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Golf

Vierumäki Finnish Challenge 2026: Dominic Foos gewinnt vor Tiger Christensen

23. August 2026
Dominic Foos bei der Vierumäki Finnish Challenge 2026 auf dem Cooke Course
Dominic Foos (Foto: Getty Images)

Dominic Foos gewinnt die Vierumäki Finnish Challenge 2026 nach engem Finale und beendet eine elfjährige Wartezeit auf der Hotelplanner Tour.

Foos dreht das Finale

Dominic Foos hat die Vierumäki Finnish Challenge supported by Finnish Golf Union gewonnen. Der Deutsche spielte auf dem Cooke Course zum Abschluß eine 67 und kam nach vier Runden auf 267 Schläge sowie 21 unter Par. Damit setzte er sich mit einem Schlag Vorsprung vor Jonathan Gøth-Rasmussen aus Dänemark durch. Tiger Christensen machte das starke deutsche Resultat mit Rang drei komplett.

Entscheidung fällt auf der 18

Erst auf dem letzten Grün stand Foos als Sieger fest. Gøth-Rasmussen hatte auf der 18 noch die Chance, mit einem Birdie ein Stechen zu erzwingen. Sein Putt blieb jedoch rund 30 Zentimeter vor dem Loch liegen. Foos, der mit sechs Birdies bei nur einem Bogey eine 67 notiert hatte, konnte danach seinen zweiten Titel auf der Hotelplanner Tour feiern.

Elf Jahre zwischen zwei Siegen

Bemerkenswert ist dabei nicht nur der lange Abstand zwischen den beiden Erfolgen, sondern auch der Ort. Schon seinen ersten Titel auf der damaligen Challenge Tour hatte Foos 2015 in Finnland gewonnen. Damals setzte sich der Karlsruher bei der Gant Open im Aura Golf Club durch und war zu diesem Zeitpunkt der jüngste Sieger in der Geschichte der Tour. Nun folgte elf Jahre später erneut ein Erfolg in Finnland.

Foos nutzt seine Chance

Der 28-Jährige war mit drei Schlägen Rückstand auf Christensen in den Sonntag gegangen. Während der Spitzenreiter erstmals in dieser Woche über Par blieb, spielte Foos die niedrigste Finalrunde der späteren Spitzengruppe. Seine 67 brachte ihn von 16 auf 21 unter Par. Für den Sieg erhielt er 48.000 Euro aus dem Preisgeld von 300.000 Euro.

Eine 63 bringt Foos ins Rennen

Den Grundstein für seine Ausgangslage hatte Foos bereits am Freitag gelegt. Nach einer 69 zum Auftakt spielte er eine bogeyfreie 63. Neun Birdies brachten ihn nach 36 Löchern auf zwölf unter Par und Rang vier. Kein Spieler benötigte in der zweiten Runde weniger Schläge. Eine 68 am Samstag hielt Foos anschließend in Reichweite der Spitze.

Christensen startet als Spitzenreiter

Dabei hatte vor der letzten Runde vieles für Tiger Christensen gesprochen. Der Hamburger spielte am Samstag ebenfalls eine 63 und übernahm mit 19 unter Par die alleinige Spitze. Er begann seine dritte Runde mit einem Eagle auf der ersten Bahn und ließ auf den Löchern zwei und drei sofort zwei Birdies folgen. Nach 54 Löchern führte er zwei Schläge vor Gøth-Rasmussen und drei vor Foos.

Christensen fällt auf Rang drei zurück

Am Sonntag konnte Christensen dieses Tempo nicht halten. Mit einer 73 verlor er fünf Schläge auf Foos und beendete das Turnier bei 18 unter Par auf Rang drei. Seine Runden von 66, 68, 63 und 73 ergaben 270 Schläge. Trotz der verpaßten Chance auf den Titel blieb damit ein weiteres deutsches Ergebnis unter den ersten Drei.

Deutsches Duo prägt den Schlußtag

Foos und Christensen bestimmten damit einen großen Teil der Geschichte dieses Finaltages. Während Christensen als Führender in die Runde ging, arbeitete sich Foos aus der Verfolgerrolle an die Spitze. Zwischen beiden lagen am Ende drei Schläge. Gøth-Rasmussen hielt sich mit seiner 69 dazwischen und kam mit 20 unter Par bis auf einen Schlag an den Sieger heran.

Gøth-Rasmussen von Beginn an vorne

Der Däne hatte das Turnier schon am Donnerstag geprägt. Mit einer bogeyfreien 63 und neun Birdies setzte er sich nach der ersten Runde an die Spitze. Eine 66 am Freitag brachte ihn auf 15 unter Par und verschaffte ihm nach 36 Löchern die alleinige Führung. Nach einer 70 am Samstag musste er diese jedoch an Christensen abgeben.

Enges Feld hinter dem Podium

Hinter den drei Erstplatzierten teilten sich Adam Blomme aus Schweden und Tadeas Tetak aus der Slowakei bei 17 unter Par Rang vier. Christofer Blomstrand folgte mit 16 unter Par auf Rang sechs. Mattias Varjun aus Estland und der US-Amerikaner John Catlin kamen mit jeweils 15 unter Par auf den geteilten siebten Platz.

Sieben Deutsche schaffen den Cut

Auch abseits von Foos und Christensen war Deutschland im Wochenende gut vertreten. Sieben der zwölf gestarteten Deutschen überstanden den Cut. Neben Foos und Christensen qualifizierten sich Jan Schneider, Philipp Katich, Alexander Knappe, Michael Hirmer und Hurly Long für die beiden Schlußrunden. Der Cut lag nach 36 Löchern bei fünf unter Par.

Schneider hält lange Kontakt

Jan Schneider hatte sich mit Runden von 69 und 66 Schlägen auf neun unter Par gespielt und lag bereits zur Halbzeit aussichtsreich. Eine weitere 68 am Samstag brachte ihn auf 13 unter Par und Rang zwölf vor dem Finale. Auch Michael Hirmer ging nach Runden von 70, 67 und 67 mit zwölf unter Par aus den vorderen Regionen des Feldes in den Sonntag.

Long schafft es ins Wochenende

Hurly Long begann mit einer 66 und lag damit nach der ersten Runde gut im Rennen. Eine 71 am Freitag brachte ihn bei sieben unter Par sicher über die Cutlinie. Nach einer weiteren 71 am Samstag stand er bei acht unter Par. Philipp Katich und Alexander Knappe gingen jeweils mit neun unter Par in die letzte Runde.

Fünf Deutsche verpassen den Cut

Für Nick Bachem, Marc Hammer und Thomas Schmidt endete das Turnier dagegen bei jeweils zwei unter Par nach zwei Runden. Linus Lang kam auf eins unter Par, Christian Bräunig auf eins über Par. Damit erreichten sieben Deutsche das Wochenende, während fünf nach Freitag ausschieden.

Regner scheitert am Freitag

Aus österreichischer Sicht blieb Niklas Regner ohne Wochenende. Der Österreicher war per Wildcard ins Feld gekommen, konnte diese Chance aber nicht für ein zählbares Resultat nutzen. Nach einer 75 zum Auftakt spielte er am Freitag eine 71. Mit insgesamt 146 Schlägen und zwei über Par verpaßte er den Cut deutlich.

Finnischer Rückkehrer in den Top Ten

Auch die Gastgeber hatten sportlich Grund zur Aufmerksamkeit. Kalle Samooja kehrte nach einer rund 14 Monate langen Pause in den Turniergolf zurück. Nach einer Handgelenkoperation hatte der Finne längere Zeit kein Turnier bestritten. In Vierumäki kam er mit 14 unter Par auf den geteilten neunten Rang.

Koivu folgt auf Rang 13

Kim Koivu erreichte mit 13 unter Par den geteilten 13. Platz. Tapio Pulkkanen beendete das Heimturnier bei zwölf unter Par auf Rang 21. Lauri Ruuska und Lauri Rosendahl teilten mit jeweils zehn unter Par Rang 34. Damit schafften mehrere Finnen den Sprung in die obere Hälfte des Klassements.

Cooke Course erlaubt niedrige Scores

Der Cooke Course bot auch 2026 zahlreiche Birdiechancen. Das zeigten allein die drei 63er-Runden von Gøth-Rasmussen, Foos und Christensen an den ersten drei Turniertagen. Gleichzeitig veränderten Wind, Regen und kühlere Temperaturen am Sonntag die Bedingungen. Foos bezeichnete den Schlußtag später sinngemäß als harten Kampf und zeigte sich mit seinem Spiel unter diesen Bedingungen zufrieden.

Zehnte Ausgabe in Vierumäki

Das Turnier hatte 2026 auch historisch einen besonderen Rahmen. Zum zehnten Mal wurde die Finnish Challenge auf dem Cooke Course in Vierumäki gespielt. Der von Graham Cooke entworfene Platz ist seit 2016 Heimat des Turniers, wobei die Ausgabe 2020 wegen der verkürzten Saison ausfiel. Seit 2024 unterstützt der finnische Golfverband das Event als Namenspartner.

Finnische Sieger prägen die Historie

Mit Kim Koivu und Lauri Ruuska hatten in den vergangenen Jahren bereits zwei Finnen das Heimturnier gewonnen. Der Stellenwert des Events geht für den finnischen Golfsport jedoch über das Ergebnis hinaus. Wildcards bieten einheimischen Profis und Amateuren Startchancen auf der Hotelplanner Tour und damit direkte Vergleiche mit Spielern aus der zweiten europäischen Tour-Ebene.

Mattsson kommt über die Qualifikation

Ein Beispiel dafür lieferte Konsta Mattsson. Der 23-Jährige gewann am Montag vor dem Turnier die Qualifikation mit einer 64 und acht unter Par. Sechs Birdies sowie ein Eagle auf Bahn neun brachten ihm den einzigen dort vergebenen Startplatz. Im Hauptfeld schaffte Mattsson anschließend sogar den Cut und wurde mit vier unter Par geteilter 58.

Samooja setzt starkes Zeichen

Für die Gastgeber besaß vor allem Samoojas Rückkehr sportlichen Wert. Nach der langen Pause vier Runden unter Par zu spielen und sofort die Top Ten zu erreichen, gab dem Finnen eine solide Basis für die kommenden Starts. Nach Angaben von Vierumäki Golf plant er seinen nächsten Turnierauftritt drei Wochen später in Taiwan.

Foos schreibt seine Finnland-Geschichte weiter

Für Foos schließt sich dagegen ein ungewöhnlicher Kreis. Zwischen seinem ersten und seinem zweiten Titel auf der Hotelplanner Tour liegen elf Jahre, doch beide Siege gelangen in Finnland. Seit seinem damaligen Erfolg verlief seine Karriere über verschiedene Touren. 2025 gewann er zudem die Sjm Macao Open auf der Asian Tour. Nun folgte in Vierumäki wieder ein Titel auf europäischer Ebene.

Zwei Deutsche auf dem Podium

Aus deutscher Sicht war Vierumäki damit eines der auffälligen Turniere der Hotelplanner-Tour-Saison 2026. Foos gewann, Christensen wurde Dritter und sieben deutsche Spieler erreichten den Cut. Vor allem die Ausgangslage vor dem Sonntag war bemerkenswert: Christensen führte, Foos lag auf Rang drei und auch Schneider sowie Hirmer befanden sich nach 54 Löchern in der erweiterten Spitzengruppe.

Blick auf die nächsten Turniere

Die Hotelplanner Tour setzt ihre Nordeuropa-Serie vom 27. bis 30. August mit der Dormy Open by Creekhouse im Kristianstad Golf Club in Schweden fort. Danach folgen im September unter anderem die Rosa Challenge Tour in Polen, die English Challenge und die Open de Portugal. Das Saisonfinale findet Ende Oktober beim Rolex Grand Final auf Mallorca statt.

Vierumäki bleibt im Kalender

Auch die Finnish Challenge soll fortgesetzt werden. Vierumäki Golf hat nach Angaben des Veranstalters bereits eine Vereinbarung mit der Hotelplanner Tour für 2027 getroffen. Als Zeitraum ist vorläufig erneut die 33. Kalenderwoche vorgesehen. Damit soll das Turnier nach seiner zehnten Ausgabe auf dem Cooke Course auch im kommenden Jahr Teil des Tourkalenders bleiben.

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