
Matt Fitzpatrick setzt sich bei der FedEx Open de France durch. Marcel Siem beendet das Turnier als bester Deutscher auf Rang 14.
Fitzpatrick bringt den Vorsprung ins Ziel
Matt Fitzpatrick hat die FedEx Open de France 2026 auf dem Albatros Course im Le Golf National gewonnen. Der Engländer ging mit fünf Schlägen Vorsprung in die Finalrunde und benötigte am Sonntag 70 Schläge. Mit insgesamt 264 Schlägen und 20 unter Par gewann er drei Schläge vor dem Spanier Angel Hidalgo. Für Fitzpatrick war es der elfte Titel auf der DP World Tour. European Tour
Der 32-Jährige musste am Finaltag allerdings länger auf sein erstes Birdie warten. Während Fitzpatrick auf seinen ersten zwölf Löchern ausschließlich Pars notierte, rückte Eugenio Chacarra zwischenzeitlich bis auf zwei Schläge heran. Fitzpatrick hielt seinen Score mit mehreren Par-Rettungen zusammen und nutzte dann die 13 für sein erstes Birdie. Ein weiterer Schlaggewinn an der 15 verschaffte ihm wieder Abstand zur Konkurrenz. Erst am Schlussloch kassierte er sein zweites Bogey der gesamten Woche. European Tour
Hidalgo spielt sich auf Rang zwei
Angel Hidalgo sicherte sich mit einer 67 am Sonntag den alleinigen zweiten Platz. Der Spanier kam nach Runden von 67, 66, 67 und 67 Schlägen auf 17 unter Par. Vor allem auf den letzten fünf Löchern verbesserte er seine Position mit drei Birdies.
Damit löste Hidalgo zugleich sein Ticket für The Open 2027 in St Andrews. Bei der FedEx Open de France wurde ein Startplatz für den bestplatzierten Spieler vergeben, der noch nicht für die 155. Open Championship qualifiziert war und den Cut geschafft hatte. Die französische Meisterschaft gehörte damit erstmals seit 2018 wieder zur Open Qualifying Series.
Vier Spieler teilen Rang drei
Hinter Hidalgo folgte bei 15 unter Par eine Vierergruppe. Matthieu Pavon, Tom Vaillant, Eugenio Chacarra und Kristoffer Reitan beendeten das Turnier gemeinsam auf Rang drei. Pavon machte dabei am Sonntag den größten Sprung. Der Franzose spielte eine 64 mit fünf Birdies und einem eingelochten Eagle an der dritten Bahn. Damit stellte er gemeinsam mit Dan Bradbury den niedrigsten Score der Finalrunde auf.
Vaillant hielt sich ebenfalls bis zum Ende im Vorderfeld. Ein Eagle an der 14 und ein Birdie an der 18 brachten ihn auf 15 unter Par. Damit standen mit Pavon und Vaillant zwei Franzosen gemeinsam auf Rang drei ihres National Open. FF Golf
Chacarras Angriff endet an der 13
Eugenio Chacarra hatte sich mit einer 62 am Samstag in den Kreis der Verfolger gespielt. Seine Runde war der niedrigste Score der ersten drei Turniertage. Am Sonntag begann der Spanier erneut offensiv und verkürzte Fitzpatricks Vorsprung zeitweise auf zwei Schläge.
Die 13 stoppte seinen Angriff. Chacarra musste nach einem Ball im tiefen Rough droppen, schlug anschließend ins Wasser und notierte ein Doppelbogey. Zwar antwortete er direkt mit einem Birdie an der 14, doch ein weiteres Bogey an der 15 nahm ihm die Chance auf den Sieg. Mit einer 69 und 15 unter Par teilte er Rang drei.
Marcel Siem fällt am Sonntag zurück
Marcel Siem war nach drei Runden der aussichtsreichste deutsche Spieler. Der Sieger der Open de France von 2012 hatte mit 69 und 64 Schlägen begonnen und nach einer 68 am Samstag bei zwölf unter Par gelegen. Damit startete er aus dem erweiterten Kreis der Verfolger in die letzte Runde.
Am Sonntag gelang es Siem nicht, diese Position zu halten. Seine 73 bedeutete zwei über Par für den Tag. Mit 274 Schlägen und zehn unter Par fiel er auf den geteilten 14. Rang zurück. Damit war er dennoch der bestplatzierte Deutsche bei der FedEx Open de France 2026.
Jeremy Paul und von Dellingshausen folgen
Jeremy Paul beendete das Turnier nach Runden von 69, 70, 67 und 71 Schlägen mit sieben unter Par auf dem geteilten 33. Platz. Ein Doppelbogey an der siebten Bahn kostete ihn am Sonntag früh Schläge, ehe er auf der zweiten Hälfte wieder Boden gutmachte.
Nicolai von Dellingshausen kam nach 70, 69, 70 und 69 Schlägen auf sechs unter Par und Rang 37. Yannik Paul konnte sich am Sonntag nicht mehr nach vorne spielen. Nach einer 72 beendete er das Turnier auf Rang 50.
Kim eröffnet mit einer 63
Titelverteidiger Michael Kim hatte die Woche zunächst geprägt. Der Amerikaner eröffnete mit einer bogeyfreien 63 und acht unter Par. Nach einer 68 am Freitag lag er weiterhin in Schlagdistanz, ehe Fitzpatrick das Turnier am Wochenende an sich zog.
Kim spielte am Samstag 70 und am Sonntag 69 Schläge. Mit 14 unter Par teilte er Rang sieben mit Guido Migliozzi und Brandon Stone. Tommy Fleetwood, Sieger der Open de France 2017, trat dagegen wegen einer Erkrankung nicht mehr zur dritten Runde an.
Drei starke Runden schaffen die Basis
Fitzpatrick hatte seinen Sieg vor allem in den ersten drei Runden vorbereitet. Nach einer 65 zum Auftakt spielte er am Freitag eine bogeyfreie 64 mit fünf Birdies und einem Eagle. Mit 13 unter Par übernahm er zur Halbzeit die Spitze.
Am Samstag folgte eine 65. Fitzpatrick spielte sieben Birdies und musste an der achten Bahn sein erstes Bogey der Woche hinnehmen. Mit 19 unter Par nach 54 Löchern führte er fünf Schläge vor Vaillant. Sein Ergebnis stellte nach Angaben der DP World Tour den 54-Loch-Turnierrekord von Seve Ballesteros aus dem Jahr 1985 ein.
Rückkehr auf den Albatros Course
Die FedEx Open de France kehrte 2026 nach einem Jahr Pause auf den Albatros Course im Le Golf National zurück. 2025 war das Turnier wegen der Arbeiten am Stammplatz im Golf de Saint-Nom-la-Bretèche ausgetragen worden. Dort hatte Michael Kim gewonnen.
Am Albatros Course waren vor der Rückkehr mehrere Bahnen verändert worden. Besonders betroffen waren die Löcher vier, fünf und sechs. Die Arbeiten standen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Pariser Metrolinie 18. Außerdem kamen 17 Bunker hinzu, weitere Grüns und Wasserhindernisse wurden angepasst.
Die nächsten Stationen der DP World Tour
Mit der FedEx Open de France begann der letzte Abschnitt der regulären Saison. Auf die Station in Frankreich folgen unter anderem die Alfred Dunhill Links Championship, die Open de España, die DP World India Championship und die Genesis Championship, ehe im November die Play-offs in Abu Dhabi und Dubai anstehen.
Fitzpatrick verbesserte sich mit seinem Sieg in Frankreich auf Rang neun des Race to Dubai. Bernd Wiesberger lag nach dem Turnier auf Rang elf. An der Spitze der Jahreswertung stand Patrick Reed vor Rory McIlroy und Eugenio Chacarra.
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