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Armitage julius allzeit - Porsche European Open Rückblick – Armitage bezwingt vor Fans das Green Monster

Porsche European Open Rückblick – Armitage bezwingt vor Fans das Green Monster

Mit den Porsche European Open ist das erste von zwei deutschen European Tour Events in diesem Jahr spektakulär zu Ende gegangen. Zum ersten Mal seit rund anderthalb Jahren waren wieder Fans bei einem Turnier der höchsten europäischen Tour zugelassen. Mit einer fulminanten Schlussrunde am Montag gewann Engländer Marcus Armitage zum ersten Mal in seiner Karriere auf der European Tour. GOLF’n’STYLE war für Euch so nah dran wie nie zuvor, um euch täglich im Porsche European Open Morningbriefing mit den wichtigsten und spannendsten Infos zu versorgen.

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Sven Hanfft und Hinnerk Baumgarten (© mal)

TAG 1 (Samstag, 05. Juni)

Eigentlich wäre an diesem Tag Moving-Day gewesen, die Hälfte der Spieler, die am Cut scheiterten, bereits abgereist. Doch durch die Virus-Variante Großbritanniens kam alles anders: 41 Spieler, 70 Caddies und 160 Mitarbeiter von Tour Productions mussten sich zehn Tage vor Anreise außerhalb Großbritanniens aufhalten und waren dadurch in Dänemark (Austragungsort des Vorwochenevents) „geparkt“. Die Konsequenz: das Turnier wurde auf drei Tage verkürzt und auf die Tage Samstag, Sonntag und Montag verschoben. Immerhin: 2000 Fans durften pro Tag auf die Anlage der Green Eagle Golf Courses.

An unserem Plan änderte die Situation nichts: Unser täglicher Spezial-Podcast das Porsche European Open Morningbriefing“, moderiert von Hinnerk Baumgarten und Golf-Experte Sven Hanfft, erschien ab Samstag täglich um 7 Uhr morgens. Field Reporter Julius Allzeit war unser Mann vor Ort. In der „Bubble“ wohnte Julius mit Spielern und Caddies gemeinsam in Hamburg im Hotel und begleitete sie vom Abschlag der Einspielrunde am Donnerstag bis zum letzten Putt am Montag, sprach mit ihnen, interviewte sie und fing die Stimmung ein.

Und eben diese Stimmung kam natürlich besonders in den beiden „Star-Flights“ auf. Um 8 Uhr starteten Maximilian Kieffer, Vorwochensieger Bernd Wiesberger und Titelverteidiger Paul Casey an Tee Nummer 10. Um 13 Uhr folgte der nächste Top-Flight um Martin Kaymer, Henrik Stenson und Abraham Ancer. Nach 18 gespielten Löchern schaffte es allerdings kein Spieler aus den beiden Flights eine Par-Runde oder besser zu spielen. Dabei hatte es vor allem für Martin Kaymer lange gut ausgesehen. Nach zwölf Löchern lag der 36-Jährige bei -2 für die Runde. Dann ertönte das Horn: Wetterunterbrechung. „Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für das Momentum“, wie er nach der Runde verrät. Drei Bogeys auf den Löchern 14,15 und 16 bescherten im eine 73. Auch der stets gut gelaunte Titelverteidiger Paul Casey fand ein paar Worte nach der Runde: „Ein harter Tag auf dem Golfplatz!“ Casey spielte eine 75. In Führung lag nach Tag eins Thomas Detry mit -4. Und so ging nach Wetterunterbrechung ein langer Tag zu Ende.

TAG 2 (Sonntag, 06. Juni)

Der Sonntag begann da, wo der Samstag aufgehört hatte: Mit einem Martin Kaymer, der Probleme hatte und seinen ersten Abschlag (Tee 10) direkt ins Wasser schlug. Auch der Rest der Gruppe tat sich schwer und so scheiterten neben Kaymer (+6) auch Abraham Ancer (+8) und Henrik Stenson (+10) am Cut, von dem Ancers Caddie Dale Vallely bis nach der Runde nichts wusste: „Ich dachte es gibt diesmal keinen Cut und wir spielen morgen auf jeden Fall noch eine dritte Runde.“ Doch dem war nicht so. Besser machte es indes der Flight um Paul Casey, der nach einer 69 bei Even/Par liegend sicher den Cut überstand. Auch Max Kieffer (+3) spielte sich durch einen Birdie am letzten Loch in den Finalmontag, ebenso wie Bernd Wiesberger (+2).

Neben Max Kieffer schafften mit Bernd Ritthammer, Sebastian Heisele und Marcel Schneider auch drei weitere Deutsche den Cut, wobei Schneider mit -1 die beste Ausgangslage für den Finaltag hatte. In Führung lagen geteilt bei -5 Matthew Southgate und Maverick Antcliff.

Tag 3 (Finalmontag, 07. Juni)

Auch am Finaltag starteten die Spieler sowohl von Tee 1, als auch von Tee 10. Die besten unter ihnen zum Schluss von Tee 1. Und während es zu Beginn noch so aussah, als könnte der Sieger entweder Edoardo Molinari, Maverick Antcliff oder Matthew Southgate heißen, pirschte sich einer allmählich aus dem Schatten heran und übernahm die Führung: Ein Spieler, der in den Finaltag mit -1 gestartet war, noch nie ein European Tour Event gewann und Marcus Armitage heißt. Der Engländer spielte eine bärenstarke 65, inklusive eines Eagle Hole-Outs an der Bahn 7. Doch sollte das reichen, um die Porsche European Open zu gewinnen?

Es war ungefähr 14.15 Uhr als ein sichtlich nervöser Marcus Armitage im Sekundentakt die umherstehenden Journalisten fragte: „Gibt es schon etwas Neues? Was macht Southgate?“ Der 33-jährige Engländer hatte zu dem Zeitpunkt seine Runde bereits hinter sich gebracht, vier weitere Flights, die nach ihm starteten, waren auch schon durch. Nur eine Gruppe fehlte noch: Diejenigen, die als Führungs-Flight in den Finaltag gestartet waren und neben Darius van Driel und Maverick Antcliff aus besagtem Matthew Southgate bestand. Er war der Einzige der Armitage seinen ersten Titel auf der European Tour noch streitig machen konnte – zumindest realistisch betrachtet. Denn Southgate lag mit -7 am Abschlag der 18 nur einen Schlag zurück. Und die 18? Ein Par 5! Ein Birdie? Keinesfalls unmöglich!

Und so stand Armitage auf der Driving Range, um sich für ein mögliches Playoff vorbereiteten. Doch Southgate zeigte Nerven und schlug seinen Abschlag ins Wasser. Damit war klar: Marcus Armitage, den vor dem Finaltag niemand so wirklich auf dem Zettel hatte, gewinnt die Porsche European Open 2021. Ein Sieg, den sich der Mann aus der Nähe Manchesters redlich verdient hatte. Eine 65 Schlussrunde auf einem Platz, auf dem in diesem Jahr ohnehin nur 24 Spieler ein „unter Par-Ergebnis“ mit ins Clubhaus brachten, bedeutete am Ende ein zwei Schläge Vorsprung (-8) auf die geteilten Zweiten Matthew Southgate, Darius van Driel, Edoardo Molinari und Thomas Detry (alle -6).

Als auch Armitage klar war, dass gerade seit Kindheitstraum in Erfüllung gegangen war, ließ er seinen Emotionen freien Lauf. Mit Tränen in den Augen erzählte der 33-Jährige von dem Verlust seiner Mutter in jungen Jahren, von den Selbstzweifeln, die ihm gekommen waren und davon wie viel ihm dieser Sieg persönlich bedeuten würde. Und dann wurde es noch emotionaler: Die Offiziellen hatten seine Verlobte über Facetime angerufen, die gemeinsam mit dem Hund vor der Kamera wartete und sich riesig mit ihrem zukünftigen Ehemann freute.

Dass der Engländer die Porsche European Open gewinnen würde, konnte er selber kaum glauben: „Ich habe in einer Einspielrunde noch nie so viele Bälle verloren“, erzählte Armitage im Anschluss an das Turnier lachend, „am Freitag war ich mir sicher, dass ich hier am Cut scheitern würde.“ Doch stattdessen wird der 33-Jährige in zwei Wochen an den U.S. Open teilnehmen und sich mit den besten Spielern der Welt messen.

Auch aus deutscher Sicht nahm der Finaltag zum Schluss noch einen freudigen Verlauf. Marcel Schneider landete nach einer 70 bei -3 auf dem geteilten siebten Platz. Sebastian Heisele wurde 29., Max Kieffer 45. Und Bernd Rithammer 60. Die beiden Österreicher Bernd Wiesberger und Matthias Schwab belegten den 40. und 45. Platz. Titelverteidiger Paul Casey wurde nach einer starken Schlussrunde von 68 Schlägen Sechster.

Und so ging das seit langer Zeit erste European Tour Turnier mit Zuschauern zu Ende, dass nicht nur für Veranstalter U.COM und die Sponsoren Porsche und TAG Heuer ein riesen Erfolg war, sondern wie uns Turnierdirektor und U.COM-Chef Dirk Glittenberg verriet, auch für die Behörden und das Gesundheitsamt voll nach Plan verlief.

Alle Folgen des Porsche European Open Morningbriefings könnt ihr natürlich jeder Zeit hören. Los geht’s!

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