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Golf

Alex Noren ist letzter europäischer Vicecaptain für den Ryder Cup 2025

2. September 2025April 30th, 2026
Alex Noren wird Vice Captain beim Ryder Cup 2025

Donald komplettiert sein Führungsteam für Bethpage

Luke Donald benennt Alex Noren als fünften und letzten Vizekapitän für den Ryder Cup 2025, der vom 26. bis 28. September auf Bethpage Black in New York stattfindet. Damit steht das europäische Backroom-Team fest, denn neben Noren unterstützen bereits Francesco Molinari, Edoardo Molinari, Thomas Bjørn und José María Olazábal den Kapitän. Ziel bleibt die Titelverteidigung auf US-Boden, und zwar mit einer klaren Struktur abseits der Fairways.

Noren bringt Paris-Erfahrung und Punktelieferungen mit

Der 43-jährige Schwede war Teil des siegreichen Teams von 2018 in Paris. Damals sammelte er zwei Punkte aus drei Matches. Besonders präsent bleibt sein gelochter Putt aus rund zwölf Metern am 18. Grün, der ihm im abschließenden Einzel ein 1-auf gegen Bryson DeChambeau einbrachte. Europa setzte sich in Le Golf National mit 17½:10½ gegen die USA durch, sodass Noren seither als zuverlässiger Faktor für Teamformate gilt.

Rolle im Teamraum: Haltung, Know-how und Routine

Noren geht die Aufgabe mit Überraschung, aber auch mit spürbarer Bereitschaft an. Er will im Teamraum eine positive Haltung pflegen, Wissen teilen und seine lange Tourerfahrung einbringen. Denn aus seiner Sicht wird es in New York besonders fordernd, vor allem wegen des Austragungsortes. Eine lautstarke Kulisse erwartet die Europäer, doch dieser Rahmen kann Energie freisetzen. Zudem kennt ein Großteil des Kaders die US-Tour, die Plätze und die Setups sehr gut, weshalb die Gruppe mit belastbaren Routinen anreist.

Warum Donald auf Noren setzt

Aus Sicht des Kapitäns passt Noren fachlich wie menschlich. Donald verweist auf Norens Profil als ehemaliger Ryder-Cup-Spieler, auf konstante Auftritte auf der DP World Tour ebenso wie auf der PGA TOUR sowie auf eine Arbeitsweise, die auf Vorbereitung und Teamdienst ausgerichtet ist. Wichtig ist dabei weniger die Person Noren als vielmehr das Kollektiv. Denn genau diese Haltung stärkt nach Donalds Eindruck die Rolle eines Vizekapitäns. Außerdem sieht er Anschlussstellen im Kader: Noren ist eng mit mehreren Spielern vertraut, trainiert in Florida im Bears Club und bewegt sich im gleichen Umfeld wie viele der vorgesehenen Akteure – kurze Wege, klare Kommunikation, eingespielte Abläufe.

Komplettes Backroom-Team: Erfahrung in Breite und Tiefe

Mit den Brüdern Francesco und Edoardo Molinari, mit Thomas Bjørn und mit José María Olazábal stehen Donald erfahrene Wegbegleiter zur Seite, die den Wettbewerb aus verschiedenen Rollen kennen. Dabei greifen analytische Stärken, taktische Routine und persönliche Nähe zu den Spielern ineinander. Noren fügt eine weitere Perspektive hinzu, denn er verbindet aktuelle Form am Schläger mit Teamkompetenz aus den vergangenen Jahren.

Paris 2018 im Detail: Paare, Punkte, Impulse

In Paris gewann Noren an der Seite von Sergio García die Vierer-Partie am Freitag mit 5&4 gegen Phil Mickelson und Bryson DeChambeau. Am Samstag unterlagen beide Bubba Watson und Webb Simpson mit 3&2. Im Einzel setzte sich Noren schließlich 1-auf gegen DeChambeau durch. Diese Mischung aus deutlichen Ergebnissen und engem Finale prägte sein Wochenende, doch sie zeigt auch, wie er über zwei Tage hinweg Lösungen fand und am Sonntag den Schlusspunkt setzte.

Formkurve und Titelbilanz

Abseits des Ryder-Cup-Kontexts stehen bei Noren elf Siege auf der DP World Tour. Zuletzt gewann er im Vormonat die Betfred British Masters – und das bereits zum zweiten Mal. Solche Erfolge wirken, denn sie belegen, dass er sein Spiel im Blick behält und zugleich die Anforderungen moderner Tourwochen erfüllt. Für die Rolle als Vizekapitän zählt genau diese Nähe zum aktuellen Touralltag.

Teamformate: Breiter Erfahrungsschatz

Noren hat über Jahre in verschiedenen Teamwettbewerben gespielt. Er gab 2010 sein Debüt im Royal Trophy, startete 2011 bei der Seve Trophy und repräsentierte Schweden beim World Cup of Golf 2011 sowie 2016. Außerdem gehörte er 2018 zur siegreichen Europa-Auswahl beim EurAsia Cup. Zuletzt agierte er 2023 im Hero Cup und trug zum Erfolg von Kontinentaleuropa bei. Diese Stationen sorgen für Muster, auf die er in New York aufbauen kann, denn sie schärfen sein Gefühl für Paarungen, Dynamiken und Tagesformen.

Auswärtsspiel in New York: Rahmen und Anspruch

Bethpage Black steht für ein intensives Umfeld. Noren rechnet mit einer fordernden Atmosphäre, jedoch mit einem Effekt, der die Europäer anspornt. Viele Spieler kennen US-Verhältnisse aus eigener Praxis, deshalb fällt die Umstellung geringer aus, als sie auf dem Papier wirkt. Der Kader bringt Erfahrung mit US-Plätzen mit, und zwar in Turnierwochen unter maximalem Druck. Daraus entsteht ein Vorteil bei Routen, Rhythmus und Anpassungen, die während der Woche nötig werden.

Der Beitrag eines Vizekapitäns

Ein Vizekapitän übersetzt Daten, Stimmungen und strategische Optionen in klare Hinweise. Noren kann hier andocken, denn er arbeitet akribisch und gilt als Teamspieler. Er kennt die Anforderungen von Vierern und Vierballformat, aber auch die eigenen Rhythmen im Einzel. Zudem verfügt er über kurze Drähte zu prägenden Figuren im Team, und zwar sowohl zu skandinavischen Spielern als auch zu Kollegen, mit denen er häufig trainiert. Dadurch verkürzt sich die Strecke zwischen Idee und Umsetzung.

Puzzleteile an Ort und Stelle

Mit der Benennung Norens sind aus Kapitän, zwölf Spielern und fünf Vizekapitänen alle Bausteine gesetzt. Donald spricht von einem fertigen Bild, bei dem letzte Details an ihrem Platz liegen. Nun richtet sich der Blick auf Abläufe vor Ort, auf Feinschliff im Kader und auf die Balance zwischen Spontanität und Plan. Denn ein Auswärtsspiel verlangt Flexibilität, aber auch verlässliche Routinen. Noren soll genau an dieser Schnittstelle wirken.

Blick auf die Woche: Klarheit vor dem ersten Abschlag

Bis zum ersten Abschlag in Bethpage bleiben die Rollen sauber verteilt: Der Kapitän trifft die Entscheidungen, die Vizekapitäne sammeln Eindrücke, geben Input und halten den Raum frei für das Wesentliche – das Spiel. Noren verbindet dafür aktuelle Tourpraxis, Teamnähe und Paris-Erfahrung. Er kennt Sieg, Druck und das Momentum, das eine Woche tragen kann. Deshalb fügt er sich nahtlos in ein Führungsteam, das Breite und Tiefe vereint.

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