
Scottie Scheffler gewinnt die Tour Championship 2026 nach einer 66 am Finaltag und sichert sich zum zweiten Mal den Fedexcup.
Scheffler holt drei Schläge auf
Scottie Scheffler hat die Tour Championship 2026 im East Lake Golf Club mit 16 unter Par gewonnen. Der Weltranglistenerste spielte am Sonntag eine 66 und fing Viktor Hovland noch ab. Der Norweger war mit drei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde gegangen, kam jedoch nur auf eine 72. Scheffler gewann mit 264 Schlägen und drei Schlägen Vorsprung. Hovland belegte mit 13 unter Par Rang zwei, Ryan Gerard folgte bei zwölf unter Par auf Platz drei.
Frühe Birdies verändern das Finale
Scheffler brauchte nicht lange, um seinen Rückstand zu verkürzen. Bereits nach 48 Minuten hatte er Hovland eingeholt. Zwei frühe Birdies brachten den Amerikaner zurück an die Spitze, während Hovland Schläge liegen ließ. Vor allem Schefflers Abschlag am Par 3 der zweiten Bahn setzte früh ein Zeichen: Der Ball verfehlte das Hole-in-one nur knapp. Danach entwickelte sich zwischen beiden ein direkter Kampf um die Führung.
Hovland verliert auf den zweiten Neun

Hovland und Scheffler wechselten sich auf den ersten neun Bahnen sowie zu Beginn der zweiten Hälfte an der Spitze ab. Die entscheidende Phase begann am Par 4 der 13. Bahn. Hovland spielte dort Bogey und verlor den Anschluss. Scheffler nutzte seine Chance, ohne sein Spiel unnötig zu forcieren. Ein weiteres Birdie an der 16 vergrößerte seinen Vorsprung auf zwei Schläge.
Die 17 bringt die Entscheidung
Hovlands Bogey an der 17 nahm dem Finale schließlich einen großen Teil seiner Spannung. Scheffler ging mit drei Schlägen Vorsprung auf das abschließende Par 5 und konnte dort kontrolliert auf Par spielen. Seine Schlussrunde enthielt sechs Birdies und zwei Bogeys. Mit der 66 schloss er das Turnier bei 16 unter Par ab und blieb damit drei Schläge vor Hovland.
Gerard wird Dritter

Ryan Gerard hatte nach Runden von 65 und 65 gemeinsam mit Hovland zur Halbzeit geführt. Auch nach der dritten Runde lag er mit 14 unter Par nur einen Schlag hinter dem Norweger. Am Sonntag konnte der Amerikaner dieses Tempo jedoch nicht halten. Eine 72 bedeutete zwölf unter Par und den alleinigen dritten Platz. Damit blieb er einen Schlag hinter Hovland und vier hinter Scheffler.
Hovland prägt die ersten drei Tage
Dass Scheffler am Sonntag überhaupt drei Schläge aufholen musste, lag vor allem an Hovlands konstantem Golf an den ersten drei Tagen. Der Norweger eröffnete mit 64 Schlägen, ließ eine 66 folgen und übernahm nach einer 65 am Samstag mit 15 unter Par die alleinige Spitze. Gerard lag zu diesem Zeitpunkt bei 14 unter Par. Scheffler startete dagegen mit Runden von 65, 67 und 66 in das Wochenende und ging bei zwölf unter Par in den Sonntag.
Scheffler nutzt seine Chance
Der Verlauf zeigte zugleich die Stärke des seit 2025 geltenden Formats. Anders als in früheren Jahren starteten alle 30 Teilnehmer bei Even Par. Die Position in der Fedexcup-Wertung brachte keinen Schlagvorsprung mehr. Entscheidend war allein das Ergebnis über 72 Löcher. Scheffler musste sich seinen Rückstand am Sonntag daher auf dem Platz zurückholen – und genau das gelang ihm.
Zweiter Fedexcup für Scheffler
Für Scheffler war es der zweite Gewinn des Fedexcup nach seinem Erfolg 2024. Zugleich verbuchte der 30-Jährige seinen 22. Titel auf der Pga Tour. Der Sieg in Atlanta war sein dritter Turniererfolg der Saison 2026. Bereits vor dem Finale hatte er die Fedexcup-Punktewertung angeführt und sich dadurch einen Bonus von 23 Millionen Dollar gesichert.
Zehn Millionen Dollar für den Sieger
Mit dem Sieg in East Lake kamen weitere zehn Millionen Dollar hinzu. Die Tour Championship verfügte 2026 über ein Preisgeld von 40 Millionen Dollar. Anders als der Bonus aus der Saisonwertung zählt dieses Geld seit diesem Jahr zum offiziellen Preisgeld der Pga Tour. Hovland erhielt für Platz zwei fünf Millionen Dollar, Gerard bekam als Dritter 3,705 Millionen Dollar.
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Scheffler überholt Woods beim Preisgeld
Der Erfolg hatte für Scheffler noch eine weitere Folge. Durch die zehn Millionen Dollar aus Atlanta stieg sein offizielles Karrierepreisgeld auf mehr als 130 Millionen Dollar. Damit löste er Tiger Woods an der Spitze dieser Statistik der Pga Tour ab. Der Vergleich der Summen bleibt allerdings von den stark gestiegenen Preisgeldern der vergangenen Jahre geprägt.
Neues Format prägt das Saisonfinale
Die Tour Championship wurde zum zweiten Mal ohne das frühere Starting-Strokes-System gespielt. Bis 2024 waren die Spieler abhängig von ihrer Position in der Fedexcup-Wertung mit unterschiedlichen Ergebnissen gestartet. Der Führende begann damals bei zehn unter Par. Seit 2025 starten alle Teilnehmer bei Even Par, und der Spieler mit dem niedrigsten Ergebnis nach vier Runden gewinnt Turnier und Fedexcup.
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Nur 30 Spieler schaffen es nach East Lake
Der Weg nach Atlanta blieb dennoch eng an die Saisonleistung gebunden. 70 Spieler qualifizierten sich für die Fedex St. Jude Championship, 50 kamen zur Bmw Championship weiter. Nur die besten 30 der anschließenden Fedexcup-Wertung erhielten einen Platz bei der Tour Championship. Damit blieb das Saisonfinale das kleinste Feld der Playoffs.
Kein Spieler aus Deutschland im Finale
Aus deutscher Sicht fand die Tour Championship 2026 ohne Beteiligung statt. Auch Österreich und die Schweiz waren im Feld der 30 Spieler nicht vertreten. Damit gab es beim Saisonfinale keinen Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum. Der Schwerpunkt aus europäischer Sicht lag unter anderem auf Hovland, Rory McIlroy, Matt Fitzpatrick, Robert MacIntyre, Tommy Fleetwood und Ludvig Åberg.
East Lake bleibt Bühne des Fedexcup-Finales
Der East Lake Golf Club gehört seit Jahren fest zum Saisonabschluss der Pga Tour. Seit 2005 findet die Tour Championship jedes Jahr auf dem traditionsreichen Platz in Atlanta statt. Der Club ist eng mit Bobby Jones verbunden und gilt als ältester Golfclub der Stadt. Der Kurs geht ursprünglich auf Tom Bendelow zurück, später arbeiteten unter anderem Donald Ross, Rees Jones und Andrew Green an seiner Gestaltung.
Ein Finale mit klarer sportlicher Aussage
Schefflers Erfolg schloss eine Saison ab, in der er bereits vor Atlanta die meisten Fedexcup-Punkte gesammelt hatte. Beim Saisonfinale half ihm diese Position sportlich jedoch nicht mehr. Er begann wie seine 29 Konkurrenten bei Even Par, lag vor dem Sonntag drei Schläge zurück und entschied das Turnier mit der niedrigsten Gesamtschlagzahl für sich. Die Tour Championship 2026 lieferte damit genau jene Konstellation, die das neue Format schaffen soll: Der Sieger des Turniers gewann zugleich den Fedexcup.
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