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Golf

The Masters 2026: McIlroy verteidigt seinen Titel

13. April 2026April 30th, 2026
Rory McIlroy bei den Masters 2026 im Augusta National
Rory McIlroy gewinnt back-to-back das Masters im Augusta National (Foto:Getty Images)

The Masters 2026: Rory McIlroy gewinnt im Augusta National erneut das Green Jacket. Der Nordire setzt sich am Finaltag mit 12 unter Par knapp vor Scottie Scheffler durch und feiert damit seine erfolgreiche Titelverteidigung.

Ein Finaltag ohne frühe Entscheidung

Die Ausgangslage vor der Schlussrunde des Masters 2026 war ungewöhnlich offen. Rory McIlroy und Cameron Young lagen nach 54 Löchern gleichauf. Dahinter blieben Sam Burns, Shane Lowry, Justin Rose und Scottie Scheffler in Schlagdistanz.

Augusta und wir Golffans bekamen damit genau den Sonntag, für den das Turnier bekannt ist. Nichts entschied sich früh. Stattdessen verschob sich das Klassement immer wieder. Mehrere Spieler hatten bis tief in die Runde realistische Chancen auf den Titel.

McIlroy startet wacklig

McIlroy begann die Finalrunde nicht souverän. Ein Doppelbogey an der 4 brachte ihn früh unter Druck. Zwischenzeitlich lag er sogar zwei Schläge hinter Cameron Young zurück. Auch auf den Grüns wirkte er zunächst nicht völlig frei.

Genau das machte diesen Sonntag so spannend. McIlroy war nicht mehr der Spieler, der das Turnier kontrollierte. Plötzlich war er wieder einer von mehreren Kandidaten. Augusta öffnete die Tür für ein Finale, das bis in die Back Nine hinein offen blieb.

Cameron Young hielt dem Druck der Schlussgruppe stand

Cameron Young konnte das Momentum seiner starken 65 vom Samstag lange nutzen. Zwar reichte es am Ende nicht ganz bis nach vorn, doch er hielt die Schlussgruppe über viele Löcher unter Spannung. Mit einer 73 fiel er schließlich auf den geteilten dritten Platz zurück.

Dennoch war Young ein zentraler Faktor dieses Finaltags. Sein früher Vorstoß sorgte dafür, dass McIlroy nie in einen ruhigen Rhythmus kam. Gerade deshalb blieb das Turnier bis spät hochdramatisch.

Scottie Scheffler mit Druck von hinten an

Den größten Druck entwickelte am Ende jedoch Scottie Scheffler. Der Weltranglistenerste startete mit vier Schlägen Rückstand in den Tag und arbeitete sich mit einer 68 bis auf einen Schlag an McIlroy heran.

Seine Aufholjagd passte perfekt zu Augusta. Aus einer früheren Gruppe postete Scheffler ein starkes Ergebnis und wartete dann, ob die Spitze noch Fehler machte. Besonders bemerkenswert: Er spielte die letzten beiden Runden bogeyfrei und machte damit aus McIlroys Schlusslöchern eine echte Nervenprobe.

Auf der 17 ließ Scheffler sogar noch einen Putt liegen, der den Druck weiter erhöht hätte. Trotzdem wurde seine Runde zu einem der entscheidenden Elemente dieses Sonntags.

Amen Corner wird erneut zum Wendepunkt

Wie so oft fiel die Entscheidung rund um Amen Corner. Justin Rose, der 2025 im Playoff gegen McIlroy verloren hatte, lag nach zehn Löchern kurzzeitig sogar in Führung. Danach verlor er jedoch rund um die 11, 12 und 13 an Boden.

Fast gleichzeitig setzte McIlroy auf der 12 ein wichtiges Birdie. Dieser Moment veränderte die Dynamik der Masters 2026 spürbar. Aus einer unsicheren Runde wurde wieder eine kontrollierte Führung.

McIlroy nutzte dieses Fenster konsequent. Nach dem unruhigen Start stabilisierte er sein Spiel und verschaffte sich mit weiteren starken Schlägen mehr Luft. Es war kein dominanter Auftritt. Aber es war genau die Art von Runde, die in Augusta Titel gewinnt.

Keine Glanzrunde, sondern eine Siegerleistung

Die Finalrunde war keine makellose Demonstration. Sie war vielmehr eine klassische Siegerleistung. McIlroy blieb in schwierigen Momenten stabil genug und rettete sich dort, wo andere entscheidend nachgaben.

An der 15 profitierte er davon, dass sein dritter Schlag knapp vor dem Wasser liegen blieb. An der 16 gelang ihm ein wichtiges Up-and-down. Zwar bogeyte er die 18 nach einem verzogenen Abschlag, doch der Vorsprung reichte bis ins Clubhaus.

Gerade das macht diesen Sieg so aussagekräftig. McIlroy gewann nicht mit Leichtigkeit, sondern mit Kontrolle in den entscheidenden Phasen.

McIlroy baut sein Augusta-Vermächtnis aus

Mit dem Sieg verteidigt Rory McIlroy nicht nur sein Green Jacket. Er gewinnt die Masters 2026 mit insgesamt 276 Schlägen und 12 unter Par. Damit bleibt er einen Schlag vor Scottie Scheffler und holt seinen zweiten Augusta-Titel in Folge.

Zugleich ist es sein sechster Major-Sieg. Als erfolgreicher Titelverteidiger reiht er sich damit in Augusta in eine exklusive Gruppe ein. Auch finanziell setzt das Turnier neue Maßstäbe: Der Sieger erhält 4,5 Millionen US-Dollar aus einem Gesamtpreisgeld von 22,5 Millionen US-Dollar.

Das Tableau hinter McIlroy

Hinter McIlroy beendet Scheffler das Turnier allein auf Rang zwei bei 11 unter Par. Den geteilten dritten Platz belegen Cameron Young, Justin Rose, Tyrrell Hatton und Russell Henley mit jeweils 10 unter Par.

Gerade dieses Klassement zeigt noch einmal den Charakter des Finaltags. Es war kein klassisches Duell zweier Spieler. Vielmehr verdichtete sich das Feld über Stunden zu einem Finale mit mehreren realistischen Gewinnern.

Aus deutschsprachiger Sicht blieb der DACH-Blick begrenzt. In den Spitzenrängen spielte kein deutscher Golfer mit. Auch Österreich und die Schweiz hatten keinen direkten Faktor im Titelrennen. Dadurch rückte die reine Sportgeschichte noch stärker in den Mittelpunkt.

Fazit: The Masters 2026 als Prüfung der Nerven

Die Masters 2026 waren am Finaltag kein Turnier der perfekten Schläge, sondern der Nerven. McIlroy verlor zwischenzeitlich die Kontrolle, fand aber rechtzeitig zurück. Scheffler setzte ihn von hinten massiv unter Druck, Young hielt das Rennen lange offen, und auch Rose war kurzzeitig in Reichweite.

Am Ende gewann Rory McIlroy nicht die schönste Runde, sondern die wichtigste. Genau deshalb wirkt diese erfolgreiche Titelverteidigung in Augusta so stark.

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