
PGA Championship 2026: Alex Smalley führt nach dem Moving Day in Aronimink bei sechs unter Par. Matti Schmid spielt mit einer 65 die deutsche Runde des Tages und startet als geteilter Zweiter in die Finalrunde. Stephan Jäger fällt zurück, Martin Kaymer bleibt mit Außenseiterchancen im Rennen.
Smalley führt in Aronimink
Es war einer dieser Moving Days, bei denen das Leaderboard kaum zur Ruhe kam. Der Aronimink Golf Club zeigte sich am Samstag etwas zugänglicher als an den ersten beiden Tagen. Die Fahnenpositionen wirkten weniger bissig. Zudem waren die Grüns etwas weicher.
Am Morgen ließ sich der Platz besser bespielen. Später frischte jedoch der Wind wieder auf. Dadurch erinnerte Aronimink die Spieler daran, dass auch eine gute Runde schnell eine lose Stelle bekommen kann.
Am Ende steht Alex Smalley allein vorn. Der 29-Jährige aus North Carolina spielt eine 68 und liegt vor der Schlussrunde bei sechs unter Par. Zwei Schläge dahinter folgt eine Fünfergruppe mit Ludvig Åberg, Aaron Rai, Jon Rahm, Nick Taylor und Matti Schmid.
Dahinter warten Rory McIlroy, Xander Schauffele, Patrick Reed und weitere Namen, die bei einem Major-Sonntag niemand gerne im Rückspiegel hat.
Enge Spitze am Sonntag
Das Besondere an diesem Samstag ist nicht nur Smalleys Führung. Es ist vor allem die Unruhe dahinter. Zeitweise teilen sich sieben Spieler die Spitze. Insgesamt rücken immer wieder neue Namen an die erste Stelle.
Vor der Finalrunde liegen laut Reuters 43 Spieler innerhalb von fünf Schlägen zur Führung. Das klingt fast absurd. Zugleich beschreibt es genau, wie offen die PGA Championship 2026 nach drei Tagen bleibt.
Smalley sieht auf den ersten Löchern nicht aus wie ein Mann, der am Abend allein führen würde. Seine Front Nine ist wacklig. Die PGA Championship notiert dafür eine 37.
Danach dreht er seine Runde. Auf den zweiten neun Löchern spielt er 31 Schläge, macht drei Birdies auf den letzten vier Löchern und unterschreibt am Ende die 68.
Matti Schmid im Titelkampf
Aus deutscher Sicht gehört dieser Samstag vor allem Matti Schmid. Der Regensburger spielt eine 65, die beste deutsche Runde der Woche. Damit rückt er auf vier unter Par vor.
Auf dem offiziellen Leaderboard wird Schmid zusammen mit Åberg, Rai, Rahm und Taylor auf Rang zwei geführt.
Damit bringt er sich in eine Position, die man bei einem deutschen Spieler in einem Major nicht oft sieht. Schmid geht am Sonntag im engsten Kreis der Titelkandidaten auf die Runde.
Golf-Live ordnet ihn sogar als Spieler im Finalflight ein. Zudem hebt die Plattform seine Eisen und den Umgang mit den schwierigen Grüns hervor.
Das ist kein zufälliger Sprung nach vorn. Vielmehr spielt Schmid eine Runde mit Substanz. Er attackiert Aronimink nicht mit Gewalt, sondern mit sauberer Linienwahl.
Genau das passt zu diesem Platz. Wer aus den richtigen Winkeln in die Grüns kommt, kann Birdies machen. Wer sich dagegen von der Fahne locken lässt, steht schnell auf der falschen Seite.
Jäger verliert den Anschluss
Stephan Jäger war nach zwei Tagen eine der deutschen Hauptgeschichten. Eine 67 zum Auftakt und danach eine Par-Runde brachten ihn nur einen Schlag hinter die Spitze.
Am Samstag hält er sich zunächst weiter vorn. Nach einem Birdie auf der 6 ist er sogar kurz wieder Teil der Führungsgruppe. Dann wird die Runde auf den zweiten neun Löchern jedoch zäh.
Am Ende steht eine 73. Jäger fällt auf Even Par zurück. Damit rutscht er aus dem unmittelbaren Titelkampf heraus.
Für den Sonntag geht es für ihn nun darum, das Turnier wieder nach oben zu drehen. Aus der starken ersten Hälfte der Woche kann noch immer ein gutes Major-Ergebnis entstehen.
Kaymer braucht frühe Birdies
Martin Kaymer hatte am Freitag nach starkem Auftakt Boden verloren. Am Samstag spielt er sich jedoch wieder näher an die interessanten Plätze heran.
Golf-Live sieht ihn bei zwei unter Par und vier Schlägen Rückstand auf Smalley noch mit Außenseiterchancen.
Das ist eine ehrliche Position. Kaymer ist nicht aus dem Turnier. Dennoch braucht er am Sonntag eine Runde, die früh Zug bekommt.
Vier Schläge Rückstand sind bei diesem Leaderboard nicht unaufholbar. Allerdings stehen zwischen Kaymer und Smalley viele Spieler. Deshalb muss er selbst tief gehen und zugleich hoffen, dass vorn nicht mehrere Konkurrenten davonziehen.
Für Kaymer spricht seine Erfahrung. Gegen ihn spricht, dass Aronimink bislang kaum jemanden über längere Zeit frei durchkommen lässt.
Rahm und McIlroy lauern
Jon Rahm gehört vor der Schlussrunde zu den gefährlichsten Verfolgern. Der Spanier spielt eine 67, liegt zwischenzeitlich sogar an der Spitze und fällt erst durch ein Bogey an der 18 auf vier unter Par zurück.
Rory McIlroy ist ebenfalls wieder dabei. Nach seiner 74 zum Auftakt wirkt er am Donnerstagabend weit weg. Am Samstag spielt er jedoch eine 66 und liegt bei drei unter Par nur drei Schläge hinter Smalley.
Reuters notiert sechs Birdies und zwei Bogeys für McIlroy. Danach sagt er, er habe sich noch genug erarbeitet, um am Sonntag eine Chance zu haben.
Das ist für den Finaltag wichtig. McIlroy muss nicht mehr nur reparieren. Er kann angreifen. Nach seinem schwierigen Start spielt er wieder in jenem Bereich, in dem ein früher Lauf sofort Druck auf die Spitze auslöst.
Scheffler bleibt gefährlich
Scottie Scheffler hat am Samstag keinen Tag, der zu seiner üblichen Major-Kontrolle passt. Eine 71 lässt ihn bei eins unter Par stehen.
Der Weltranglistenerste hadert vor allem mit dem Putter. Laut Reuters vergibt er sechs Putts aus weniger als zehn Fuß, obwohl sein langes Spiel weiter zu den besseren im Feld gehört.
Normalerweise wären fünf Schläge Rückstand vor einer Finalrunde ein deutliches Stück Arbeit. In dieser PGA Championship 2026 wirkt es weniger endgültig.
Scheffler bleibt nah genug dran, um gefährlich zu sein, falls die Spitze wackelt. Und bei einem Sonntag in Aronimink ist genau das nicht ausgeschlossen.
Ein offener Major-Sonntag
Nach drei Tagen hat diese PGA Championship 2026 keinen klaren Favoriten. Smalley führt, aber hinter ihm drängen sich Spieler mit sehr unterschiedlichen Geschichten.
Schmid kommt als deutscher Überraschungskandidat. Rahm bringt Major-Erfahrung mit. Åberg sucht seinen ersten großen Titel. Rai steht für präzises Ballstriking. Taylor kommt nach einer 65. McIlroy und Schauffele bleiben in Schlagdistanz.
Der Samstag zeigt vor allem, dass Aronimink kein Turnier für starre Pläne ist. Am Morgen sind niedrige Runden möglich. Später wird der Platz wieder rauer.
Ein paar Birdies katapultieren Spieler nach vorne. Ein kurzer schlechter Abschnitt reicht jedoch, um sie wieder einzusammeln.
Für Matti Schmid ist die Ausgangslage außergewöhnlich. Zwei Schläge Rückstand, Finalrunde im direkten Umfeld der Spitze und ein Platz, der Präzision stärker belohnt als lautes Risiko: Für deutsches Golf ist das ein Sonntag mit Seltenheitswert.
Smalley startet vorn. Aber er startet nicht allein gegen den Platz. Hinter ihm steht eine Gruppe, die groß genug ist, um jede Ruhe zu nehmen. Genau deshalb wirkt die PGA Championship 2026 vor der letzten Runde so offen wie kaum ein Major der jüngeren Vergangenheit.
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