAG HEUER – eine wahre Liebesgeschichte
„Ich genieße die Zusammenarbeit mit TAG Heuer sehr, sie sind ein toller Partner und ich hoffe, das sehen sie andersherum genauso. Ich jedenfalls liebe es, Teil dieser tollen Marke zu sein. Sie machen viele tolle Dinge mit mir und auch die Uhr gefällt mir natürlich sehr! Ich trage sie jeden Tag und sie hilft mir extrem. Ich liebe einfach jeden Aspekt dieser Partnerschaft.“


Fotos: GOLF’n’STYLE/Marco Allzeit

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