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Golf

Austrian Alpine Open: Kaneko siegt in Kitzbühel

1. Juni 2026
Austrian Alpine Open 2026 Kota Kaneko

Austrian Alpine Open 2026: Kota Kaneko gewinnt in Kitzbühel seinen ersten Titel auf der DP World Tour. Der Japaner bleibt am Finaltag ruhig und setzt sich mit zwei Schlägen Vorsprung durch. Bernd Wiesberger kämpft lange um den Heimsieg und beendet das Turnier als starker Vierter.

Kaneko bleibt ruhig und feiert ersten Sieg auf der DP World Tour

Kota Kaneko hat die Austrian Alpine Open presented by Kitzbühel – Tirol 2026 gewonnen. Damit feiert der Japaner seinen ersten Titel auf der DP World Tour. Im Golfclub Kitzbühel-Schwarzsee-Reith spielt er am Sonntag eine 67, drei unter Par. Nach vier Runden steht er bei 262 Schlägen und 18 unter Par.

 

Zwei Schläge dahinter teilen sich Ricardo Gouveia aus Portugal und Davis Bryant aus den USA Rang zwei. Kaneko ging mit drei Runden von jeweils 65 Schlägen in den Finaltag. Doch der Sonntag verlangt mehr als reine Verwaltung. Die Verfolger machen Druck, außerdem wurden die österreichischen Hoffnungen zwischenzeitlich sehr real.

Wiesberger kämpfte mit

Aus österreichischer Sicht gehörte der Nachmittag vor allem Bernd Wiesberger. Der Burgenländer brachte sich bereits am Samstag mit einer 64 in Position. Und auch am Finaltag kämpfte er mit um den Titet und lag im Verlauf der Schlussrunde zeitweise sogar gemeinsm mit Maximilian Steinlechner an der Spitze.

Austrian Alpine Open 2026 Bernd Wiesberger

Bester Österreicher auf Rang 4: Bernd Wiesberger

Die Entscheidung fiel spät. Kurz vor Wiesbergers zweitem Schlag an der 17 muss das Turnier wegen eines heranziehenden Gewitters unterbrochen werden. Nach der Pause blieb sein Annäherungsschlag aus hohem Gras zu kurz. Chip und zwei Putts bedeuten Bogey. Damit endet praktisch seine Siegchance.

Am Ende unterschrieb Wiesberger eine 66 auf der Scorekarte. Mit 15 unter Par belegte er den geteilten vierten Rang. Für die Austrian Alpine Open ist sein Auftritt dennoch ein Glücksfall. Ein österreichischer Routinier im Titelkampf gibt dem Heimturnier genau jene Spannung, die Publikum und Veranstalter wünschen.

Steinlechner bestätigte Form

Auch Maximilian Steinlechner hielt die österreichische Fahne hoch. Der Tiroler beendet das Turnier nach einer 65er-Schlussrunde bei 14 unter Par. Damit erreichte er den geteilten siebten Rang.

Für Steinlechner passte diese Woche sportlich und atmosphärisch. Heimturnier, große Kulisse und ein Finaltag im erweiterten Spitzenfeld ergaben eine starke Kombination. Zudem zeigte er, dass er den Druck wie in Kitzbühel gewachsen ist.

Austrian Alpine Open 2026 Steinlechner und Straka

Sepp Straka und Maximilian Steinlechner spielten gemeinsam am Schlusstag

Straka kam am Sonntag mit einer 67 ins Clubhaus. Bei zwölf unter Par landet er auf dem geteilten zwölften Rang. Zwar blieb der PGA-Tour-Pro hinter der ganz großen Heimstory zurück. Dennoch ist er für das Turnier ein zentraler Name. Viele Zuschauer kamen vor allem  wegen Straka nach Kitzbühel und erlebten am Ende eine breitere österreichische Geschichte.

Schneider bester Deutscher

Aus deutscher Sicht setzte Marcel Schneider den besten Schlusspunkt. Nach Runden von 64, 68, 70 und 67 kam er auf elf unter Par. Damit beendete er die Austrian Alpine Open auf dem geteilten 17. Rang.

Austrian Alpine Open 2026 Marcel Schneider

Marcel Schneider am letzten Abschlag: Dem Par-3 an der 18

Nach dem starken Start wäre am Wochenende mehr möglich gewesen. Trotzdem sorgte die Finalrunde unter Par für einen ordentlichen Abschluss.

Titelverteidiger Nicolai von Dellingshausen verpasst zuvor den Cut. Der Deutsche hatte 2025 in Salzburg seinen ersten DP-World-Tour-Sieg gefeiert. In Kitzbühel kommt er nach zwei Runden jedoch auf eins über Par. Auch Freddy Schott scheidet nach 73 und 70 Schlägen vorzeitig aus.

Neues Kapitel in Kitzbühel

Kanekos Sieg passte zur ersten Ausgabe der Austrian Alpine Open in Kitzbühel. Das Turnier wurde vom 28. bis 31. Mai 2026 erstmals im Golfclub Kitzbühel-Schwarzsee-Reith ausgetragen. Österreichs größtes Golfturnier hatte 2025 in Salzburg seine neue Phase begonnen. In Kitzbühel ging es um 2,75 Millionen US-Dollar Preisgeld. Kaneko erhielt für seinen Sieg 467.500 US-Dollar.

Sportlich ist Kitzbühel mehr als nur Kulisse. Der Platz lässt niedrige Scores zu, sortiert aber spät genug, um den Finaltag offen zu halten. Kaneko gewinnt nicht mit einem einzelnen Ausreißer nach unten. Vielmehr trug ihn seine Konstanz durch die Woche: 65, 65, 65 und 67.

Für Kaneko ist es der bisher größte Erfolg seiner Karriere. Für die Austrian Alpine Open ist es ein Sieger, der gut zur ersten Kitzbüheler Ausgabe passt: international, ruhig und sportlich überzeugend. Am Ende blieb er genau dann stabil, als der Sonntag noch einmal ungemütlich wird.

 

Fotos: Austrian Alpine Open, GEPA-Pictures, Jan Hetfleisch, GOLF’N’STYLE

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