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Golf

Husqvarna British Masters 2026: Joe Dean dreht das Finale mit einer 63

30. August 2026
Joe Dean siegt bei den Husqvarna British Masters 2026 im The Belfry
Joe Dean gewann die Husqvarna British Masters 2026 nach einer bogeyfreien 63 in der Finalrunde. (Foto: Getty Images)

Joe Dean gewinnt die Husqvarna British Masters 2026 nach einer 63. Thomas Rosenmüller beendet das Turnier auf Rang sechs.

Dean kommt aus dem Mittelfeld

Joe Dean hat die Husqvarna British Masters hosted by Sir Nick Faldo 2026 auf dem Brabazon Course von The Belfry gewonnen. Der Engländer begann die Finalrunde sieben Schläge hinter der Spitze und spielte eine bogeyfreie 63 mit neun Birdies. Mit 14 unter Par setzte er sich noch um drei Schläge ab und feierte seinen ersten Titel auf der DP World Tour.

Der 32-Jährige hatte das Turnier mit einer 67 eröffnet, fiel nach einer 73 am zweiten Tag aber zurück. Eine 71 in Runde drei ließ ihn vor den letzten 18 Löchern bei fünf unter Par und auf dem geteilten 25. Rang stehen. Im Finale brauchte Dean dann nur 63 Schläge und stellte damit den Platzrekord auf dem Brabazon Course ein.

Neun Birdies ohne Fehler

Dean nutzte am Sonntag vor allem seine Chancen auf den Grüns. Neun Birdies und neun Pars brachten ihn auf neun unter Par für die Runde. Vier seiner Birdies gelangen auf den letzten sechs Löchern. Mit einem weiteren Birdie an der 18 setzte er die Marke bei 274 Schlägen und 14 unter Par.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Konkurrenten noch auf dem Platz. Marco Penge galt lange als der Spieler mit den besten Chancen, Dean noch einzuholen. Der Engländer konnte jedoch die Par-5-Löcher 15 und 17 nicht nutzen. Damit blieb Deans Ergebnis unangetastet.

Vier Spieler teilen Rang zwei

Nacho Elvira, Niklas Nørgaard, Jacob Skov Olesen und Daniel Hillier kamen jeweils auf elf unter Par und teilten sich mit drei Schlägen Rückstand Rang zwei. Thomas Rosenmüller, Tom McKibbin und Marco Penge folgten bei zehn unter Par auf dem geteilten sechsten Platz.

Gerade Penge hatte nach zwei Runden noch eine andere Ausgangslage. Mit 69 und 65 Schlägen führte er zur Halbzeit bei zehn unter Par. In den beiden letzten Runden kam er jedoch jeweils nur auf eine 72 und blieb damit bei seinem Ergebnis nach 36 Löchern.

Rosenmüller spielt sich auf Rang sechs

Aus deutscher Sicht setzte Thomas Rosenmüller den Akzent des Turniers. Nach zwei 71er-Runden lag der Münchner zur Halbzeit bei zwei unter Par. Am Wochenende steigerte er sich deutlich und spielte zweimal 68. Mit zehn unter Par erreichte er den geteilten sechsten Rang und lag am Ende nur einen Schlag hinter den vier Zweitplatzierten.

Damit bestätigte Rosenmüller seine Form der vergangenen Wochen. Seit Ende Juni spielte er auf mehreren Touren und kam dabei mehrfach unter die ersten Zehn. Bei seinen bislang wenigen Starts auf der DP World Tour 2026 sammelte er genügend Punkte, um sich im Race to Dubai deutlich nach vorn zu arbeiten. Für Rang sechs bei den British Masters erhielt er rund 90.165 Euro Preisgeld.

Zwei 68er am Wochenende

Bemerkenswert war vor allem Rosenmüllers Konstanz nach dem Cut. Während Wind und der durch die Unterbrechungen gedrängte Zeitplan den Spielern wenig Ruhe ließen, blieb der Deutsche am Wochenende zweimal vier Schläge unter Par. Seine Rundenfolge von 71, 71, 68 und 68 ergab 278 Schläge.

Rosenmüller teilte Rang sechs mit McKibbin und Penge. Damit ließ er unter anderem Tyrrell Hatton, Patrick Reed, Matt Wallace, Adrian Meronk und den früheren Masters-Sieger Danny Willett hinter sich.

Schneider fällt am Wochenende zurück

Marcel Schneider schaffte ebenfalls den Sprung ins Wochenende, konnte seine Position danach aber nicht halten. Nach einer 70 zum Auftakt folgte eine 73. Mit Runden von 75 und 74 am Wochenende kam der Deutsche auf 292 Schläge beziehungsweise vier über Par und teilte Rang 68.

Marcel Siem und Freddy Schott verpassten dagegen den Cut. Siem hatte mit einer 70 begonnen, verlor in seiner zweiten Runde jedoch vor allem auf den ersten neun Löchern Schläge und kam mit einer 75 ins Clubhaus. Schott war nach einer 75 zum Auftakt bereits unter Druck geraten und schaffte den Sprung ins Wochenende ebenfalls nicht.

Wiesberger beendet Turnier auf Rang 37

Bernd Wiesberger erreichte als bester Österreicher den geteilten 37. Platz. Nach zwei 70er-Runden lag er zur Halbzeit noch in Reichweite der vorderen Positionen. Eine 73 in Runde drei und die abschließende 71 ergaben 284 Schläge und vier unter Par.

Maximilian Steinlechner hatte mit 69 und 70 sogar noch besser begonnen. Am Wochenende verlor der Österreicher jedoch mit einer 76 und einer 75 an Boden. Bei zwei über Par belegte er Rang 67.

Wetter verändert den Turnierablauf

Die British Masters wurden bereits vom ersten Tag an stark vom Wetter geprägt. Gewitter und heftiger Regen sorgten am Donnerstag für mehrere lange Pausen. Kurz nach den ersten Abschlägen musste das Spiel erstmals gestoppt werden. Später standen unter anderem Bunker unter Wasser, ehe weitere Gewitter eine erneute Pause erzwangen.

Die Verzögerungen zogen sich durch die folgenden Tage. Am Samstag konnte die dritte Runde nicht beendet werden. Deshalb mussten die Spieler am Sonntag zunächst ihre verbliebenen Löcher absolvieren und anschließend ohne neue Gruppeneinteilung zur Finalrunde antreten. Für einige Profis bedeutete der letzte Turniertag damit deutlich mehr als 18 Löcher.

Dean nutzt den langen Sonntag

Auch Dean begann seinen Sonntag mit dem Rest seiner dritten Runde. Am frühen Morgen lag er zunächst acht Schläge hinter der Spitze. Zwei Birdies auf seinen letzten vier Löchern brachten ihn auf fünf unter Par und verkürzten den Abstand vor Runde vier auf sieben Schläge.

Danach änderte sich das Bild rasch. Während viele Spieler mit dem Wind und dem langen Turniertag kämpften, blieb Dean ohne Bogey. Seine 63 war die niedrigste Runde der gesamten Woche. Innerhalb von 24 am Sonntag gespielten Löchern gelangen ihm elf Birdies.

Ein später Durchbruch

Für Dean war der Sieg der erste auf der DP World Tour. Seine Laufbahn verlief dabei nicht geradlinig. Der Engländer hatte zeitweise als Fahrer für eine Supermarktkette gearbeitet, nachdem seine sportliche Laufbahn finanziell kaum Spielraum bot. Bereits 2021 gewann er auf der damaligen Pga Europro Tour, auf der DP World Tour blieb ein Titel bislang jedoch aus.

Bei den British Masters trug seine Frau Emily die Tasche. Nach dem letzten Putt musste das Paar zunächst warten, weil Penge und weitere Konkurrenten noch mehrere Löcher vor sich hatten. Erst als keiner der Verfolger mehr an 14 unter Par herankommen konnte, stand Deans Sieg fest.

595.000 Dollar für den Sieger

Das Turnier war mit 3,5 Millionen Dollar dotiert. Dean erhielt für seinen Erfolg 595.000 Dollar sowie 835 Punkte für das Race to Dubai. Durch den Sieg rückte er in der Saisonwertung deutlich nach vorn.

Die British Masters bildeten zugleich einen wichtigen Abschnitt der Schlussphase der DP World Tour. Nach dem Turnier in England folgt das Omega European Masters in der Schweiz. Damit rückt neben dem Race to Dubai auch der Kampf um die Spielrechte für die kommende Saison weiter in den Mittelpunkt.

The Belfry verlangt erneut Präzision

Gespielt wurde auf dem Brabazon Course des The Belfry Hotel & Resort. Der Par-72-Kurs maß für das Turnier 7.363 Yards. Das Feld bestand ursprünglich aus 144 Spielern, 71 Profis erreichten nach 36 Löchern das Wochenende.

Der Platz gehört zu den bekannten Turnierkursen Englands und war mehrfach Austragungsort des Ryder Cup. Bei den British Masters spielte neben den strategischen Aufgaben des Kurses vor allem das Wetter eine Rolle. Nasse Fairways, Unterbrechungen und Wind sorgten dafür, dass sich die Bedingungen innerhalb der vier Turniertage mehrfach änderten.

Rosenmüller nimmt wichtige Punkte mit

Für den deutschsprachigen Golfsport bleibt neben Deans Sieg vor allem Rosenmüllers sechster Rang. Der Deutsche nutzte seinen Start während einer turnierfreien Woche auf der Korn Ferry Tour und sammelte weitere Punkte auf der DP World Tour. Nach drei Starts lag er anschließend auf Rang 94 im Race to Dubai.

Wiesberger brachte vier Runden ins Clubhaus, während Steinlechner nach gutem Start am Wochenende zurückfiel. Schneider erreichte ebenfalls den Cut, Siem und Schott schieden nach zwei Runden aus. Damit setzte Rosenmüller beim Husqvarna British Masters 2026 aus Sicht der Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den sportlichen Schwerpunkt.

Der Blick richtet sich in die Schweiz

Für die DP World Tour geht es nach dem British Masters beim Omega European Masters weiter. Das Turnier in Crans-Montana bietet die nächste Chance auf Punkte im Race to Dubai.

Joe Dean reist mit seinem ersten Titel auf der Tour weiter. Sein Rückstand von sieben Schlägen vor der Finalrunde spielte am Ende keine Rolle mehr. Eine 63 ohne Bogey machte aus einem Platz im Mittelfeld innerhalb weniger Stunden den Sieg beim Husqvarna British Masters hosted by Sir Nick Faldo 2026.

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