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Oliver P. Christ

Der Putterkönig

Rund 30 Jahre lang trainierte Oliver P. Christ im Minigolf das punktgenaue Einlochen, um schließlich auch im Golf diverse Putting-Rekorde zu brechen. Jetzt hat ihn das Golf-Fieber gepackt und er unterhält mit seinen humorvollen Posts vom Green eine wachsende Fangemeinde auf Instagram.

Seit Oliver P. Christ 2017 bei einem Puttwettbewerb auf der Hanse Golf 202 Putts in Folge einlochte (Zitat: „Ich glaube, das ist jetzt genug”), hat er den Spitznamen „Putterkönig” weg. Unter diesem Pseudonym postet er auch auf Instagram, wo ihm inzwischen eine Fangemeinde von rund 12.000 Abonnenten folgt. Wir haben Oliver gefragt, wie sein Weg vom Minigolf-Pro zum Putter-Champ verlief.

Der Putterkönig im Interview

Oliver, bevor du zum „Putterkönig” wurdest, warst du ein erfolgreicher Minigolf-Spieler. Wie intensiv hast du diesen Sport betrieben?

Mit 15 Jahren habe ich mit Minigolf angefangen und war schnell Vereinsmeister aller Klassen. In den darauffolgenden Jahren wurde mein Team Schleswig-Holsteinischer Meister und dann deutscher Vizemeister, leider ohne meine Beteiligung. Schon als Jugendlicher war ich in der Herrenmannschaft im überregionalen Spielbetrieb dabei. Über mehrere Jahre habe ich in verschiedenen Vereinen bis hin zur 1. Bundesliga gespielt. Als Einzelspieler habe ich an mehreren Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Ich war Hamburger Meister und habe in gut 20 Jahren bei nationalen und internationalen Turnieren diverse Titel und Platzierungen errungen. Während meiner Laufbahn als Jugendtrainer habe ich Vereinsmannschaften zum Titel als Deutscher Meister geführt und als Bundesfachtrainer Nord die Nationalmannschaft begleitet. Man kann also sagen, ich habe mich intensiv mit dem Sport Minigolf beschäftigt.

 

Wie bist Du dann beim Golf gelandet?

Auf mehreren Umwegen. Bei der Fernsehshow „Jetzt wird eingelocht” habe ich Holger Speckhahn kennengelernt. Er hatte die Idee zu der Show und war als Berater vor Ort. Nach ein, zwei Probeläufen habe ich während der TV-Show einen Weltrekord aufgestellt. Er sagte damals zu mir: „Oliver, du musst Golf spielen. Wer so gut Putten kann, der wird auch Spaß am richtigen Golf haben.” Wirklich überzeugen konnte er mich aber nicht. Blut geleckt habe ich erst durch einen Fotowettbewerb der Allianz in Zusammenarbeit mit dem DGV, für den ich in der Allianz Arena Golf gespielt habe. Zum 47. Geburtstag hat mir meine Frau dann einen Platzreifekurs geschenkt. Das war der Beginn meiner Golf-Leidenschaft.

 

Oliver P. Christ

Was hat Dich dazu gebracht, dein Golfspiel auf Instagram zu präsentieren?

Meinen Instagram-Account hatte ich schon ziemlich lange, nur wusste ich gar nicht, was das überhaupt ist. Als ein Teil der etwas älteren Generation war eher Facebook mein Medium. Hier hatte ich eine recht große Anzahl an „Freunden” und mit der „Minigolf Company” eine recht große Gruppe. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, dass Instagram das jüngere Medium ist, auf dem man mehr Leute erreichen und mehr Feedback erhalten kann. Ein Schlägertest für die Golfpost war für mich übrigens ausschlaggebend dafür, überhaupt etwas über Golf zu posten.

 

Welche Message möchtest du deinen Followern auf Instagram übermitteln?

Ich möchte zeigen, wie viel Spaß und Freude Golfen bringt! Wie schön es auf einem Golfplatz ist. Was für tolle Leute Golf spielen. Und natürlich ab und an auch, was es so Neues in der Golfbranche gibt. Die Hauptsache aber ist es zu zeigen, dass wir Golfer nicht so sind, wie es das Klischee behauptet. Natürlich zeigen wir auch gern mal den neuen Schläger, den tollen Trolley oder schicke Klamotten. Aber im Grunde sind wir doch alle auf dem Platz, weil wir Freude daran haben, wenn der Ball sein Ziel findet. Wir genießen die frische Luft und haben Spaß am Spiel, manchmal auch aus Schadenfreude.

 

Kann Instagram dabei helfen, mehr Menschen für Golf zu begeistern?

Durch meine Posts und Beiträge konnte ich schon einige Bekannte dazu bewegen, die Platzreife zu absolvieren und einem Golfverein beizutreten. Auch Kollegen von mir konnte ich so auf den Golfplatz locken. Über soziale Medien wie Instagram, Facebook oder TikTok kann man also definitiv Menschen für das Golfen begeistern.

 

Kannst du uns noch einen Tipp geben, wie auch wir unseren Erfolg beim Putten steigern können?

Üben, üben, üben! Putten kann man überall trainieren – und das sollte man ruhig auch tun. In meinen Augen ist es das Wichtigste, einen Putt konstant dort hinzubringen, wo man ihn spielen will. Das erreiche ich nur durch häufige Wiederholung. Was bringt es mir, ein Grün lesen zu können, wenn ich aus einem Meter Entfernung das Loch nur in 20 Prozent meiner Schläge treffe? Also: Eine Puttmatte kaufen und zuhause Putts aus ein, zwei oder drei Metern üben, bis diese hundertprozentig sitzen. 99 Prozent sind natürlich auch akzeptabel.

Oliver P. Christ
Putttraining im alten Elbtunnel in Hamburg

Vom Minigolf-Pro zum Putterkönig mit Golf-Leidenschaft

+ 1983 fängt Oliver P. Christ an, im BGSV Harrislee Minigolf zu spielen und wird sofort Vereinsmeister aller Klassen. 1985 und 1986 wird er Jugendmeister, danach spielt er bis 2004 in überregionalen Mannschaften (auch 1. Bundesliga)
+ Von 1990 bis 1995 ist er Minigolf-Trainer im Jugendbereich. + 2006 gelingen Christ in der TV-Show „Jetzt wird eingelocht” 46 Asse in einer Minute – ein neuer Weltrekord.
+ 2016 wird er Mitglied im Golfclub Gut Glinde. Sein aktuelles HCP ist 12.3.

Oliver P. Christ