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Trainingstipps – Putting – Drills

30. Juni 2026
Benedict Staben gibt Trainingstipps

Putten ist der meistunterschätzte Spielbereich. Putten umfasst so viel. Das wollen wir ändern.

Für eine bessere Putt-Technik und weniger Schläge auf dem Grün geben wir euch hier deshalb ein paar Tipps und Übungen mit. Welchen Putt-Griff ihr dabei verwendet, ist natürlich euch überlassen. Die drei gängigsten sind folgende drei: 1) der klassische Griff (Harry Vardon), 2) der cross-handed Griff, bei dem ihr die Handpositionen tauscht, und 3) der Claw-Griff, bei dem ihr mit der rechten Hand den Putter von hinten arretiert.

Ping Trainigstipps

Griff-Variationen

1. Der Harry-Vardon-Griff

Griff Variante Harry-Vardon

2. Der Cross-handed-Griff

Griff Variante Cross-handed

3. Der Claw-Griff

Griff Variante ClawGriff

Übung 1

Hier geht es grundsätzlich darum, wie sich mein Körper und Kopf, genauer gesagt mein Blick beim Putten, verhalten. Anders als bei einem klassischen Golfschlag rotiert beim Putten natürlich nicht der ganze Körper mit durch den Ball. Wichtig ist: Eure Schultern und euer Nacken bewegen sich vielmehr entlang eurer Schwungbahn. Das heiß, euer Nacken und Kopf sollten sich nicht seitwärts in Richtung Ziel drehen, sondern aufwärts. Das Gefühl sollte also sein, dass sich euer rechtes Ohr und eure rechte Schulter entgegenkommen. Tipp: Schaut dem Ball langsam Stück für Stück hinterher und richtet den Blick nicht direkt nach dem Ballkontakt auf das Loch.

Blick beim Putten_falsch-richtig

Uebung 01 Blick beim Putten

Übung 2

Hier geht es um das Set-up beim Putten. Ich als Rechtshänder versuche in der Ansprechposition immer, mein linkes Auge über dem Ball zu positionieren. Auch die Ballposition in meinem Stand ist entsprechend minimal links von der Mitte. Ihr könnt nun entweder den Putter vor das linke Auge halten (siehe Foto) oder einen zweiten Ball. Lasst diesen Ball fallen. Trifft er den Ball am Boden, ist euer Set-up perfekt. Stellt jetzt etwa 30 cm hinter dem Ball ein kleines Zieltor auf, durch das ihr den Ball starten lassen wollt. Gelingt euch das, ist das der erste Schritt auf dem Weg zu einem guten Putter. Macht fünf bis zehn Putts und geht zur nächsten Übung.

Uebung 2 Set-up beim Putten

Übung 3

Eine wunderbare Übung für eure Putt-Technik. Nehmt euch ein Hilfsmittel, das ihr euch zwischen die Arme klemmt. Das kann auch ein größerer Ball sein. Eure Arme und Hände sollten dabei ein Dreieck bilden, das ihr auch während der Pendelbewegung beim Putten immer haltet. Der Kopf bleibt während des Schwungs schön ruhig. Die Pendelbewegung kommt aus den Schultern. Aus den Händen dagegen kommt keine Bewegung. Sie bleiben schön steif. Versucht gerne ein paar Probeschwünge, bevor ihr auch hier fünf bis zehn Putts mit Ball macht und zur nächsten Übung geht.

Uebung 3 Putt-Technik

Übung 4

Meine persönliche Lieblingsübung. Sucht euch einen geraden Putt auf dem Übungsgrün und baut eine Schnur auf, die kurz hinter dem Loch endet. Eine solche Schnur gibt es günstig überall zu kaufen. Stellt nun euren Putter unter die Schnur, so, dass ihr die Linie auf eurem Putter nicht mehr seht, weil sie sich direkt unter der Schnur befindet. Euer Stand, also eure Füße, zeigen auf die Schnur. Puttet jetzt drauf los, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ihr den Ball auf der richtigen Linie starten lasst. Eine tolle Übung, um mehr Selbstvertrauen und Präzision auf dem Grün zu gewinnen.

Uebung 4 Putt mit Schnur

Uebung 4 Putt mit Schnur

Für Einen starken Rücken

Übung 1

Technik ist aber natürlich nicht alles. Auch beim Putten darf die körperliche Stabilität nicht fehlen. Um dafür die Bereiche Waden, hintere Oberschenkel, Gesäß und unterer Rücken zu trainieren, nutzen wir eine Kettlebell. Geht dafür in eure Ansprechposition und versucht, die Kettlebell ruhig aus den Schultern – ohne große Bewegungen des restlichen Körpers – vor eurem Körper pendeln zu lassen. Genau wie beim Putting-Stroke. Ja, so einfach könnt ihr trainieren.

Starker Rücken Uebung 1

Übung 2

Eine zweite tolle Übung für mehr Stabilität und Beweglichkeit beim Putten und weniger Rückenschmerzen nach langen Trainings-Sessions: Stellt euch in etwa hüft- bis schulterbreitem Stand hin und haltet die Kettlebell entspannt vor eurem Körper. Versucht euch nun vom Kinn bis zum Lendenwirbelbereich einzurunden. Das Gewicht zieht euch von allein in Richtung Boden. Wenn euch die Dehnung zu stark wird, haltet ihr kurz an. Versucht, mit der Kettlebell einmal bis zum Boden zu kommen, und richtet euch von dort Wirbel für Wirbel wieder auf.

Starker Rücken Übung 2

Recover nach der Runde

Übung 1

Für die Öffnung der Brustwirbelsäule und des Latissimus nehmt ihr einen langen Golfschläger und stellt ihn mit ausgestreckten Armen vor euch auf. Versucht nun, die Hüfte möglichst weit nach hinten zu schieben und gleichzeitig eure Brust möglichst dicht in Richtung Boden zu bringen. Haltet für einige Sekunden.

Oeffnung der Brustwirbel- saeule

Übung 2

Für unsere Gesäßmuskulatur legen wir ein Bein auf dem Knie des anderen Beins ab (siehe Foto). Natürlich dürft ihr euch dabei auf einem Schläger abstützen. Dann versucht ihr euch mit der Hüfte nach hinten und mit der Brust nach vorn zu bewegen. Haltet das Ganze pro Seite ein paar Sekunden und wiederholt es nach Lust und Laune.

Gesaeßmuskulatur

Übung 3

Da wir im Golf viel in einer vorgebeugten Position arbeiten, welche man gegen eine Seitenbeuge in der Rotation tauscht, ist es essentiell, die dafür genutzte Rumpfmuskulatur im Anschluss etwas zu öffnen. Dafür stellt ihr einen Fuß hinter den anderen, stützt euch mit einem Arm auf einem Schläger ab und versucht, mit dem anderen Arm und dem Bein einen großen Bogen zu erzeugen. Haltet für einige Sekunden.

Rumpfmuskulatur

Übung 4

Diese Übung ist so simpel, wie sie aussieht. Macht eure Arme lang und versucht, den Oberkörper so weit wie möglich in Richtung Boden zu bringen. Greift mit euren Armen so weit wie ihr kommt an eure Füße. Richtet euch von hier aus langsam auf. Arme und Blick zeigen nun in Richtung Himmel. Der Rücken ist leicht überstreckt (Hohlkreuz). Haltet beide Positionen für einige Sekunden.

Oberkörper

Übung 5

Stellt für diese Übung ein Bein leicht vor das andere, ohne dass bei dem hinteren die Ferse den Boden berührt. Nehmt den gegenüberliegenden Arm von dem vorderen Bein nach vorn und öffnet dann Thorax- und Brustmuskulatur. Atmet hier schön tief ein und versucht beim Ausatmen, noch ein paar extra Zentimeter weiter zu rotieren. Haltet für einige Sekunden.

Thorax- und Brustmuskulatur

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