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Reise

Mallorcas Top-Golfplätze 2025 – Von Comebacks bis Aufsteiger

15. August 2025
pula-golf-resort

Fünf Golfanlagen auf der Baleareninsel, die in diesem Jahr herausragen!

Comebacks und Aufsteiger sind vertreten. GOLF’N’STYLE-Autor Sven Hanfft, selbst Teilzeit-Resident auf Mallorca, stellt Ihnen fünf Top-Golfplätze auf der beliebten Balearen-Insel vor.

Jetzt kommt allmählich wieder die Zeit der Golfer. Temperaturen an die 30 Grad können noch mal vorkommen, über 30 Grad, wie in den Hitze-Monaten Juli und August, wird es im September, Oktober und November aber nicht mehr geben. Ein Segen für die Golfer, die Greenkeeper und für die Golfplätze. Ab sofort sind die Frühaufsteher – im Golf-Jargon auch „early birds“ genannt – und hitzeresistenten Strand- und Pool-Verweigerer nicht mehr allein auf den 23 Golfplätzen der Insel. Es füllt sich, auf den Buchungsportalen der Clubs gibt es zwischen 8 und 14 Uhr kaum noch freie Tee-Times. Rechtzeitiges Buchen ist zu empfehlen, mal auf gut Glück vorbeifahren macht dagegen wenig Sinn. Auch auf der Lieblingsinsel der Deutschen sind die ersten Auswirkungen des Klimawandels spürbar. Auf der einen Seite nehmen die Hitzeperioden (allgemeine Definition: mehrere Tage in Folge mit über 30 Grad) im Sommer zu, auf der anderen Seite verlängern die zunehmend milderen Temperaturen im Spätherbst und Winter für den Tourismus die Saison. Wovon natürlich auch die Golfanlagen profitieren. Golf auf Mallorca außerhalb der Hitzemonate boomt. Und schon seit Längerem beobachten wir auf nahezu allen Golfanlagen eine stetige Qualitätsverbesserung. Und einige sind dabei von besonderer Güte!

Comeback mit T wie Tamsen

Vor gut zehn Jahren hat der Hamburger Unternehmer und Kaufmann Heiner Tamsen (63) die Golfanlage Poniente erstanden. Keine Vernunfts-, sondern wohl eher eine sentimentale Nostalgie-Entscheidung des einstigen Händlers von Luxusautos und Motoryachten. „Mit Golf kannste kein Geld verdienen, dafür sind die Investitions- und Betriebskosten zu hoch“, so Tamsen seinerzeit. Aber Tamsen hatte nun mal vor knapp 20 Jahren in Poniente seine Platzreife gemacht und seitdem ein Faible für die Anlage bei Port Adriano. Vor diesem Hintergrund dürfte dem Mann mit starker Affinität fürs Schöne und Exklusive auch missfallen haben, dass „sein“ Platz nach der Wirtschaftskrise 2008 zusehends ins Mittelmaß abrutschte und andere Anlagen Poniente längst den Rang abgelaufen hatten. Tamsen musste seine Kaufofferten mehrfach erneuern, bis der spanische Eigentümer schließlich schwach wurde und Poniente Golf ganz uneitel in T-Club umbenannt werden konnte. Nicht immer hat den strengen Behörden in Palma das schnelle und umtriebige Handeln des Hamburger Selfmade-Millionärs gefallen – mal haben sie ihm die Clubhaus-Nutzung untersagt, mal den Parkplatz gesperrt, aber Tamsen blieb sich treu und hat die 1978 eröffnete Anlage wieder in die erste Liga zurückgeführt. Und dabei gelingt es ihm sogar für eine gewisse Zeit, eine alte englische Golfjournalisten-Regel („There is no second chance for a first impression“) außer Kraft zu setzen: Die eher schlichte Auffahrt und der mit Rindenmulch belegte Gästparkplatz sind wahrlich kein Hingucker, vom ersten Café con leche im aufgefrischten Clubhaus bis zum letzten Putt und Cerveza ist der Schönheitsfehler aber eindrucksvoll verdrängt. Ballpyramiden auf der Range, Top-Teeboxen und renovierte Grüns auf dem Platz, Buschwerk und Unterholz abseits der Bahnen gelichtet. In Gänze: pures Golfvergnügen, speziell die elf Löcher auf der Clubhausseite. Mit dem Erreichten dürfte Tamsen durchaus zufrieden sein, und offensichtlich ist er in Sachen „Golf-Business“ auf den Geschmack gekommen. 2022 hat er auch noch den Golfpark Puntiró erworben und im Sinne der Corporate Identity in T Golf Palma umbenannt. Das erste und einzige Design auf Mallorca aus dem Hause von US- Golf-Legende Jack Nicklaus hat 2006 seine Tore geöffnet. Ein landschaftliches und golferisches Schmuckstück, das über den Status des „Rohdiamanten“ nie wirklich hinausgekommen ist. Aber das ändert sich gerade. Bei unserem Besuch im vergangenen Frühjahr wirkte die gesamte Anlage schon deutlich aufgeräumter, freundlicher, heller. Die weißen Clubgebäude haben innen wie außen neuen Glanz, der erstklassige Par-71-Platz hat neue Sichtachsen erhalten, das lästige Unterholz, das früher jeden Ball abseits des Semiroughs förmlich verschluckte, verschwindet nach und nach. Und auch von der Clubhausterrasse kann man den schönen Golfplatz nicht mehr nur erahnen, sondern auch sehen. Der kleine Bruder vom T Golf Calvia ist auf dem Weg zu einer golferischen Top-Adresse.

Spitzengolf in der Einflugschneise

Das ist Son Gual Golf, in der Einflugschneise zum Palma Airport gelegen, schon seit dem Tag seiner Eröffnung im Jahr 2007. Bis dahin war es aber ein langer Weg. Vom Erwerb des 156 Hektar-Areals durch den fränkischen Fenster-Fabrikanten (HAPA-Fenster) Adam Pamer bis zum ersten Abschlag vergingen neun Jahre. Das hat den Fenster-Millionär viel Geld gekostet, aber immerhin kann sich das Ergebnis mehr als sehen lassen. Der Münchner Golfplatz-Architekt Thomas Himmel lieferte seinerzeit auf Mallorca sein Meisterwerk ab. Ein Par-72-Platz (6.621 von hinten) im US-Style mit großen Bunkerlandschaften, großen Grüns und üppigen Wasserhindernissen.

Porsche, Profis, Perfektion

Platzhirsch unter den Mallorca-Plätzen ist eindeutig der Club de Golf Alcanada. Seit der Par-72-Platz (6.559 m) in der Bucht von Alcúdia 2003 eröffnet wurde, verging kaum ein Jahr ohne internationale Auszeichnung. Das liegt zum einen an der spektakulären Lage gegenüber der Leuchtturminsel Alcanada, zum anderen am Design des weltberühmten Golf-Architekten Robert Trent Jones Jr. (USA) und mit Sicherheit auch am perfekt organisierten Backoffice. Unter dem deutschen Golfdirektor Kristoff Both laufen Marketing, Merchandising und Greenkeeping einwandfrei. Dazu gehört natürlich auch das wache wie scharfe Auge des schwerreichen Eigentümers Hans-Peter Porsche, der höchste Qualität bis ins letzte Detail einfordert. Und diese auch gerne stolz präsentiert. Zum Beispiel beim Rolex Grand Final der HotelPlanner Tour (ehemals Challenge Tour). Vom 30. Oktober bis 2. November richtet Alcanada das große Saisonfinale um die DP- World-Tour-Tickets zum fünften Mal aus.

Aufsteiger Pula

Der Aufsteiger unter den Top-Anlagen ist das Pula Golf Resort, 1995 eröffnet und anfangs etwas holprig vom 1. Tee gekommen. Nachdem aber Spaniens Golf-Legende José Maria Olazábal dem Platz 2006 ein komplettes Redesign verpasst hatte, bietet dieser mittlerweile eine attraktive sportliche Herausforderung, die jeden Tag aufs neue wieder Spaß bringt. Der Einstieg in die Runde könnte kaum schwieriger sein: rechts Aus, links Aus und schlanke 373 m (von gelb) bis zum Grün. Die Bahnen zwei und drei sind ebenfalls noch etwas tricky, aber mit der Vier eröffnet sich dem Golfer schließlich ein Championship-Course, der alle Facetten des Golfsports bietet. Kluges Course Management ist gefragt, um Teiche und tiefe Bunker aus dem Spiel zu nehmen.  Zum Wohlfühlpaket gehören mittlerweile auch 31 Gästezimmer, aufgeteilt in zehn sehr charmante Zimmer in der 1581 erbauten Finca, und 21 Apartments. Den Gästen stehen zudem ein Außenpool, eine Sauna, ein Massage-Service und ein Gym zur Verfügung. „Wir haben zuletzt viel investiert und sind gut aufgestellt für die nahende Hochsaison“, sagte Besitzer Arnau Sala. Jüngste Investion: drei Kress-Mähroboter für die clubhausnahen Bahnen 1 und 18 sowie für die Range. Spart Zeit und Geld im Greenkeeping, reduziert Treihausgasemissionen und Lärmbelästigung – gut für Mallorca, Golfer und Gäste.

Fotos: Club de Golf Alcanada, Golf Son Gual, Pula Golf Resort, T-Golf Club

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