
Cameron Young gewinnt in Sawgrass nach spätem Führungswechsel, Matti Schmid bester Deutscher, Sepp Straka erreicht Rang acht.
Titelkampf kippt auf den letzten Löchern
Cameron Young hat The Players Championship 2026 gewonnen und damit den größten Erfolg seiner Karriere auf der PGA Tour gefeiert. Der Amerikaner kam im TPC Sawgrass auf 13 unter Par, spielte am Sonntag eine 68 und setzte sich mit einem Schlag vor Matt Fitzpatrick durch. Xander Schauffele belegte mit 11 unter Par Rang drei, Robert MacIntyre wurde Vierter mit 10 unter Par.
Åberg verliert die Kontrolle
Lange sah es nach einem Sieg von Ludvig Åberg aus. Der Schwede ging mit drei Schlägen Vorsprung in den Sonntag und lag auch nach neun Löchern noch vorn. Dann brach seine Runde an zwei Löchern ein. Auf der 11 kassierte Åberg ein Bogey, auf der 12 ein Doppelbogey. Am Ende fiel Åberg mit einer 76 auf Rang fünf zurück.
Cameron Young trifft im richtigen Moment
Young gewann nicht mit einer spektakulären Serie, sondern mit einer ruhigen Schlussphase. Er arbeitete sich aus vier Schlägen Rückstand heran, blieb auf den Back Nine stabil und glich mit einem Birdie an der 17 aus. An der letzten Bahn reichte dem 28-Jährigen dann ein Par zum Sieg.
Fitzpatrick verpasst das Stechen
Für Matt Fitzpatrick blieb Rang zwei, obwohl er auf den letzten Löchern noch beste Chancen auf den Titel hatte. Er spielte das Bogey an der 18, nachdem sein Abschlag deutlich nach rechts geraten war. Mit einem gut zweieinhalb Meter Par-Putt hätte er sich noch in ein Stechen retten können. Der Versuch lief jedoch rechts vorbei.
Sawgrass erzwingt Entscheidungen
Der Stadium Course prägte den Verlauf dieses Turniers erneut deutlich. Nicht eine frühe Birdie-Serie entschied die Woche, sondern die Phase, in der der Platz die klarsten Schläge verlangt. Gerade auf den Löchern 11 bis 18 kippte das Turnier mehrfach. Åberg verlor dort die Führung, Fitzpatrick verlor dort das Stechen, und Young gewann dort mit dem Birdie an der 17 den entscheidenden Moment.
Schauffele bleibt in Schlagdistanz
Xander Schauffele beendete das Turnier mit einer 69 auf Rang drei bei 11 unter Par. Dahinter folgte Robert MacIntyre mit 10 unter. Auf Rang fünf landeten Jacob Bridgeman, Sudarshan Yellamaraju und Ludvig Åberg. Justin Thomas, Tommy Fleetwood und Sepp Straka teilten sich Rang acht bei 8 unter Par.
McIlroy und Scheffler ohne Zugriff
Aus Sicht der großen Namen blieb der Sonntag ohne späten Angriff von Rory McIlroy und Scottie Scheffler. McIlroy kam als Titelverteidiger auf Even Par und teilte Rang 46. Scheffler, Sieger der Jahre 2023 und 2024, beendete die Woche bei 5 unter Par auf T22. Beide blieben damit weit von der Spitze entfernt.
Straka liefert das beste DACH-Ergebnis
Aus deutschsprachiger Sicht stand Sepp Straka im Mittelpunkt, und der Österreicher bestätigte seine starke Form. Er eröffnete mit einer bogeyfreien 67 und lag damit zunächst in geteilter Führung. Nach Runden von 70 und 72 hielt er sich bis Sonntag in den Top 10. Die Schlussrunde brachte ihn auf 8 unter Par und auf Rang T8. Damit war Straka klar der beste Spieler aus dem DACH-Raum.
Schmid bleibt bester Deutscher
Matti Schmid war der beste Deutsche im Feld. Er spielte Runden von 70, 73, 71 und 74 und kam damit auf Even Par. Das reichte für Rang T46. Die Schlussrunde brachte keine Bewegung mehr in Richtung Top 30. Im Endklassement stand derselbe Rang wie bei Rory McIlroy.
Jäger verliert am Sonntag deutlich
Stephan Jäger ging nach einer starken 69 am Samstag mit einer verbesserten Ausgangslage in den Finaltag. Die Fortsetzung gelang jedoch nicht. Mit einer 78 fiel er auf 5 über Par zurück und beendete das Turnier auf Rang T62.
Bedeutung des Sieges vor Augusta
Für Cameron Young dürfte dieser Titel weit über Preisgeld und Weltranglistenpunkte hinausreichen. Es ist sein bisher größter Sieg auf der PGA Tour und zweiter Titel auf der PGA Tour. Gerade weil Young das Turnier nicht von vorn kontrollierte, sondern in der Druckphase übernahm, bekommt dieser Sieg sportliches Gewicht. Vor dem Masters rückt er damit stärker in den Kreis der Spieler, die eine enge Schlussrunde auf höchstem Niveau nachweislich zu Ende spielen können. Das ist keine Garantie für Augusta, aber ein klares Signal.
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