
Die U.S. Women’s Open gehen im Riviera Country Club in die Finalrunde. Nelly Korda und Sei Young Kim teilen sich nach 54 Löchern die Spitze. Dahinter lauern mehrere Major-Siegerinnen. Auch Esther Henseleit bleibt aus deutscher Sicht im Blick.
Führung vor dem Finale
Die U.S. Women’s Open presented by Ally endet heute im Riviera Country Club in Pacific Palisades. Nach drei Runden liegen Nelly Korda und Sei Young Kim bei sechs unter Par gemeinsam vorn.
Einen Schlag dahinter folgen In Gee Chun und Jennifer Kupcho. Bei vier unter Par liegen Nasa Hataoka, Gaby Lopez und Ruoning Yin. Damit bleibt die Ausgangslage vor dem Sonntag eng.
Korda spielte sich am Samstag mit einer 67 in die geteilte Führung. Entscheidend war ihr Finish. Auf den letzten vier Bahnen gelangen ihr drei Birdies. So wurde aus einer soliden Runde ein klarer Angriff auf ihren ersten Titel bei der U.S. Women’s Open.
Korda und Kim im Fokus
Korda startet aus bester Position in den Finaltag. Dennoch bleibt der Vorsprung klein. Deshalb zählt auf Riviera jeder Schlag, vor allem auf den schwer lesbaren Grüns.
Sei Young Kim geht mit derselben Ausgangslage in die Schlussrunde. Die Südkoreanerin bringt viel Erfahrung mit. Außerdem wirkte sie über drei Tage kontrolliert genug, um Riviera nicht mehr Schläge abzugeben als nötig.
Gerade auf diesem Platz ist das wichtig. Wer Fairways verfehlt, steht schnell vor schwierigen Winkeln in kleine Zielflächen. Deshalb belohnt Riviera Geduld, Präzision und klare Entscheidungen.
Major-Dichte an der Spitze
Auffällig ist die Qualität im vorderen Teil des Leaderboards. Die LPGA verweist nach drei Runden darauf, dass ein großer Teil der Top zwölf bereits Major-Erfahrung besitzt.
Chun, Yin, Hataoka, Kim, Korda und Kupcho bringen Titel, Erfahrung oder regelmäßige Auftritte in Major-Spitzengruppen mit. Für die Schlussrunde bedeutet das: An der Spitze führt kaum jemand zufällig.
Jennifer Kupcho hatte das Turnier am Donnerstag mit einer 66 eröffnet. Nach drei Tagen liegt sie weiterhin nur einen Schlag zurück. Das ist für den Sonntag eine starke Position, weil Riviera kaum eine Runde erlaubt, in der sich eine Spielerin komplett absetzt.
Verfolgerinnen bleiben dran
Zur Halbzeit hatten Ruoning Yin und Alison Lee bei vier unter Par gemeinsam geführt. Yin blieb auch am Samstag im direkten Umfeld der Spitze. Lee verlor dagegen etwas Boden und liegt nun bei drei unter Par.
Für Lee bleibt die Geschichte dennoch bemerkenswert. Sie ist per aufgeschobener Mutterschutz-Ausnahme im Feld und spielt weiter um ein Spitzenergebnis mit.
Auch Charley Hull rückte am Moving Day nach vorn. Mit einer 65 brachte sie die niedrige Runde des Tages ins Clubhaus. Die Engländerin startet drei Schläge hinter Korda und Kim. Bei einer U.S. Women’s Open ist das viel, aber auf Riviera nicht aussichtslos.
Riviera als Prüfstein
Der Riviera Country Club ist erstmals Schauplatz der U.S. Women’s Open. Gespielt wird vom 4. bis 7. Juni in Pacific Palisades, Kalifornien. Die USGA führt das Turnier offiziell als 81. U.S. Women’s Open.
Der Kurs verlangt präzise Abschläge, saubere Längenwahl in die Grüns und Geduld auf den Puttflächen. Kleine Fehler wirken sich hier stärker aus als auf vielen regulären LPGA-Kursen.
Deshalb besitzt jede Par-Serie Wert. Sie sieht im Leaderboard oft unspektakulär aus, kann aber über Positionen entscheiden.
Henseleit kämpft weiter

Aus deutscher Sicht steht Esther Henseleit im Fokus. Nach der dritten Runde liegt sie bei vier über Par im Mittelfeld. Für den Titel kommt sie damit vor dem Finaltag nicht mehr infrage.
Trotzdem kann eine gute Schlussrunde sie im Klassement noch nach vorne bringen. Das offizielle Leaderboard führte Henseleit vor Beginn der Finalrunde bei plus vier.
Für Henseleit ist das Turnier auch deshalb interessant, weil sie nach ihrem starken Frühjahr und dem Heimauftritt beim Amundi German Masters wieder auf Major-Bühne gefordert ist.
So wird der Sonntag
Die letzte Startzeit gehört Korda und Kim. Davor spielen Chun und Kupcho. Dahinter folgen die Verfolgerinnen um Hataoka, Lopez, Yin, Hull und Lee.
Die Ausgangslage bleibt offen. Korda kann ihr nächstes großes Kapitel schreiben. Kim kann ihre Erfahrung ausspielen. Chun und Kupcho brauchen nur einen Schlag, um sofort Druck aufzubauen.
Damit verspricht die Finalrunde der U.S. Women’s Open Spannung bis zum Schluss. Riviera lässt wenig Raum für Kontrolle, aber genug für Bewegung auf dem Leaderboard.
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