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Frau steht auf dem Golfplatz mit Golfschläger

Ich & mein Holz – Ryder-Cup-Begeisterung

Golf im TV? Extrem langweilig! So dachte ich zumindest, bis ich das erste Mal bei einer Übertragung des Ryder Cups hingeschaut habe …

Sie haben bestimmt schon mal eines der Profi-Turniere im Fernsehen gesehen. Wenn Sie Golfer sind, macht es Ihnen sicherlich Spaß, stundenlang und in entspannter Atmosphäre den wahren Profis zuzuschauen.  Wenn Sie aber – wie ich noch vor einigen Jahren – nicht golfbegeistert sind, dann hallelujah! Sonntags und gern auch mal am Donnerstag, Freitag oder Samstag in den späten Abendstunden zieht mein Mann sich diese PGA-Events stundenlang rein. Für mich kam das anfangs einem Stummfilm ohne Untertitel gleich, bei dem leider die Handlung fehlt. Ein wirklich einschläfernder Kommentator und null Action – da ist ja jedes Fußballspiel interessanter! Nicht nur, dass der Golfsport mich nicht so ansprach – jetzt wurde auch noch das häusliche Entertainment mit diesen extrem langweiligen TV-Übertragungen geflutet! Ja, so dachte ich noch vor ein paar Jahren über Golf im Fernsehen?… bis eines Tages der Ryder Cup lief.

Irgend so ein Golfturnier in Schottland …

Von meinem Mann und meinem ebenfalls golfenden Sohn wurde ich dann aufgeklärt, dass dieser Cup das alle zwei Jahre stattfindende Highlight der europäischen und US-amerikanischen Golfelite ist,  bei dem die Golfmannschaften in verschiedenen Modi aufeinandertreffen. Für mich hörte sich das aber erstmal nicht spannender an als alle anderen Turniere. Man traf sich in Schottland, Heimvorteil also, was ich als überzeugte Europäerin nachvollziehen konnte. Die ersten zwei Tage lang lief die Fernseh-Übertragung bei uns so nebenbei. Ich hörte ab und zu mal aufkommenden Applaus und gelegentlich den Zwischenruf „In the hole”, ansonsten fand ich Fernsehkonsum tagsüber ohnehin blöd. Um von meiner Familie nicht völlig isoliert zu sein, setzte ich mich an Tag drei, einem  Samstag, dann einfach dazu und wollte ein gutes Buch lesen. Je öfter ich aber ab und zu über mein Buch lugte und den Matches in Gleneagles in Schottland folgte, desto interessanter fand ich es. Das gab ich aber natürlich nicht zu. Bald führte Europa im Gesamtranking und vier Teams jeder Mannschaft spielten gegeneinander. Ein paar Namen kannte ich schon vom Hörensagen – wie Rory McIlroy und Sergio Garcia oder auch Martin Kaymar, den deutschen Vertreter im Team Europa. Auch Ricky Fowler und Dustin Johnson vom Team USA waren mir ein Begriff. Jetzt hatte ich aber endlich auch mal die Gesichter vor Augen! Die Jungs waren gut gebaut, schick angezogen und zeigten eine richtig gute Performance. Dabei dachte ich immer, die Profis wären alle etwas älter und leicht dicklich?…

Ist ja doch ganz interessant, dieser Ryder Cup!

Was soll ich sagen, plötzlich fand ich es richtig spannend, wie Europa die USA da abzog. Loch um Loch wurde gekämpft, one up, two up, all square?… Tja, ich lernte schnell (wenigstens am Fernseher, wenn schon nicht auf dem Golfplatz?). Am Abend freute ich mich darüber, dass die Europäer ihren Vorsprung ausgebaut hatten und beschloss, am nächsten Tag unbedingt die anstehenden Einzel zu sehen. Wer hätte das gedacht! Als Martin Kaymar dann am Sonntag in seinem Einzel gegen Babba Watson den Sack für Europa zumachte, freute ich mich riesig! Und nein, ich hing von da an trotzdem nicht dauernd vor dem Fernseher und schaute Golf, denn richtig spannend ist eben nur der Ryder Cup. Obwohl eine etwas spritzigere Moderation die eine oder andere Turnierübetragung sicherlich enorm aufpeppen könnte. Ist aber nur so eine Idee?…

Gleneagles Golf Schottland
Die schöne Anlage von Gleneagles in den schottischen Highlands kann sich als Austragungsort des Ryder Cups sehen lassen. Ein Hingucker sind aber auch die zum Teil sehr athletischen Golfprofis, die sich hier während des Turniers tummeln. (Foto: cornfield/Shutterstock.com)