
Nackenprobleme verhindern Start am Sonntag
Viktor Hovland wird am Sonntag im Einzel des Ryder Cup 2025 nicht antreten. Der Norweger aus Team Europe leidet erneut an Nackenbeschwerden, die ihn bereits seit seinem Rückzug bei der Travelers Championship im Juni begleiten. Er versuchte zwar am Morgen auf der Anlage in Bethpage aufzuwärmen, doch die eingeschränkte Beweglichkeit ließ keinen Einsatz zu. Deshalb informierte Hovland Kapitän Luke Donald, dass er sein für 20.03 Uhr angesetztes Match gegen Harris English nicht bestreiten kann.
Beschwerden seit Juni – Thema begleitet die Woche
Die Nackenproblematik ist nicht neu, denn Hovland managt sie seit dem Sommer. Während der Woche in New York verstärkten sich die Symptome. So erhielt er bereits in den Samstag-Vormittags-Foursomes auf dem Platz physiotherapeutische Hilfe und Medikamente. Er setzte die Runde fort, doch die Belastung blieb spürbar. Für den weiteren Verlauf war Vorsicht geboten, weil jede unnötige Drehbewegung den Schmerz verschärfen konnte.
Kein Einsatz in den Fourballs – Hatton springt ein
Am Samstag Nachmittag verzichtete Hovland auf die Fourballs. An seiner Seite von Matt Fitzpatrick kam daher Tyrrell Hatton zum Einsatz. Diese Maßnahme erfolgte, weil Hovland beim Anspielen des Schlägers mehr Schmerzen wahrnahm und die Beweglichkeit im Hals weiter nachließ. Team und Mediziner entschieden gemeinsam, dass ein Antreten zu riskant wäre, und sie legten den Fokus auf eine genaue Abklärung noch am gleichen Abend.
MRT in New York bestätigt Aufflammen einer alten Verletzung
Am Samstag Abend wurde in einem Krankenhaus in New York ein MRT durchgeführt. Die Bildgebung bestätigte laut medizinischem Team ein Aufflammen einer früheren Problematik, nämlich einen Bandscheibenvorwölbungs-Befund im Halsbereich. Am Sonntagmorgen verschlechterte sich die Situation zusätzlich: Hovland konnte den Hals zu einer Seite weder ausreichend drehen noch beugen, und damit war ein Start im Einzel ausgeschlossen. Er erhielt weiter Behandlung, aber die funktionellen Einschränkungen blieben bestehen.
Versuch eines Warm-ups – dann die Absage an den Kapitän
Hovland begab sich am Sonntag auf die Range, denn er wollte den Einsatz nicht kampflos aufgeben. Während des Warm-ups zeigte sich jedoch, dass ein voller Schwung nicht möglich war. Die Rotation blieb limitiert, und auch kurze Schlagbewegungen führten zu Schmerzen. Aus sportlicher Verantwortung informierte er daraufhin Kapitän Luke Donald über die Nichtteilnahme am für 14.03 Uhr terminierten Duell gegen Harris English.
Hovlands Einordnung und die medizinische Bewertung
Hovland machte deutlich, dass er nichts lieber getan hätte, als für Team Europe anzutreten und zum möglichen Erfolg beizutragen. Das Nichtantreten trifft ihn hart, doch er stellt die eigene Gesundheit und die Interessen der Mannschaft über den Wunsch, um jeden Preis zu spielen. Er kündigte an, seine Teamkollegen nach Kräften zu unterstützen.
Der leitende Mediziner von Ryder Cup Europe, Dr. Andrew Murray, erläuterte die Abfolge: Der Schmerz setzte am Samstagmorgen ein, das Betreuungsteam behandelte Hovland auf dem Kurs und verabreichte Medikamente. Der anschließende Versuch, sich für die Fourballs aufzuwärmen, verschlimmerte das Beschwerdebild. Nach dem MRT stand fest, dass die Beschwerden mit einer bekannten Halswirbelsäulen-Thematik zusammenhängen. Am Sonntag fehlte Hovland die notwendige Beweglichkeit, sodass ein Start im Einzel nicht möglich war.
Konsequenz für den Sonntag
Fakt ist: Hovland wird sein Match gegen Harris English nicht spielen. Er bleibt bei der Mannschaft, und er will sie – soweit es sein Zustand zulässt – am Platzrand unterstützen. Mehr ist an diesem Tag nicht zu erwarten, denn die medizinischen Parameter lassen keinen Wettkampf über 18 Löcher zu.







