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Hase auf Wiese

Grüner Golfen

Man kann sie in den Clubhäusern und auf den Websites von immer mehr Golf Clubs finden – die Zertifikate von „Golf & Natur”. Wir klären auf, wofür diese Auszeichnungen stehen und warum es sich lohnt, in „Golf & Natur”-zertifizierten Clubs zu spielen.

Neben der sportlichen Herausforderung ist die Freude am Naturerlebnis für viele Golfer der Hauptgrund, warum sie den Golfsport lieben. Kein Wunder also, dass zahlreiche Golfanlagen regelrechte Landschaftsbiotope sind, in denen man auf Hasen, Igel, Fledermäuse und so manche seltene Vogel- und Insektenart trifft. Um dem Thema Umweltschutz auf Golfplätzen noch mehr Gewicht zu verleihen, hat der Deutsche Golf Verband (DGV) vor mehr als 20 Jahren ein Umweltprogramm gestartet. Während dieses sich in den Anfangsjahren noch darauf beschränkte, ökologisch vorbildliche Golfanlagen als „Best Practice”-Beispiele auszuzeichnen, ist es unter dem Namen „Golf & Natur” seit 2005 zu einem umfassenden Qualitätsmanagementprogramm für die umweltgerechte Führung und Entwicklung von Golfanlagen gewachsen. Auch das Bundesamt für Naturschutz und der Greenkeeper Verband Deutschland (GDV) haben bei der Ausarbeitung des Programms unterstützt. Seit 2008 ist zudem die DQS GmbH (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) als neutraler Gutachter bei „Golf & Natur” mit an Bord.

Golf & Natur Mitglieder vor neuem Insektenhotel
Golf-Club Main-Taunus (Foto: Golf-Club Main-Taunus)

Sport und Natur im Einklang

„Mit dem Programm sollen optimale Bedingungen für den Golfsport mit dem größtmöglichen Schutz der Natur verbunden werden”, sagt Marc Biber, Teamleiter im Bereich Umwelt und Platzpflege beim DGV. Rund ein Viertel aller Golfanlagen in Deutschland wurden bereits durch „Golf & Natur” zertifiziert – Tendenz steigend. Denn die Golf Clubs profitieren in mehrfacher Hinsicht von dem Programm: Zum einen hilft es ihnen, bei der gestiegenen Zahl an Richtlinien, Verordnungen und Auflagen in Sachen Umwelt- und Arbeitsschutz den Durchblick zu behalten. „Unser Managementprogramm weist einen Weg durch dieses gesetzgeberische Dickicht und verhilft den haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen zu mehr Rechtssicherheit”, sagt Marc Biber. Zum anderen unterstützt „Golf & Natur” die Golfanlagen dabei, die Platzpflege sowie das Wassermanagement umwelt- und standortgerecht zu optimieren und gegebene landschaftstypische Besonderheiten positiv hervorzuheben. Golfplatz-Betreiber können so Ressourcen und Kosten einsparen, während die Golfer sich über top gepflegte Rasenflächen und eindrucksvolle Naturlandschaften auf den Plätzen freuen. Für die Golfanlagen kann eine „Golf & Natur”-Zertifizierung also zum echten Image- und Wettbewerbsvorteil werden.

Insektenhotel - Grüner Golfen
Golf Club Wiesensee (Foto: Golf Club Wiesensee)

Clubs setzen eigene Ziele

Geschenkt gibt es das Zertifikat jedoch nicht – Clubs, die eine „Golf & Natur”-Auszeichnung erhalten möchten, müssen zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme ihrer Golfanlage machen. Dafür gilt es, einen 50-seitigen Fragenkatalog zu Themen wie Flora und Fauna, Pflegemaßnahmen, Ressourceneinsatz und Einhaltung der gesetzlichen Umwelt- und Arbeitsschutzmaßnahmen abzuarbeiten. Sind alle Fakten dokumentiert, wird ein Entwicklungsplan erstellt, in dem der Golf Club neben bestimmten Basisanforderungen individuelle Ziele und Maßnahmen für eine umweltverträgliche Entwicklung festlegt. „Bei Golf & Natur geht es ja nicht darum, dass der DGV vorbeikommt und vorgibt, was genau gemacht werden muss”, betont „Golf & Natur”-Auditor Dr. Gunther Hardt. „Es geht vielmehr darum, sich eigene Ziele zu stecken und eigene Vorstellungen in die Tat umzusetzen”. Das können zum Beispiel Artenschutzmaßnahmen wie das Aufstellen von Insektenhotels und das Anlegen von Kräuterwiesen sein, aber auch die Reduzierung von Düngemitteln, die Verbesserung der Grün-Qualität oder der Bau eines Maschinenwaschplatzes. Bei der Umsetzung der Maßnahmen werden die Golf Clubs durch Fachberater des DGV unterstützt. Erfüllt eine Golfanlage innerhalb von zwei Jahren mindestens 15 der 25 Basisanforderungen des Programms, erhält sie das „Golf & Natur”-Zertifikat, das es in drei Auszeichnungsstufen gibt: „Bronze” bei mindestens 15 Punkten, „Silber” bei mindestens 20 und „Gold” bei 25 Punkten. Nach weiteren zwei Jahren erfolgt ein Re-Audit um sicherzustellen, dass der ausgezeichnete Qualitätsstandard erhalten bleibt.

Engagement für die Umwelt

Golf & Natur Abzeichen GoldVon den bisher zertifizierten 162 Golfanlagen wurden 83 mit „Gold” ausgezeichnet, 44 mit „Silber” und 35 mit „Bronze”. Zudem kommen jedes Jahr neue Golf Clubs hinzu. Falls Ihr Heimatclub noch nicht am Programm teilnimmt, regen Sie das doch mal beim Vorstand an – und werden Sie vielleicht sogar Teil der Arbeitsgruppe, die sich um die Bestandsaufnahme und die Erstellung eines Entwicklungsplans kümmert. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine blühende Zukunft Ihres Golfplatzes!