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Golf

Noch 99 Tage bis zum Ryder Cup: Welche Spieler sind dabei?

19. Juni 2025
Das europäische Ryder Cup Team jubelt über den Sieg.
Foto: Getty Images

In exakt 99 Tagen ist es soweit: Luke Donalds Team Europe und das von Keegan Bradely angeführte Team USA treffen beim Ryder Cup im Bethpage Park auf dem Black Course aufeinander. Doch welche Spieler stehen sich Ende September gegenüber?

Ein für seine Ansprüche durchwachsenes U.S. Open Turnier, eine noch durchwachsenere PGA Championhsip und nicht zuletzt das frostige Verhältnis zu den amerikanischen Golf-Medien: In letzter Zeit hatte Rory McIlroy nicht besonders viel zu lachen. Da dürfte die Nachricht, dass sich der nordirische Golf-Superstar bereits über drei Monate vor dem Start des Ryder Cups für das prestigeträchtige Kräftemessen qualifiziert hat, wie gerufen kommen.

Nach Scottie Scheffler auf der US-amerikanischen Seite ist Rory McIlroy damit der zweite Spieler, der für das größte Golfevent der Welt als Spieler bereits feststeht. Heute in ganz genau 99 Tagen ist es dann soweit: Der Ryder Cup 2025 auf dem legendären Black Course in Bethpage, New York. Team Europa reist mit Rückenwind aus Rom an, die USA setzen auf Heimvorteil und einen frischen Kapitän. Zeit für einen Überblick über den Stand der Dinge.

 

Rory McIlroy war 2023 in Rom der beste Spieler beim Ryder Cup. Foto: Getty Images

 

Ryder Cup: Wiederholungstäter Luke Donald und Keegan Bradley als Captains

Nach dem überzeugenden 16½ zu 11½ Sieg der Europäer 2023 in Rom bleibt Kapitän Luke Donald der Mann der wichtigen Entscheidungen. Der Engländer ist damit der erste europäische Kapitän seit Bernhard Gallacher (1991–1995), der ein zweites Mal ran darf. Sein Ziel: Geschichte schreiben und als zweiter Captain überhaupt den Ryder Cup auf beiden Seiten des Atlantiks gewinnen. Nur Tony Jacklin war das in den 80ern bislang gelungen.

Auf der anderen Seite steht mit Keegan Bradley der jüngste Kapitän seit Arnold Palmer 1963, der sich theoretisch sogar noch selbst als Spieler qualifizieren könnte. Der 39-Jährige war vor zwei Jahren von Kapitän Zach Johnson trotz starker Leistungen überraschend nicht mit nach Rom genommen worden. Stattdessen nominierte dieser die damals formschwachen Justin Thomas und Jordan Spieth. Zwei Jahre später also bekommt Keegan Bradley, der 2012 selbst einen Ryder Cup spielte, bei der bis dato letzten Heimniederlage in Medinah aber verlor, nun die Chance, zu zeigen, dass er ein Gewinnertyp ist.

Luke Donald und Keegan Bradley mit dem Ryder Cup vor der Freiheitsstatue in New York.

Luke Donald will den Ryder Cup in New York verteidigen, Keegan Bradley möchte ich zurückgewinnen. Foto: Getty Images

 

Bethpage Black – ein Monster von Golfplatz

Gespielt wird der Ryder Cup in diesem Jahr bekanntermaßen auf dem Black Course im Bethpage Park in New York. Wer das Setting kennt, weiß: Hier wird nicht gekuschelt. Der 1936 eröffnete Platz in Farmingdale (NY), designt von A.W. Tillinghast, ist ein echtes Biest. U.S.-Open-erprobt, aber Ryder-Cup-Neuland. Der Course verlangt Länge, Präzision und Nerven wie Drahtseile. Perfekt also für ein Duell, bei dem es um mehr geht als Punkte vor einem Publikum, das den Europäern gegenüber keine Gnade zeigen wird.

Ryder Cup in New York: So läuft die Qualifikation bei Team USA und Team Europe

Die spannendste Frage aber natürlich ist: Wer wird sich vom 26. bis 28. September in New York gegenüberstehen? Das ist theoretisch noch vollkommen offen, wenn auch Tendenzen zu erkennen sind und es Spieler gibt, denen ein Platz so gut wie sicher ist. Beide Teams bestehen wie bereits vor zwei Jahren in Rom aus sechs Spielern, die sich direkt qualifizieren und aus weiteren sechs Spielern, die von den Captains als Picks ausgwählt werden. Wir geben euch einen Überblick darüber, wie die Qualifikation inklusive Punktevergabe bei beiden Teams abläuft.

Bei Team USA geht es ums Geld

Auf der US-amerikanischen Seite qualifizieren sich die Spieler basierend auf ihrem erspielten Preisgeld von Anfang 2024 bis zur BMW Championship 2025 (11. bis 14. September). Im vergangenen Jahr gab es für jede 1000 verdiente Dollar bei den Players Championship und den vier Major-Turnieren (The Masters, PGA Championship, U.S. Open und The Open Championship) jeweils einen Punkt. Als Masters-Sieger 2024 hat Scottie Scheffler mit einem Preisgeld von 3,6 Millionen Dollar so alleine bei dem Turnier 3600 Punkte im Ranking gesammelt.

In diesem Jahr, also 2025 gibt es bei jedem regulären PGA Tour Event jeweils einen Punkt pro 1000 verdiente Dollar und eineinhalb Punkte pro 1000 Dollar bei den Majors. Die sechs punktbesten Spieler Mitte September schaffen dann den Sprung ins Team, die anderen sechs werden von Keegan Bradley im Anschluss verkündet.

Beim Ryder Cup in Rom blieb Scottie Scheffler überraschend blass. Foto: Getty Images

 

Bei Team Europa gibt es in diesem Jahr nur ein Ranking

Bei den Europäern gestaltet sich das Ganze etwas komplizierter. Auch hier qualifizieren sich wie schon in Rom sechs Spieler direkt, anders als in den Vorjahren aber nur über eine einzige Punkte-Liste. Der Zeitraum, in dem diese Punkte gesammelt werden können, läuft für Turniere der DP World Tour seit dem 29. August 2024 und geht bis zum 24. August 2025 und für Turniere der PGA Tour vom 1. Januar 2025 bis zum 17. August 2025. Die einzigen Turniere, bei denen die Spieler keine Punkte sammeln können, sind die PGA Tour Events, die parallel zu einem Rolex-Event der DP World Tour stattfinden. Je nach Turnier werden dann unterschiedlich viele Punkte verteilt.

Bei den Majors zum Beispiel gibt es insgesamt 5000 Punkte, von denen der Sieger jeweils 835 Punkte kassiert, der Zweitplatzierte 555 und so weiter. 3000 Punkte werden bei den Players Championship, den FedExCup Playoff Events und den PGA Tour Signature Events verteilt, von denen der Sieger jeweils 500 Punkte bekommt. Rolex Events der DP World Tour und normale PGA Tour Turniere sind mit 2000 Punkten bewertet, alle anderen mit 1500 oder 1000 Punkten. Auch hier werden die sechs punktbesten Spieler zum Zeitpunkt Ende August auf jeden Fall dabei sein. Seine sechs Picks verkündet Captain Luke Donald dann am 1. September.

Justin Rose jubelt nach beim Ryder Cup 2023 in Rom.

Justin Rose hat sich dank seines tollen Auftritts beim Masters wieder in Position gebracht. Foto: Getty Images

 

Ryder Cup 2025: Scottie Scheffler führt Team USA an

Hinter dem bereits qualifizierten Scottie Scheffler liegen auf den Positionen zwei bis sechs im Ranking des US-amerikanischen Teams derzeit folgende Spieler: Xander Schauffele, J.J. Spaun, Bryson DeChambeau, Justin Thomas und Collin Morikawa. Ihnen allen dürfte ein Platz im Team über einen Pick auch weitestgehend garantiert sein, sollten sie noch aus den Top-6 rutschen. Dahinter liegen mit Spielern wie Russell Henley, Ben Griffin oder Maverick McNealy viele formstarke Profis, die noch nie Teil eines Ryder-Cup-Teams waren. Die Frage also wird sein: Setzt Keegan Bradley auf Formstärke oder auf Erfahrung?

Gute Chancen dürfte abermals auch Brooks Koepka haben. Der LIV-Golfer, der eine überzeugende U.S. Open spielte, hält in Bethpage den Platzrekord und gewann mit der PGA Chmapionhsip 2019 das bisher letzte Major, das auf dem New Yorker Platz stattfand. Auch Spieler wie Patrick Cantlay, in Rom der wahrscheinlich beste Amerikaner (aktuell auf Position 13) oder Brian Harman (Position 12) muss man natürlich auf dem Schirm haben. Gut möglich aber, dass das Team im Vergleich zum Ryder Cup 2023 einmal auf links gekrempelt wird.

Ryder Cup 2025: Rory McIlroy führt Team Europe an

Bei den Europäern liegen hinter dem bereits qualifizierten Rory McIlroy Engländer Tyrrell Hatton, sein irischer Kumpel Shane Lowry, Schotte Robert MacIntyre, Österreicher Sepp Straka und Däne Rasmus Højgaard. Knapp außerhalb der Top-6 stehen mit Tommy Fleetwood (England), Ludvig Åberg (Schweden), Justin Rose (England) und Viktor Hovland (Norwegen) gleich vier Spieler, die in Rom dabei waren. Bester Deutscher auf Platz 27 ist Matti Schmid. Um sich direkt zu qualifizieren, bräuchte der 27-Jährige wohl noch zwei Toursiege in den nächsten Wochen.

Außer Acht lassen darf man natürlich auch Jon Rahm nicht. Der Spanier, der bis zu seinem LIV-Golf-Wechsel zu den besten Spielern der Welt gehörte, liegt im Ranking (Platz 17) zwar weit zurück, dürfte aber auf jeden Fall als Wild Card Pick in Frage kommen. Ansonsten wird das Team vermutlich zum Großteil so aussehen wie in Rom. Einzig die Højgaard-Zwillinge (Rasmus für Nicolai) könnten durchgetauscht werden und auch Matt Fitzpatrick dürfte seinen Platz im Team verlieren.

Tommy Fleetwood holte 2023 den entscheidenden Punkt für Team Europe.

Tommy Fleetwood holte 2023 den entscheidenden Punkt für Team Europe. Foto: Getty Images

 

Ryder Cup: Diese Spieler erwartet GOLF'N'STYLE in den Teams

TEAM USA

USA Flagge

TEAM EUROPE

Europa Flagge

Captain: Keegan Bradley Captain: Luke Donald
Scottie Scheffler Rory McIlroy
Xander Schauffele Tyrrell Hatton
Collin Morikawa Shane Lowry
J.J. Spaun Tommy Fleetwood
Justin Thomas Robert MacIntyre
Bryson DeChambeau Ludvig Åberg
Brooks Koepka Sepp Straka
Patrick Cantlay Viktor Hovland
Brian Harman Justin Rose
Ben Griffin Rasmus Højgaard
Maverick McNealy Jon Rahm
Akshay Bhatia Thomas Detry

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