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Bob Vokey

Ein Mann mit einer Mission

Er will, dass alle besseres Golf spielen – nicht nur die Profis. Deshalb feilt Schläger-Pabst Bob Vokey unermüdlich am perfekten Wedge-Design. Worauf es dabei ankommt, verriet er uns im Interview.

Wenn der Ausrüster Titleist zu einer Audienz bei Bob Vokey, dem Pabst der Golfschläger, einlädt, fackelt man nicht lange. Man fährt hin – in unserem Fall in die Golfanlage Clostermannshof bei Bonn – und lauscht andächtig den weisen Worten des Mannes, auf dessen Wedges die Elite des Golfsports schwört. Wenn der 79-Jährige von den Feinheiten des Wedge-Fittings erzählt, schwingt in jedem Wort die Leidenschaft für den Golfsport mit – aber lesen Sie selbst. Und: Schauen Sie sich unbedingt auch das komplette, ungekürzte Video-Interview mit Bob Vokey an, zu finden unter www.golfnstyle.de!

Bob, wie gehst du vor, um für einen Spieler das passende Wedge-System zu finden?

Welche Wedges geeignet sind, hängt davon ab, wie gut ein Golfer ist und welche Art von Plätzen er spielt. Einen guten Anhaltspunkt gibt mir immer das Loft des 9er-Eisens, das ein Spieler im Bag hat. Wenn jemand ein Lob Wedge hat, schaue ich mir auch das genauer an, alternativ das Eisen mit 56 oder 57 Grad Loft.

 

Braucht man einen speziellen Wedge-Schaft?

Bei Vokey Design haben wir für das Sand Wedge und das Lob Wedge spezielle Schäfte entwickelt. Denn gerade mit diesen Wedges will man unter- schiedliche Schläge machen, mit unterschiedlichen Distanzen. Manche Spieler bekommen mit diesen Schäften mehr Spin, andere mehr Präzision, manche bemerken eine Veränderung der Flugbahn, ein besseres Gefühl oder ein gleichmäßigeres Treffen des Balls.

 

Was macht ein perfektes Wedge-Fitting aus?

Für mich ist ein Fitting erfolgreich, wenn der Spieler die passenden Distanzlücken und eine optimale Flugbahn erzielt und er die Genauigkeit und Konstanz seines Schlages liebt. Kurz: Wenn er mich anschaut und sagt: „Bob, sie (die Wedges, Anm. d. Red.) fühlen sich echt gut an”. Natürlich sind Tools wie Trackman und Flightscope wichtig beim Fitting. Wenn es um Wedges geht, zählt aber vor allem das Gefühl: Ein Wedge sollte einem das sichere Gefühl geben, dass der Schlag ein Erfolg wird. Wichtig ist außerdem, genau den Bounce und Grind zu finden, die zur individuellen Schwungtechnik passen.

Ball und Wedge
"Wenn es um Wedges geht, zählt vor allem das Gefühl"

Kannst du das genauer erklären?

Als „Bounce” bezeichnet man den Winkel von der Vorderkante zur abfallenden Kante der Schlägersohle. Er hält den Schläger in der Vorwärtsbewegung. Der Sohlenschliff, also der „Grind”,  beeinflusst, welche Art von Schlag man mit einem Wedge machen kann. Jeder Golfer spielt unterschiedlich und benötigt somit einen individuellen Bounce und Grind.

 

Wie kann man mit einem Wedge den Backspin verbessern?

Für einen optimalen Backspin braucht man einen guten Ball und ordentliche Rillen im Schlägerkopf. Viele Golfer spielen ihre Wedges jahrelang und nutzen diese dabei ab. Dann verliert der Ball an Weite und Spin und der Abschlag hat nicht mehr dieses „knackige Gefühl”. Wenn Spieler mich fragen, wann sie ihre Wedges wechseln sollten, sage ich: Nach 75 bis 125 Runden.

 

Wie sollten Wedges sich in Zukunft entwickeln?

Mein Lebensziel ist es, dass die Men- schen besseres Golf spielen. Nicht  nur die Profis, sondern auch der Durchschnitts-Golfer. Das ist der Grund, weshalb wir bei Vokey De-sign all die unterschiedlichen Grinds, Bounces und Lofts entwickelt haben. Ich möchte erreichen, dass jeder besseres Golf spielen kann.

GOLF'n'STYLE-Redakteur Markus Salzmann traf Bob Vokey
GOLF'n'STYLE-Redakteur Markus Salzmann traf Bob Vokey auf der Golfanlage Clostermannshof.