
Der Nordire schreibt Geschichte und sicherte sich mit einem beeindruckenden Sieg bei der DP World Tour Championship seinen sechsten Race to Dubai-Titel und zieht damit mit der Golflegende Seve Ballesteros gleich.
Auf dem Earth Course des Jumeirah Golf Estates setzte sich McIlroy im finalen Rolex Series Event der Saison 2024 mit zwei Schlägen Vorsprung vor dem Dänen Rasmus Højgaard durch. Es war ein spannendes Duell, das die Zuschauer an ihr packendes Aufeinandertreffen bei der Amgen Irish Open im September erinnerte. Damals hatte Højgaard die Oberhand behalten, doch diesmal war McIlroy nicht zu stoppen.
Entscheidende Schläge in der Schlussphase
Mit einem sensationellen Annäherungsschlag an Loch 16, der ihm ein Tap-In-Birdie ermöglichte, setzte McIlroy ein deutliches Zeichen. Den krönenden Abschluss bildete ein weiteres Birdie am 18. Loch, das seinen Gesamtscore auf 15 unter Par (273 Schläge) brachte. McIlroys Schlussrunde von 69 Schlägen (-3) sicherte ihm seinen dritten Titel bei der DP World Tour Championship nach 2012 und 2015.
„Ich bin unglaublich stolz, meinen sechsten Race to Dubai-Titel gewonnen zu haben“, sagte McIlroy nach dem Turnier. „Seve Ballesteros war eine Inspiration für uns alle. Ihm in dieser Hinsicht gleichzukommen, ist eine große Ehre.“
Højgaard beeindruckt, McIlroy siegt
Højgaard, der seinen Bruder Nicolai nachahmen wollte, der 2023 die DP World Tour Championship gewann, zeigte eine solide Leistung. Nach einem Bogey am ersten Loch kämpfte er sich mit Birdies an der 2 und 7 wieder zurück und blieb bis zur Schlussphase McIlroys ärgster Verfolger. Doch während McIlroy auf den letzten drei Löchern zwei Birdies notierte, gelang Højgaard kein weiterer Schlaggewinn. Mit einer 71er-Runde (-1) und einem Gesamtergebnis von 13 unter Par belegte der Däne den zweiten Platz.
Sein starkes Abschneiden hatte dennoch eine große Belohnung: Højgaard sicherte sich nicht nur den zweiten Platz in der Race to Dubai-Wertung, sondern auch eine von zehn begehrten PGA TOUR-Karten.
Südafrikaner Lawrence ohne Chance
Der einzige Spieler, der McIlroy noch hätte vom Race to Dubai-Thron stoßen können, war Thriston Lawrence. Doch der Südafrikaner spielte mit einem Gesamtscore von -1 (T30) weit hinter den Erwartungen und war kein ernsthafter Konkurrent für den Nordiren.
Eine Saison der Konstanz
Mit sechs Race to Dubai-Titeln steht McIlroy nun auf einer Stufe mit Ballesteros. Der nächste Rekord liegt jedoch bereits in Reichweite: Colin Montgomerie hält mit acht Titeln die Bestmarke. „Ich möchte noch viele Jahre auf höchstem Niveau spielen und meine Ziele weiter verfolgen“, sagte McIlroy.
PGA Tour-Karten vergeben
Neben Højgaard qualifizierten sich neun weitere Spieler über die Race to Dubai-Wertung für die PGA TOUR. Darunter sind bekannte Namen wie Thriston Lawrence, Paul Waring und Matteo Manassero, aber auch neue Gesichter wie Jesper Svensson und Rikuya Hoshino.
Für McIlroy endet die Saison 2024 mit einem emotionalen Höhepunkt. Sein Triumph in Dubai war nicht nur ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere, sondern auch ein Beweis für seine ungebrochene Dominanz im europäischen Golfsport.
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