Skip to main content
Golf

Alex Noren triumphiert zum zweiten Mal bei der BMW PGA Championship

15. September 2025
Alex Noren BMW PGA Championship 2025
Foto: Getty Images

Nervenstarker Auftritt des Ryder Cup Vicecaptains am Finaltag in Wentworth

Alex Noren hat sich zum zweiten Mal in seiner Karriere den Titel der BMW PGA Championship gesichert. Der Schwede setzte sich im Play-off gegen den Franzosen Adrien Saddier durch und feierte damit seinen zwölften Titel auf der DP World Tour – mehr als jeder andere Golfer seines Heimatlandes vor ihm. Schauplatz des traditionsreichen Turniers war erneut der West Course des Wentworth Club in Surrey.

Spannung bis zum letzten Putt

Noren und Saddier hatten sich über vier Runden hinweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Beide starteten am Finaltag mit einem geteilten Platz an der Spitze. Nach den Front Nine führte Noren mit einem Schlag, doch Saddier konterte mit vier Birdies auf den letzten neun Löchern. Noren blieb dran, punktete an der 12 und 13 und zog mit einem Birdie auf der 17 erneut gleich – 19 unter Par für beide nach 72 Löchern.

Im Play-off zeigte der 43-jährige Noren seine ganze Erfahrung. Beide Spieler entschieden sich für die linke Spiellinie auf dem anspruchsvollen Par 5 der Bahn 18. Während Saddiers Chip über das Grün ging und er mit einem schwierigen Downhill-Putt zu kämpfen hatte, spielte Noren seinen Ball auf drei Fuß ans Loch. Saddier verpasste, Noren verwandelte – und krönte sich damit zum Champion.

Erfolge in Serie

Noren hatte bereits drei Wochen zuvor die Betfred British Masters gewonnen. Der Erfolg in Wentworth ist damit sein zweiter Sieg in weniger als einem Monat. Bemerkenswert: Schon 2017 hatte er sich den Titel auf dem West Course gesichert – damals mit einer spektakulären Finalrunde von 62 Schlägen.

Obwohl Noren am Finaltag nach eigener Aussage nicht sein bestes Eisenspiel zeigte, brachte er sich mit starkem Kurzspiel und wichtigen Putts in die entscheidenden Positionen. Besonders auf den letzten Löchern spielte er taktisch klug und nervenstark.

Internationale Topspieler unter den Verfolgern

Den geteilten dritten Platz belegten Aaron Rai aus England und der Amerikaner Patrick Reed mit jeweils 16 unter Par. Mit einem Schlag Rückstand teilten sich unter anderem Ryder-Cup-Spieler wie Matt Fitzpatrick, Tyrrell Hatton und Viktor Hovland sowie Ewen Ferguson, Darren Fichardt und Si Woo Kim den fünften Rang.

Auch Rory McIlroy arbeitete sich mit einer starken Schlussrunde von 65 Schlägen noch auf Rang 20 vor, nachdem er zuvor eher unauffällig agiert hatte.

Enges Leaderboard und schwierige Bedingungen

Die Bedingungen in Wentworth zeigten sich vor allem am Schlusstag wechselhaft. Leichte Regenphasen und windige Passagen erschwerten das Spiel auf den letzten Löchern. Noren sprach nach der Runde von einem „emotionalen Kampf“ und betonte, wie schwierig es sei, sich bei drohendem Wetter voll auf das Spiel zu konzentrieren. Gerade deshalb zeigte er sich zufrieden, im Play-off unter besseren Bedingungen antreten zu können.

Noren auf Platz eins der schwedischen Siegerliste

Mit seinem zwölften Titel auf der DP World Tour überflügelt Alex Noren nun Robert Karlsson und Henrik Stenson und ist damit der erfolgreichste Schwede in der Geschichte der Tour. Seine Konstanz und Routine zeigen sich nicht nur in Siegen, sondern auch darin, wie er sich in Drucksituationen behauptet. Im Play-off profitierte er zwar von einem guten Break, doch letztlich war es die Qualität seines kurzen Spiels, die den Unterschied machte.

Turnierergebnisse im Überblick

Nach vier Runden und einem Score von 269 Schlägen beendeten Noren und Saddier das Turnier mit 19 unter Par. Dahinter folgten Rai und Reed mit 272 Schlägen. Die Plätze fünf bis elf waren mit prominenten Namen wie Fitzpatrick, Hatton, Hovland und Rahm ebenso stark besetzt. Auch die Leistungen von Ewen Ferguson, Darren Fichardt oder Si Woo Kim unterstrichen die internationale Klasse des Feldes.

Für deutsche Fans gab es aus sportlicher Sicht wenig zu feiern. Yannick Paul beendete das Turnier mit einem Gesamtergebnis von +1 auf dem geteilten 70. Platz. Marcel Siem wurde disqualifiziert. Auch Max Kieffer und Nick Bachem verpassten den Cut.

Marcel Siem mit Disqualifikation. Was war geschehen?

Beim Abschlag auf Loch?18 schlug Siem den Ball weit nach rechts. Er nahm an, der Ball sei out of bounds (also außerhalb der Grenzen), und schlug vorsorglich einen provisorischen Ball ab. Später wurde der ursprüngliche Ball von einem Zuschauer gefunden – nicht out of bounds, aber zumindest in oder nahe einer Penaltyarea. 

Siem nahm an, dass der Ball unspielbar sei, hob ihn auf, und spielte weiter mit dem Provisional. Er beendete das Loch mit einem Score, den er für korrekt hielt, unterschrieb schließlich seine Scorecard. 

Warum es ein Regelverstoß war

Laut den Golfregeln darf ein provisorischer Ball nur dann weiter genutzt werden, wenn der ursprüngliche Ball nicht gefunden wurde oder als verloren gilt oder außer Spiel ist (out of bounds). Wird der ursprüngliche Ball gefunden und befindet er sich nicht out of bounds, muss man diesen spielen oder, wenn er sich in einer Penaltyarea befindet, die Relief-Regel anwenden. Man darf in diesem Fall nicht einfach mit dem Provisional weiter spielen. 

Siem hat aber genau das gemacht: Er hat den ursprünglichen Ball gespielt (bzw. aufgehoben, weil er ihn als unspielbar einordnete), danach aber trotzdem mit dem Provisional weitergespielt. Das ist nach den Regeln nicht zulässig. 

Zeitpunkt der Erkenntnis und Disqualifikation

Siem wurde erst bei der Auswertung seiner Runde im Scoring-Office bewusst, dass seine Vorgehensweise vermutlich nicht regelkonform war. Er rief einen Regeloffiziellen hinzu und erklärte die Situation. Nach Prüfung musste die Regelverletzung zur Disqualifikation führen

 

Weitere Beiträge

Amundi German Masters 2026

Esther Henseleit sucht 2026 wieder ein Top-Talent für das Amundi German Masters

| Golf | No Comments
Beim Amundi German Masters Junior Qualifier 2026 erspielen sich Nachwuchsgolferinnen einen Startplatz für das LET-Turnier in Green Eagle. Alle Infos zu Termin, Teilnahme und Spielerfeld.
Aerial. View from the sky at the golf courses in the tourist town Vale de Lobo. Vilamoura.

Lieblingsdestinationen presented by Golfamore

| Reise | No Comments
Lieblingsdestinationen für Golfer: Mit Golfamore in Spanien und Portugal auf Top-Plätzen spielen, für 50 % des Greenfees.
MS Europa 2 Golfreise - Par Excellence mit Golf & Cruise

MS Europa 2 Golfreise – Par Excellence mit Golf & Cruise

| Reise | No Comments
MS Europa Golfreise : Vier Top-Golfplätze, Kanaren und Marokko. Stilvolle Golfkreuzfahrt mit Training und Meerblick.
Hotel SONNENALP - Ofterschwang

Golfglück mit Alpenblick – die Sonnenalp in Ofterschwang

| Reise | No Comments
ADVERTORIAL Es gibt Hotels, die sind schön. Und es gibt Hotels, die fühlen sich an wie ein kleines eigenes Land. Die Sonnenalp in Ofterschwang gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Für…
moveo crossfit

Moveo Trainingsgerät – Sitzen ist kein Sport

| Golf, Life | No Comments
Das moveo Trainingsgerät simuliert natürliche Gehbewegung, fördert Beweglichkeit, Stabilität und Regeneration – besonders relevant für Golfer.
Celina Sattelkau Sunshine Ladies Tour

Celina Sattelkau Sunshine Ladies Tour: Sieg zum Saisonauftakt

| Golf | No Comments
SuperSport Ladies Challenge 2026: Celina Sattelkau feiert ihren ersten Profi-Sieg auf der Sunshine Ladies Tour nach einem dramatischen Playoff in Südafrika.