
Soudal Open 2026: Richard Sterne gewinnt in Belgien mit einem späten Eagle und beendet eine 13-jährige Durststrecke ohhne Sieg. Ein Fünferholz an der 17. Bahn wird zum Schlag seiner Karriere.
Ein Schlag für den Jahresrückblick
Manchmal passt eine lange Karriere in einen einzigen Schlag. Richard Sterne stand am Sonntag auf der 17. Bahn des Rinkven International Golf Club. Noch 276 Yards blieben bis zur Fahne. Er zieht sein Holz 5. Gefragt ist ein Draw, sauber getroffen, mutig genug und präzise genug. Der Ball landet wenige Fuß neben dem Loch. Danach locht Sterne zum Eagle und bringt sich bei der Soudal Open 2026 auf 18 unter Par. Wenig später gewinnt der Südafrikaner seinen siebten Titel auf der DP World Tour. Es ist sein erster Sieg seit der Joburg Open 2013.
Sterne nutzt den Moment
Lange sieht es am Finaltag nach Zander Lombard aus. Der Südafrikaner führte über weite Strecken, während hinter ihm mehrere Spieler auf ihre Chance warteten. Sterne blieb jedoch in Reichweite. Erst an der 17 kippt das Bild: Sterne spielt den Schlag, den man selten planen kann, aber im richtigen Moment braucht. Mit der abschließenden 66 kommt der 44-Jährige auf 18 unter Par. Damit setzte er sich mit zwei Schlägen Vorsprung durch. Nach 4.851 Tagen ist Richard Sterne wieder Sieger auf der DP World Tour.
Sieg vor den Kindern
Ein Satz macht den Erfolg besonders greifbar. Sterne sagt, eines seiner großen Ziele sei gewesen, noch einmal zu gewinnen, während seine Kinder es bewusst miterleben können. Sein ältestes Kind wird bald 13 Jahre alt. So lange hatte Sterne auf diesen Moment gewartet. Für einen Spieler, der seit 24 Jahren auf der Tour unterwegs ist, bekommt so ein Sieg eine andere Farbe. Es geht nicht nur um Punkte, Preisgeld oder Kategorie. Es geht auch darum, den eigenen Kindern zu zeigen, warum sich diese langen Jahre gelohnt haben.
Viele Jäger, ein Gewinner
Hinter Sterne wurde es eng. Marcus Kinhult spielte eine bogeyfreie 64, lochte auf der 18 noch einen langen Birdieputt und führte die Gruppe bei 16 unter Par an. Auch Marcus Armitage und Victor Perez kamen mit Runden von 66 auf diesen Wert. Kota Kaneko, Jorge Campillo und Jacob Skov Olesen teilen ebenfalls Rang zwei. Sechs Spieler liegen am Ende nur zwei Schläge hinter Sterne. Genau deshalb hat die Szene an der 17 so viel Gewicht. Ohne Eagle wäre das Finale der Soudal Open 2026 wohl deutlich unübersichtlicher geworden.
Deutscher Blick: Drei im Wochenende
Aus deutscher Sicht war die Soudal Open 2026 solider besetzt als zunächst dargestellt. Drei von sechs deutschen Profis erreichten in Antwerpen das Wochenende. Marcel Schneider schnitt dabei am besten ab. Mit Runden von 70, 67, 66 und 71 Schlägen kam er auf zehn unter Par und belegte den geteilten 30. Rang.
Auch Marcel Siem spielte vier Runden. Er notierte 68, 69, 70 und 70 Schläge und beendete das Turnier bei sieben unter Par auf Rang 53. Nicolai von Dellingshausen lag nach Runden von 68, 71, 70 und 72 Schlägen bei drei unter Par und wurde 70.
Für Freddy Schott, Yannik Paul und Maximilian Kieffer endete die Woche dagegen nach zwei Runden. Schott und Paul verpassten den Cut jeweils bei zwei unter Par. Kieffer blieb nach 70 und 75 Schlägen bei drei über Par. Damit brachte das deutsche Sextett zwar drei Spieler ins Wochenende, ein deutsches Topresultat blieb bei der Soudal Open 2026 jedoch aus.
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