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Frau steht auf dem Golfplatz mit Golfschläger

Proetten, perfekt-professionell

Auf den LPGA Golf Majors der Damen wird seit vielen Jahrzehnten hochklassiges Golf gespielt. Leider werden die Major-Turniere noch nicht so gehypet wie die der Herren. Schade eigentlich, denn Weltklasse-Golf ist nicht nur eine Männerdomäne. Dabei müssten doch unsere zahlreichen Golferinnen aus Österreich und Deutschland heiß sein auf die tollen Leistungen ihresgleichen!

Wusstet Ihr, dass Deutschland im Vergleich zu den Golfhochburgen dieser Welt Vorreiter ist, was die Frauenquote angeht? Mehr als ein Drittel der deutschen Golfer ist weiblich. Nur unsere Damenwelt aus Österreich toppt den prozentualen Anteil geringfügig. Absolut gesehen ist Deutschland mit seinen mehr als 222.000 Golferinnen jedoch einsame Spitze. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Clubstrukturen in Deutschland Frauen mehr ansprechen als zum Beispiel in England. Denn dort heißt es in dem einen oder anderen traditionellen Club noch immer „men’s only“. Die Geschichte des „Damengolf” ist nicht ganz so lang wie die den Herren, denn im 18. und 19. Jahrhundert war Golfspielen im Club ausschließlich Männern vorbehalten. Zunächst wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts den ambitionierten Damen Schottlands ein Putting-Feld zwischen Abschlag 1 und 2 in den Dünen in St. Andrews überlassen. Einige Jahre später wurde auf die Bitte einer beherzten Dame, die mit ihren Freundinnen richtig Spaß am Golfen hatte, nach einer Genehmigung für eine Damen-Golf-Vereinigung folgendermaßen geantwortet: 

„Frauen haben sich noch nie und werden sich niemals gemeinsam engagieren, um einen gesetzten Plan zu erreichen. In kürzester Zeit werden die Damen sich in den Haaren liegen und auch das kleinste Argument als Provokation ansehen, das ist ihr Grundwesen! Es wird niemals eine erfolgreiche Ladys Championship geben. Tränen werden fließen, es wird zu Ausschreitungen, Beleidigungen und Beschimpfungen kommen. Frauen sind physisch nicht in der Lage, Golf zu spielen. Sie können niemals einen Kurs von zwei Runden pro Tag überstehen und sicherlich sind sie nicht in der Lage, Wind und Wetter, nicht einmal im Frühjahr oder Sommer, zu trotzen. Die nervliche Belastung ist einfach viel zu groß. Die erste LADIES’ CHAMPIONSHIP wir die letzte bleiben.”  Quelle: https://golfsport.news/ladies-golf-wie-es-begann/

Die Damen haben dann aber ihre Interessen doch durchgesetzt und 1893 gründete man in London die erste Ladies Golf Union. So und seitdem hat sich dank fantastischer Spielerinnen, die sich durch nichts beirren ließen, viel im Damengolf getan. 1950 wurde die Ladies Professional Golf Association (LPGA) gegründet, die bis heute einige der wichtigsten Turniere in den USA veranstaltet. Ihr folgte 1979 die LET Ladies European Tour.

Patty Tavatanakit Poppies Pond 1 - Proetten, perfekt-professionell
© 2021 Getty Images/ LPGA Tour

Fünf Major-Turniere seit 2013

Hier gibt es jedoch einen Diskurs zwischen der amerikanischen LPGA und der europäischen LET. Beide haben Ihre eigenen Bestimmungen dazu, was ein Major ist. Deswegen stelle ich die wichtigsten vor.  Ach , übrigens: die Damen verdienen trotz massiver Erhöhungen trotzdem nicht annähernd die Preisgelder der Herren, sondern nur ein Drittel davon. Das Jahr beginnt mit ANA (All Nippon Airlines) Inspiration. Das Turnier wird in jedem Frühjahr im Mission Hills Country Club in Rancho Mirage nahe Palm Springs ausgetragen. Die Siegerin erfreut sich dann auch gleich an zwei Millionen Dollar Preisgeld, einer Qualifikation für die Stanford Financial Tour Championship, die zum Saisonende der PGA Tour veranstaltet wird und last but not least am traditionellen Sprung in den Champions-Teich, Poppys Pond. Dieser gilt gemeinhin als Pendant zum „Grünen Jackett” der Herren beim „Masters”. Macht aber bestimmt mehr Spaß. Das Turnier kann immer auf eine sehr hohe weibliche Zuschauerzahl zählen. Im Juni werden die U.S. Women’s Open Golf Championship ausgetragen, eines dieser Turniere, die von der LET nicht anerkannt werden. Es handelt sich aber um das älteste anerkannte Damen-Major-Turnier. Trotzdem nehmen nicht nur Amerikanerinnen an dem großen Turnier teil. Die jüngste Gewinnerin war erst 12 Jahre alt. In diesem Jahr teilten sich US-Amerikanerinnen und Asiatinnen die ersten 10 Plätze. Die Women’s British Open ist eines der Turniere, das von beiden Vereinigungen als Major und sozusagen als das Herausragendste   im Jahr anerkannt wird. Im Gegensatz zu den British Open der Herren findet das Turnier nicht ausschließlich auf Linkskursen statt. Die deutsche Sophia Popov schrieb hier vergangenes Jahr Golfgeschichte als erste deutsche Golf-Major-Siegerin. Die LPGA Championship ist wieder exklusiv auf der Liste der amerikanischen Vereinigung. Es handelt sich dabei um ein ausschließlich für Proetten ausgerichtetes Turnier, anders als die beiden vorgenannten. Einzig im Jahr 2005 waren auch Amateure erlaubt – man munkelt, um die damals noch unter Amateurstatus spielende Michelle Wie als amerikanische Hoffnungsträgerin zuzulassen. Gewonnen hat dann aber zum dritten Mal in Folge die Schwedin Annika Sörenstam. Michelle wurde Zweite. Die Evian Championship ist wieder ein in beiden Vereinigungen geführtes Major-Turnier. Es wird immer am gleichen Ort, südlich des Genfer Sees in Èvian- Les Bains im Evian Resort Golf Club, ausgetragen. Es ist dank der Zuordnung zu beiden Golfvereinigungen sehr hoch dotiert und es erfreut sich im Vergleich zu den meist stiefmütterlich besuchten und von Medien verschmähten Damen -Majors durch die liebevolle Organisation, Betreuung und Unterhaltung großen Zuspruchs. Also liebe Leser, jetzt seid Ihr heiß auf Damengolf! Richtig mitfiebern könnt ihr neben den Majors natürlich auch bei den Olympischen Spielen. Wir hoffen, dass sie stattfinden werden. «CAL

Sophia Popov AIG Womensbritishopen by GolfsupportRA - Proetten, perfekt-professionell
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