
U.S. Open 2026 beginnt mit Nebel, Wind und einem frühen Ausrufezeichen von Wyndham Clark. Der Champion von 2023 setzt sich in Shinnecock Hills vor der Unterbrechung ab. Matti Schmid erlebt dagegen einen schweren Start, während Sepp Straka seine Chancen wahrt.
Clark setzt ein Zeichen
Die U.S. Open 2026 liefert am ersten Spieltag sofort das, wofür Shinnecock Hills seit Jahrzehnten steht: wenig Komfort, viele Rechenaufgaben und ein Leaderboard, das noch lange offen bleiben wird. Nach einer langen Nebelunterbrechung am Morgen und dem späteren Abbruch wegen Dunkelheit liegt Wyndham Clark bei sechs unter Par nach 16 Löchern an der Spitze.
Damit setzt der U.S.-Open-Sieger von 2023 die erste Marke des Turniers. Zwar muss Clark seine Runde am Freitagmorgen noch beenden, dennoch prägt sein Auftakt den Tag sportlich. Vor allem in den später etwas ruhigeren Bedingungen nutzt er seine Chancen besser als die meisten Spieler im Feld.
Clark spielte präzise Eisen, kontrolliert die Schläge rund um die Grüns und brachte mit einem Eagle zusätzlichen Schub in seine Runde. So entsand ein Vorsprung, der in Shinnecock viel wert ist. Gleichzeitig bleibt der Zwischenstand formal offen, weil zahlreiche Spieler ihre Runde noch nicht beendet haben.
Nebel bremst starke 68er-Runden
Im Clubhaus teilen sich Sam Stevens, Max McGreevy und Amateur Ryder Cowan die Führung unter den Spielern mit beendeten Runden. Alle drei unterschriebn eine 68 und liegen damit bei zwei unter Par. Besonders Cowan gehört zu den Geschichten des Tages. Der Amateur besteht auf einem Platz, der selbst erfahrene Major-Spieler schnell aus der Balance bringt. Zudem zeigt er, wie wichtig Ruhe und klare Entscheidungen auf Shinnecock Hills sind.
McIlroy bleibt in Reichweite
Rory McIlroy brachte eine 69 ins Clubhaus und liegt damit bei eins unter Par. Lange sah es nach einem noch besseren Ergebnis aus, doch zwei späte Bogeys kosteten ihn den Sprung näher an die Spitze. Trotzdem darf McIlroy diesen Auftakt als brauchbare Basis einordnen.
Scottie Scheffler erlebte dagegen einen zähen Auftakt. Der Weltranglistenerste spielt 72 Schläge und liegt bei zwei über Par. Vor allem auf den Grüns liess er Schläge liegen. Außerdem brachte ihn ein Doppelbogey auf den ersten Neun früh unter Druck.
Favoriten bleiben gefährlich
Bei einer U.S. Open 2026 bedeutet ein Rückstand nach einem Tag noch keine Vorentscheidung. Dennoch muss Scheffler am Freitag sauberer scoren, wenn er vor dem Wochenende wieder näher an die Spitze rücken will.
Auch andere große Namen bleiben in Reichweite. Jon Rahm, Matt Fitzpatrick, Dustin Johnson und Gary Woodland gehören am Abend zu den Spielern, die nach dem Abbruch noch unterwegs sind und bei zwei unter Par liegen. Bryson DeChambeau befindet sich ebenfalls in einer Position, aus der sich am Freitag schnell etwas entwickeln kann.
Schmid unter Druck

Aus deutscher Sicht verlief der erste Tag ernüchternd. Matti Schmid, der einzige deutsche Starter im Feld, spielte eine 77 und liegt damit bereits bei +7 auf dem Par 70 Course. Vor allem die Grüns und das kurze Spiel machten den Tag für den Regensburger schwer. Schmid braucht am Freitag eine deutlich stabilere Runde. Nur dann kann er den Cut noch realistisch erreichen.
Auch Titelverteidiger J.J. Spaun gerät früh unter Druck. Er kommt mit 77 Schlägen ins Clubhaus und liegt ebenfalls bei sieben über Par. Auf einem Platz wie Shinnecock rückt damit sofort der Cut in den Mittelpunkt.
Straka bleibt im Rennen
Sepp Straka kam besser durch den Auftakt. Der Österreicher spielte 72 Schläge und liegt bei +2. Das ist kein glänzender Start, aber bei diesen Bedingungen ein Ergebnis, das ihn im Turnier hält. Für Straka wird entscheidend sein, ob er in Runde zwei mehr Fairways trifft. Außerdem braucht er auf den Par-5-Bahnen bessere Chancen. Wenn ihm das gelingt, kann er sich vor dem Wochenende wieder in eine ruhigere Position bringen.
Brooks Koepka, Sieger von 2018 an gleicher Stelle, muss nach einer 73 ebenfalls nach vorn schauen. Statt selbst Druck auf die Spitze auszuüben, geht es zunächst darum, die Fehlerquote zu senken.
Freitag bringt Ordnung
Am Freitag wird zunächst Runde eins beendet. Danach beginnt die zweite Runde mit angepasstem Zeitplan. Für Clark geht es darum, den starken Beginn auf den letzten beiden Löchern sauber abzuschließen. Für die Verfolger zählt, den Abstand vor dem Wochenende nicht zu groß werden zu lassen. Und für Spieler wie Scheffler, Schmid oder Spaun beginnt bereits der Kampf gegen die Cutlinie.
Die U.S. Open 2026 hat nach einem Tag noch keinen fertigen Zwischenstand, aber eine klare Richtung: Shinnecock Hills verteilt Chancen nur an Spieler, die geduldig bleiben und ihre Fehler begrenzen. Clark hat den besten Start erwischt. Doch auf diesem Platz kann ein Nachmittag reichen, um aus einer Führung eine Aufgabe zu machen.
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