
USA vs. Europa: Wer gewinnt den Ryder Cup 2025? Der große Check mit täglich einer neuen Kategorie. Heute: Die Captains und ihre Vice-Captains.
Noch zweimal schlafen, dann ist es soweit. Am Freitag (26. September) beginnt der Ryder Cup 2025 in New York auf dem Bethpage Black Course. Und mit dem größten Schlagabtausch im Golf drängen sich die Fragen auf: USA oder Europa? Wer gewinnt den diesjährigen Ryder Cup? Wer hat die besseren Chancen? Verteidigt Europa den Titel oder schlagen die USA zurück und gewinnen den Ryder Cup zurück?
Um diese Fragen zu beantworten, vergleichen wir bis zum Start des Ryder Cups jeden Tag beide Teams in einer Kategorie. Nach fünf Kategorien steht es 3:2 für die USA. Verglichen haben wir beide Teams bislang hinsichtlich folgender Kategorien: „Qualität & Formstärke der Spieler“, „Erfahrung und Erfolg der Spieler“, „Platz – wie gut liegt er den Spielern“, „Teamchemie“ und „Atmosphäre in New York“. Heute soll es in der abschließenden Kategorie um die Captains und ihre Vice Captains und deren Rolle beim Ryder Cup gehen.
Keegan Bradley und das junge Team USA
Angeführt von Captain Keegan Bradley (39), geht das US-amerikanische Captains-Team nicht nur fast komplett verändert gegenüber der Schmach von Rom in den Ryder Cup in New York, sondern auch deutlich verjüngt. Einzig Jim Furyk (heute 55) war schon 2023 unter Zach Johnson dabei, ansonsten hat Bradley alle Vice-Captains ausgetauscht.
Anstelle von Steve Stricker, Davis Love III, Fred Couples und Stewart Cink sind in New York Kevin Kisner (41), Webb Simpson (40), Brandt Snedeker (44) und Gary Woodland (41) dabei. Damit fällt das Durchschnittsalter des Captains-Teams um mehr als zehn Jahre von 54,6 (2023) auf 43,3 Jahre.
Team USA und die miserable Bilanz beim Ryder Cup
Klar ist auch: Die Verjüngung geht auf Kosten der Erfahrung. Insgesamt waren die Captains der US-Amerikaner von Rom bereits vor dem Ryder Cup 2023 entweder als Spieler oder als Captain bei 31 Ryder Cups dabei gewesen, auch wenn insgesamt nur neun Siege dabei heraussprangen. Bradley und sein Team kommen gerade einmal auf 18 Ryder-Cup-Teilnahmen, davon gehen elf allein auf das Konto von Furyk.
Insgesamt endeten zudem nur drei der 18 Teilnahmen siegreich. Sowohl Bradley als auch Simpson verloren alle Ryder Cups, in denen sie spielten. Für Kisner und Woodland ist es der erste Ryder Cup überhaupt. Weder als Spieler noch in einer Funktion als Captain waren sie zuvor dabei gewesen. Auch für Bradley, Simpson und Snedeker ist es zumindest als Captain der erste Auftritt. Einzig Jim Furyk hat in dieser Rolle bereits Erfahrung.
Luke Donald und Co. kommen mit Erfahrung und Erfolg
Ganz anders ist die Situation bei den Europäern, die mit einem nahezu identischen Captains-Aufgebot nach New York fahren wie nach Rom. Ausgetauscht wurde wie bei den Spielern nur eine Person. Anstelle des Belgiers Nicolas Colsaerts hat Luke Donald (47) den Schweden Alex Norén (43) berufen, der 2018 zum siegreichen Team in Paris gehörte.
Neben ihm sind sowohl die italienischen Molinari-Brüder Francesco (42) und Edoardo (44) als auch der Däne Thomas Bjørn (54) und die spanische Ryder-Cup-Legende José María Olazábal (59) wieder mit dabei und bringen reichlich Erfahrung ins Team. Zusammen kommen die fünf Männer, die das europäische Team anführen, auf 33 Ryder-Cup-Teilnahmen. Noch viel beeindruckender aber ist: 27 dieser Teilnahmen wurden gewonnen. Chef Luke Donald und die Molinaris sind sogar ungeschlagen.
Einen ausführlichen Bericht über jeden einzelnen der europäischen Captains lest ihr hier:
Klarer Punkt für Team Europa
So viel jedenfalls steht fest: Luke Donald und sein Team bringen nicht nur Erfahrung und Routine mit, sondern haben bereits gezeigt, dass sie zusammen einen Ryder Cup gewinnen können – auch als Underdog. Jedes Wort, das man zudem von den Spielern über Donald und Co. hört, ist ausschließlich positiv und voller Respekt. Das spricht für ein starkes Vertrauensverhältnis. Dieser Punkt geht ganz klar an Europa: USA 3:3 Europa
Unentschieden: Und nun?
Da stehen wir jetzt also nach sechs verglichenen Kategorien mit einem 3:3 und sind so schlau wie vorher. Eine Prognose abzugeben, wer mit dem Titel nach Hause geht, scheint wahnsinnig schwer. Die USA punkten mit ihrer Qualität und dem Heimvorteil, Europa mit der Erfahrung und dem Teamspirit. Die Erkenntnis aber ist, dass wir trotz all der Statistiken und Daten, die für die Amis sprechen, einen Ryder Cup in den USA bekommen könnten, der womöglich so offen ist wie lange nicht mehr. Um aber, was das Ergebnis betrifft, einen endgültigen Sieger präsentieren zu können, haben wir morgen (Donnerstag, 25. September) noch zwei Kategorien für euch, die mit dem rein Sportlichen zwar wenig zu tun haben, als Tiebreaker aber eine Entscheidung herbeiführen sollen. Seid gespannt!
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