
Die DS Automobiles 83° Open d’Italia enden mit einem klaren Sieg von Eugenio Chacarra. Der Spanier gewinnt im Circolo Golf Torino mit fünf Schlägen Vorsprung. Nicolai von Dellingshausen belegt Rang zehn, Maximilian Steinlechner wird geteilter 25.
Chacarra setzt sich früh ab
Eugenio Chacarra gewinnt die Open d’Italia im Circolo Golf Torino mit 260 Schlägen und 24 unter Par. Der Spanier spielt am Sonntag eine bogeyfreie 64 und lässt der Konkurrenz kaum eine Chance.
Matt Wallace aus England folgt mit 19 unter Par auf Rang zwei. Joaquín Niemann aus Chile beendet das Turnier mit 18 unter Par auf dem dritten Platz.
Für Chacarra ist es bereits der zweite Sieg auf der DP World Tour innerhalb von drei Wochen. Nach seinem Erfolg bei der KLM Open in Amsterdam gewinnt der 26-Jährige nun auch das italienische National Open. Gleichzeitig holt er seinen dritten Titel auf der DP World Tour.
Vier Runden konstant unter Par
Chacarra überzeugt bei der Open d’Italia mit vier starken Runden. Er eröffnet mit 66 Schlägen, lässt zwei 65er-Runden folgen und beendet das Turnier mit einer 64.
Nach drei Tagen führt er mit zwei Schlägen vor Wallace und Niemann. Wallace setzt ihn zwar mit einem Eagle an der ersten Bahn der Finalrunde unter Druck. Chacarra bleibt jedoch geduldig und nutzt früh seine Birdiechancen.
Auf den Front Nine baut der Spanier seinen Vorsprung weiter aus. Als Wallace auf der zweiten Platzhälfte noch einmal näherkommt, antwortet Chacarra direkt. Sein Eagle an der 15. Bahn bringt die Entscheidung.
Wallace bleibt erster Verfolger
Matt Wallace spielt über vier Tage solides Golf und bleibt bei der Open d’Italia lange in Reichweite. Bereits am Freitag stellt der Engländer mit einer 62 den Platzrekord im Circolo Golf Torino auf.
Damit rückt Wallace früh in die Spitzengruppe vor. Auch am Finaltag hält er zunächst Kontakt zu Chacarra. Ein Bogey an der sechsten Bahn kostet ihn jedoch einen wichtigen Schlag.
Während Chacarra seine Chancen konsequent nutzt, kann Wallace die Serie des Spaniers nicht mehr brechen. Er unterschreibt schließlich für 19 unter Par und Rang zwei.
Niemann verliert bereits am Samstag an Boden
Joaquín Niemann prägt das Turnier zunächst. Der Chilene startet mit Runden von 64 und 63 Schlägen und führt zur Halbzeit mit 15 unter Par.
Auch am Samstag sieht Niemann lange wie der Spieler aus, den es zu schlagen gilt. Auf den ersten neun Löchern spielt er fünf Birdies und liegt zeitweise fünf Schläge vor der Konkurrenz.
Dann kippt die Runde. Ein Drei-Putt an der neunten Bahn leitet eine schwierige Phase ein. Danach folgen drei Bogeys in Serie. Niemann verliert die Führung an Chacarra und notiert eine 71.
Mit einer 68 am Sonntag bleibt er zwar auf dem Podium. Für einen erneuten Angriff auf den Titel fehlt ihm jedoch der Anschluss.
Von Dellingshausen in den Top Ten

Nicolai von Dellingshausen erzielt aus deutscher Sicht das beste Ergebnis bei der Open d’Italia. Der Düsseldorfer beendet das Turnier mit 14 unter Par auf Rang zehn.
Vor allem seine dritte Runde bringt ihn weit nach vorn. Von Dellingshausen spielt am Samstag eine bogeyfreie 64 und rückt vor der Entscheidung bis auf den geteilten vierten Platz vor.
Am Sonntag hält er sich mit einer 70 in den Top Ten. Seine Runden von 69, 67, 64 und 70 Schlägen bestätigen seine starke Form auf der DP World Tour.
Steinlechner bleibt stabil
Maximilian Steinlechner erreicht als einziger Österreicher das Wochenende. Der Tiroler beendet die Open d’Italia mit elf unter Par auf dem geteilten 25. Rang.
Dabei bleibt Steinlechner an allen vier Tagen unter Par. Nach zwei 69er-Runden spielt er am Samstag eine 68. In der Finalrunde steigert er sich auf 67 Schläge.
Nach seinem dritten Platz bei der KLM Open und den jüngsten Ergebnissen auf der DP World Tour reist er mit weiterem Selbstvertrauen zur BMW International Open nach München.
Weitere Deutsche verpassen den Cut
Marcel Siem, Marcel Schneider und Freddy Schott verpassen den Cut nach zwei Runden. Siem scheidet bei fünf über Par aus.
Schott liegt nach zwei Runden bei eins unter Par. Die Marke für das Wochenende verfehlt er jedoch knapp. Auch Bernd Wiesberger erreicht die Finalrunden nicht. Nach Runden von 74 und 70 Schlägen bleibt der Österreicher über der Cutlinie.
Schweizer Spieler sind im Endklassement nicht vertreten.
Rückkehr nach Turin
Die Open d’Italia kehren erstmals seit 2014 in den Circolo Golf Torino zurück. Der traditionsreiche Platz war bereits Austragungsort mehrerer großer Turniere der DP World Tour. Zudem ist er Heimatclub der Brüder Francesco und Edoardo Molinari.
Der Championship Course bietet in dieser Woche gute Bedingungen für niedriges Scoring. Viele Spieler finden weiche Grüns vor und können die Fahnen direkt attackieren. Deshalb liegen bereits nach zwei Tagen zahlreiche Profis deutlich unter Par.
Startplatz für The Open
Der Sieg bei der Open d’Italia bringt Chacarra Preisgeld und wichtige Punkte für die Race to Dubai. Darüber hinaus sichert er sich einen Startplatz für The Open in Royal Birkdale.
Für den Spanier wird es der erste Auftritt bei dem Major in England. Mit seinem Erfolg rückt Chacarra außerdem auf Rang drei der Race to Dubai vor. Dadurch verbessert er seine Position im Rennen um einen der zehn Startplätze für die PGA Tour im Jahr 2027.
Historischer Doppelpack für Chacarra
Mit seinen Siegen bei der KLM Open und der Open d’Italia gelingt Chacarra ein seltenes Doppel. Zuletzt hatte Ramón Sota beide Turniere im Jahr 1971 in derselben Saison gewonnen.
Chacarra reist damit als einer der formstärksten Spieler der DP World Tour weiter. Vor The Open steht jedoch noch die BMW International Open in München auf dem Programm. Dort trifft der Spanier erneut auf einen Teil des Feldes aus Turin.






