
Europa gewinnt Foursomes und Fourballs jeweils mit 3:1
Team Europe geht mit 11,5 : 4,5 in die Einzel am Sonntag. Am Samstag holte die Auswahl von Luke Donald zuerst die Foursomes mit 3:1 und legte in den Fourballs erneut 3:1 nach. Damit gewann Europa alle vier Team-Sessions dieses Wochenendes und stellte mehrere Bestmarken auf. All das auf fremdem Terrain und gegen ein US-Team, das am Nachmittag zwar Gegenwehr zeigte, aber in den Schlüsselmomenten zu oft das Nachsehen hatte.
Wie war die Ausgangslage vor Tag 2?
Schon der Freitag hatte die Richtung vorgegeben: Europa führte nach den ersten beiden Blöcken mit 5,5 : 2,5. Die Balance stimmte, die Paarungen wirkten eingespielt, und viele Putts fielen zum richtigen Zeitpunkt. Die Frage für den Samstag lautete deshalb, ob die USA mit neuem Personal oder veränderten Rollen zurückfinden würden. Keegan Bradley hielt vormittags weitgehend an seinen Duos fest, doch der Ertrag blieb erneut mager.
Vormittag auf Bethpage Black: Foursomes erneut in Blau
Die dritte Session ging mit 3:1 an Europa; zur Mittagsbilanz stand es 8,5 : 3,5. Die einzelnen Matches:
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Fitzpatrick/Åberg vs. DeChambeau/Young – 2 & 4 für die USA: Young nutzte seine Länge und setzte viele Drives in Zonen, die Birdies öffneten. Das US-Duo verhinderte das 0:4.
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McIlroy/Fleetwood vs. English/Morikawa – 3 & 2 für Europa: Europas Taktgeber vom Tee fanden früh den Rhythmus, und sie hielten die Fehlerquote flach. Es blieb ein kontrollierter Punkt.
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Rahm/Hatton vs. Schauffele/Cantlay – 3 & 2 für Europa: Ein Highlight setzte Rahm mit einem spektakulären Lochgewinn aus knifflager Situation neben dem Bunker – ein Momentumheber in einer ohnehin stabilen Partie.
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MacIntyre/Hovland vs. Henley/Scheffler – 1 auf für Europa: Das Duell ging bis zur 18, doch Europas Schlussduo blieb auf der Linie und brachte den Punkt ins Ziel. Für die USA wog der nächste Nuller von Scottie Scheffler schwer.
Kontext und Bedeutung: Mit drei gewonnenen Team-Sessions in Serie auf US-Boden schrieb Europa am Vormittag Geschichte. Laut Agenturberichten war dies seit Einführung des aktuellen Formats 1979 auswärts noch keinem Team gelungen.
Nachmittag: Fourballs mit viel Feuer – wieder 3:1 für Europa
Die vierte Session lieferte packende Duelle, und sie bestätigte den Trend zugunsten Europas: 3:1.
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McIlroy/Lowry vs. Thomas/Young – 2 auf für Europa: Die Kulisse war laut, doch das Duo hielt Stand. Lowry lochte spät, McIlroy blieb in entscheidenden Phasen eiskalt – ein Statement-Punkt.
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Fleetwood/Rose vs. Scheffler/DeChambeau – 3 & 2 für Europa: Europas Doppel produzierte Birdies in Serie und setzte das US-Spitzenduo massiv unter Druck. Die Partie kippte klar und endete als einzige vor der 18.
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Rahm/Straka vs. Spaun/Schauffele – 2 auf für die USA: Zwei späte Birdies von Spaun drehten die Begegnung auf 17 und 18. Für Rahm war es der erste Makel der Woche.
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Hatton/Fitzpatrick vs. Burns/Cantlay – 1 auf für Europa: Beide Seiten hielten das Tempo hoch, doch Europas Annäherungen auf der Schlussbahn lagen näher an der Fahne – der Punkt fixierte die 7-Punkte-Differenz vor den Einzeln.
Zwischenstand nach Tag 2: Europa 11,5 – USA 4,5. Die Titelverteidiger brauchen 2,5 Zähler, um die Trophäe zu behalten.
Spieler im Fokus – Trends und Zahlen
Tommy Fleetwood als Taktgeber
Fleetwood gewann an den ersten beiden Tagen alle vier Matches. Er setzte in jeder Rollenverteilung Akzente, und er stabilisierte seine Partner mit sauberem Balltransport sowie verlässlichen Putts. Damit nähert er sich historischem Terrain, denn so ein Start in den USA ist seit Jahrzehnten selten gelungen.
Rory McIlroy mit starker Präsenz
McIlroy lieferte im Lärm von Bethpage konstante Antworten. Er blieb in engen Phasen präzise, er setzte Impulse auf den mittleren Löchern, und er zeigte in den Fourballs sowie am Morgen mit Fleetwood, wie sehr ihm die Rolle als Taktgeber liegt. Die Begleitgeräusche von den Tribünen waren grenzwertig, doch das Ergebnis fiel klar zu seinen Gunsten.
Jon Rahm mit Blaupausen-Momenten
Der Spanier prägte den Samstagvormittag mit einem Kunstschlag aus schwierigem Stand am Grünbunker – ein Lochgewinn, der das Match mit Hatton nachhaltig prägte. Auch wenn am Nachmittag die Serie riss, blieb Rahms Anteil an Europas Kurs klar sichtbar.
Scottie Scheffler mit Negativserie
Der Weltranglistenerste blieb an Tag 2 ohne Zähler. Er rutschte in eine statistisch seltene Bilanz und eröffnete so Diskussionen über Rollenwahl und Partner. Für die US-Seite ist das ein Kernproblem, denn ein Anker fehlt bislang.
Taktische Linien – warum Europa dominiert
Konstanz im Klassischen Vierer: Europas Paare spielten vom Tee häufiger in die richtigen Zonen, und sie hatten öfter den ersten Putt aus machbarer Distanz. Das gab den Takt vor und nahm den US-Doppeln die Chance, mit Einzelaktionen zu kontern. Zudem griff die Paarlogik: McIlroy/Fleetwood sowie Rahm/Hatton harmonierten, während Hovland/MacIntyre am Schlussloch Nervenstärke zeigten.
Fourballs mit höherem Output: In der offenen Spielform punkteten Fleetwood/Rose fast im Stakkato, und Europas andere Duos hielten die Fehlerquote tief. Die Amerikaner schafften zwar längere Phasen in der Bahn, doch sie ließen die ganz großen Putts aus – abgesehen vom späten Schub durch Spaun.
Kapitäne und Kurs-Set-Up: Bradley setzte lange auf Wiederholung, Donald dagegen auf eingespielte Achsen plus kleine Anpassungen. Bethpage Black belohnt präzise Annäherungen in schmale Zonen und sauberes Lag-Putting; genau darin lag Europas Vorteil. Die US-Seite fand selten Hebel, um über Länge allein zu diktieren.
Bethpage Black: Lauter Rahmen, scharfe Kanten
Die Atmosphäre war intensiv. Zwischenrufe überschritten teils Grenzen, und es kam zu hitzigen Momenten zwischen Spielern und Caddies. Gerade am Nachmittag kochte die Szenerie hoch, doch Europas Routiniers hielten den Fokus. Das trug dazu bei, dass der Score auch in der Hitze des Gefechts weiter in Richtung Blau lief.
Europa gewann alle vier Team-Sessions bis Samstagabend – als erstes Auswärtsteam seit 1979. Zudem ist der Vorsprung von sieben Punkten vor den Einzeln der größte in der modernen Ära des Ryder Cups. Das erklärt, weshalb der Sonntag statistisch klar Richtung Titelverteidiger zeigt, auch wenn zwölf Punkte noch offen sind.
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