
Drei Plätze, ein Turnier
Die Alfred Dunhill Links Championship zählt zu den besonderen Stationen im Kalender der DP World Tour. 2025 steht bereits die 24. Auflage an. Austragungsorte sind die drei großen Namen des schottischen Links-Golfs: der Old Course in St Andrews, Carnoustie Golf Links und Kingsbarns.
Das Turnier vereint zwei Wettbewerbe. Einerseits kämpfen die Profis im Einzel um 5.000 Punkte für das Race to Dubai und um ein Preisgeld von fünf Millionen US-Dollar. Andererseits steht die Teamwertung im Mittelpunkt, bei der internationale Spitzengolfer zusammen mit prominenten Amateuren antreten.
Modus mit Tradition
Jeder Teilnehmer absolviert zunächst eine Runde auf jedem der drei Plätze. Erst nach 54 Löchern erfolgt der Cut für die besten 60 Profis sowie die 20 besten Teams. Das Finale wird traditionell auf dem Old Course in St Andrews gespielt.
Geschichte und Bedeutung
Alfred Dunhill engagiert sich seit 40 Jahren für den Golfsport in Schottland. Schon 1985 fand in St Andrews der erste Alfred Dunhill Cup statt. Seit 2001 wird die Alfred Dunhill Links Championship ausgetragen – und ist seither ein fester Bestandteil im Kalender der DP World Tour.
Die Partnerschaft gilt als die längste Titelsponsorenschaft in der Geschichte der Tour. Mit dem Alfred Dunhill Championship in Leopard Creek, Südafrika, unterstützt das Unternehmen zudem ein zweites Turnier, das von Sunshine Tour und DP World Tour gemeinsam veranstaltet wird.
Hatton im Fokus: Jagd auf den vierten Titel
Tyrrell Hatton ist nach dem Ryder-Cup-Erfolg in New York hochmotiviert. Dort sammelte er 3,5 Punkte aus vier Matches und gehörte zu den Leistungsträgern des europäischen Teams. In Schottland hat er nun die Chance, seinen vierten Titel bei den Dunhill Links zu gewinnen – nach Erfolgen 2016, 2017 und 2024.
Persönliche Bedeutung für Hatton
Besonders in Erinnerung blieb ihm der Sieg 2024, als sein Vater erstmals live vor Ort war. Als langjähriger Coach begleitete er die Karriere seines Sohnes seit Kindertagen. Hatton sieht zudem die entspanntere Atmosphäre des Pro-Am-Formats als einen Grund, weshalb er auf diesen Plätzen regelmäßig stark spielt.
Ryder-Cup-Sieger zurück in Schottland
Neben Hatton treten weitere Protagonisten des europäischen Ryder-Cup-Siegs in Schottland an.
Matt Fitzpatrick mit familiärem Team
Matt Fitzpatrick kehrt nach St Andrews zurück, wo er 2023 sowohl den Einzeltitel als auch die Teamwertung gewann – damals mit seiner Mutter. Dieses Jahr tritt er mit seinem Vater an.
Tommy Fleetwood genießt die Links
Auch Tommy Fleetwood ist dabei. Er beschreibt den Ryder-Cup-Erfolg als prägendes Erlebnis. Gleichzeitig betont er seine besondere Verbindung zu den drei Plätzen, auf denen er bereits gute Ergebnisse erzielt hat. Ein Sieg bei den Dunhill Links fehlt ihm jedoch noch.
Robert MacIntyre als Lokalmatador
Robert MacIntyre komplettiert die Gruppe der Ryder-Cup-Sieger. Für den Schotten bedeutet das Heimspiel auf den Links ein besonderes Highlight in seiner Saison.
Nicolas Colsaerts: 500. Tour-Start und Abschied
Für Nicolas Colsaerts markiert die Championship einen Meilenstein. Der Belgier absolviert sein 500. Turnier auf der DP World Tour und hat seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt.
Er blickt auf eine Karriere mit drei Tour-Siegen, 14 Major-Starts und der Teilnahme am „Miracle at Medinah“ 2012 zurück. Colsaerts sieht St Andrews als würdigen Ort für dieses Jubiläum. Auch wenn er selbst meint, aus seinem Potenzial mehr hätte machen können, überwiegt die Dankbarkeit über 25 Jahre Profisport.
Starkes Feld mit Major-Siegern
Zehn Major-Champions sind im Feld vertreten: Patrick Reed, Cam Smith, Danny Willett, Padraig Harrington, Bubba Watson, Dustin Johnson, Martin Kaymer, Louis Oosthuizen, Brooks Koepka sowie die Ryder-Cup-Sieger Fitzpatrick und Hatton.
Diese Mischung macht das Event zu einem Treffpunkt internationaler Topstars im Herbst der Saison.
Promis im Teamformat
Die Teamwertung bringt seit jeher Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und Unterhaltung nach Schottland.
Hollywood und Showbusiness
Hollywood-Größen wie Michael Douglas und Bill Murray treten ebenso an wie Musiker Ronan Keating, Mike Rutherford, Huey Lewis, Tom Chaplin von Keane und Dave Farrell von Linkin Park.
Sportstars auf dem Tee
Auch Sportgrößen wie Wayne Gretzky, Kelly Slater, Steve Redgrave und Andy Murray sind Teil des Feldes. Dazu kommen Rugbyspieler aus Südafrika und mehrere Cricket-Ikonen.
Schlüsselrolle im Race to Dubai
Die Dunhill Links ist das 37. von 42 Turnieren der Saison und Teil der „Back 9“. Für viele Spieler geht es um wertvolle Punkte im Kampf um die Tourkarte 2026, um die Qualifikation für die Play-Offs oder um den Aufstieg auf die PGA Tour.
Die Saison schließt mit zwei Rolex-Series-Events in Dubai, doch gerade die Turniere im Herbst entscheiden über Karten, Plätze und Karrieren.
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