
Eugenio Chacarra gewinnt die DP World India Championship 2026 vor Daniel Hillier und verdrängt Patrick Reed von der Spitze der Jahreswertung.
Chacarra setzt sich in Delhi durch
Eugenio Chacarra hat die DP World India Championship 2026 gewonnen und damit seinen dritten Saisontitel auf der DP World Tour geholt. Der 26-jährige Spanier setzte sich im Delhi Golf Club mit zwei Schlägen Vorsprung vor dem Neuseeländer Daniel Hillier durch. Ángel Hidalgo aus Spanien und der Pole Adrian Meronk teilten sich mit sechs Schlägen Rückstand den dritten Platz.
Mit seinem Sieg übernahm Chacarra auch die Führung im Race to Dubai. Der Spanier kommt auf 4.092 Punkte und liegt damit vor Patrick Reed und Rory McIlroy. Drei Turniere vor dem Saisonende hat sich die Ausgangslage im Kampf um die Jahreswertung damit deutlich verändert.
Eine 63 schafft den entscheidenden Vorsprung
Chacarra hatte das Turnier mit zwei 67er-Runden begonnen. Seine dritte Runde absolvierte er wegen der zahlreichen Unterbrechungen erst am Sonntag. Mit neun Birdies und 63 Schlägen setzte er sich auf 19 unter Par ab. Sein Vorsprung auf Daniel Hillier betrug zu diesem Zeitpunkt fünf Schläge.
In der Schlussrunde ließ Chacarra seine Verfolger noch einmal näher herankommen, behauptete jedoch die Führung. Hillier hatte sich mit Runden von 74, 64 und 64 Schlägen nach drei Tagen auf den zweiten Platz gespielt und blieb auch am Sonntag Chacarras engster Verfolger.
Wetter bringt den Spielplan durcheinander
Das Turnier hatte bereits am Donnerstag mit einer fast fünfstündigen Pause begonnen. Starker Regen machte den regulären Ablauf unmöglich. Auch in den folgenden Tagen mussten die Organisatoren den Spielplan mehrfach anpassen.
Als am Samstag die Dunkelheit einsetzte, hatten erst 26 Spieler ihre dritte Runde beendet. Für Chacarra bedeutete dies, dass er am Sonntag noch 25 Löcher absolvieren musste. Zunächst beendete er seine dritte Runde mit sieben weiteren Löchern, ehe er wenig später zur Finalrunde aufbrach.
Hillier wird Zweiter, Meronk teilt Rang drei
Daniel Hillier hatte nach seiner 74 zum Auftakt zunächst deutlichen Rückstand. Mit zwei aufeinanderfolgenden 64er-Runden arbeitete sich der Neuseeländer jedoch bis auf den zweiten Platz vor. Auch in der Schlussrunde blieb er Chacarras wichtigster Konkurrent.
Adrian Meronk und Ángel Hidalgo teilten sich den dritten Rang. Für Meronk, der auf der Liv Golf Tour spielt, war das Ergebnis ein weiterer vorderer Platz bei einem Turnier der DP World Tour. Der Niederländer Joost Luiten hatte nach drei Runden ebenfalls zur Spitzengruppe gehört, konnte seine Position im Finale jedoch nicht halten.
Girrbach gehört nach drei Runden zur Spitzengruppe
Der Schweizer Joel Girrbach hatte sich mit Runden von 70 und 66 Schlägen zunächst in die Spitzengruppe gespielt. Seine dritte Runde beendete er mit einer 70 und lag damit bei zehn unter Par auf dem achten Rang. Die abschließende Platzierung lässt sich aus den derzeit abrufbaren Ergebnisdaten allerdings noch nicht zuverlässig belegen.
Deutsche und Österreicher im Feld
Marcel Siem erreichte mit Runden von 70 und 69 Schlägen den Cut. Auch Freddy Schott und Nicolai von Dellingshausen schafften mit jeweils 141 Schlägen den Sprung ins Wochenende. Bernd Wiesberger benötigte 142 Schläge für die ersten beiden Runden und spielte anschließend eine 67. Von Dellingshausen kam in Runde drei auf 70 Schläge. Für die endgültigen Platzierungen dieser Spieler fehlen in den aktuell auslesbaren Quellen noch verifizierbare Daten der Schlussrunde.
McIlroy und Reed verlieren Boden
Während Chacarra den Titel gewann, konnten seine beiden wichtigsten Konkurrenten im Race to Dubai keine entscheidenden Punkte sammeln. Patrick Reed beendete das Turnier mit acht unter Par auf dem geteilten 23. Platz. Rory McIlroy spielte am Sonntag eine 74 und fiel mit vier unter Par auf den geteilten 42. Rang zurück.
Für Chacarra war der Erfolg auch deshalb wichtig, weil er bereits bei der Open de France Dritter und bei der Open de España in der Vorwoche Zweiter geworden war. Seine Form brachte ihn innerhalb weniger Wochen an die Spitze der Jahreswertung.
Vom LIV Golf zum dritten Saisonsieg
Chacarra hatte zunächst auf der Liv Golf Tour gespielt, bevor er 2025 auf die DP World Tour wechselte. Seinen ersten Titel auf der europäischen Tour gewann er bei der Hero Indian Open 2025. Damals war er mit einer Einladung gestartet. In der Saison 2026 folgten Siege bei der KLM Open und der Open d’Italia. Der Erfolg in Delhi war sein dritter Titel des Jahres. Damit hat sich der Spanier zugleich eine Ausgangsposition geschaffen, um sich am Saisonende eine Spielberechtigung für die PGA Tour zu sichern.
Drei Turniere entscheiden über den Jahressieger
Die DP World Tour setzt ihre Saison vom 22. bis 25. Oktober mit der Genesis Championship in Südkorea fort. Danach folgen die beiden Play-off-Turniere in Abu Dhabi und Dubai. Chacarra reist als neuer Spitzenreiter nach Südkorea. Patrick Reed und Rory McIlroy bleiben seine wichtigsten Konkurrenten im Race to Dubai. Die Punkte aus den verbleibenden Turnieren entscheiden darüber, wer die Saison als Nummer eins beendet.
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