
Auftakt zur International Swing-Serie mit klarer Spitze und engem Verfolgerfeld
Der erste Turniertag des Dubai Invitational lieferte einen sportlich sauberen Auftakt in die neue Phase der Saison. Auf dem Platz des Dubai Creek Resort setzte sich Rory McIlroy mit einer 66 an die Spitze des Feldes und übernahm nach Runde eins die Führung. Das Turnier ist der sechste von insgesamt 42 Saisonstopps im Race to Dubai und markiert zugleich den Beginn der International Swing-Serie auf der DP World Tour.
McIlroy, der seine Runde an der zehnten Bahn begann, fand früh in den Rhythmus. Nach einem Birdie an der 11 ließ er sich auch von einem verpassten kurzen Putt an der 12 nicht beirren und antwortete umgehend mit weiteren Schlaggewinnen. Vor allem auf seiner ersten Platzhälfte – gespielt als Back Nine – sammelte der Weltranglistenzweite konsequent Birdies und setzte sich zwischenzeitlich deutlicher ab.
Auf den letzten Löchern verlangsamte sich der Vorwärtsdrang etwas, doch reichten sieben Birdies bei zwei Bogeys für eine 66 und die alleinige Führung bei fünf unter Par. Es war ein Auftakt, der weniger spektakulär als kontrolliert wirkte – und genau darin seine Aussagekraft hatte.
Syme und Puig halten Anschluss
Hinter McIlroy bleibt das Feld eng zusammen. Connor Syme aus Schottland und Spaniens David Puig liegen nach jeweils 67 Schlägen nur einen Schlag zurück. Beide spielten fehlerarm und positionierten sich früh in Lauerstellung. Auch Matt Wallace war zwischenzeitlich weit vorne zu finden, musste nach einer ereignisreichen Runde mit Eagle, Birdies, Bogeys und Double Bogey jedoch Federn lassen und rangiert bei drei unter Par.
Deutsche Spieler mit ausbaufähigem Start
Aus deutscher Sicht verlief der Auftakt ohne frühe Akzente. Marcel Siem unterschrieb eine 72 (+1). Der Routinier bewegte sich lange im Par-Bereich, konnte jedoch die sich bietenden Chancen nicht in ein niedrigeres Ergebnis ummünzen. Damit liegt Siem nach dem ersten Tag im hinteren Mittelfeld, jedoch weiterhin in Reichweite einer Aufholbewegung.
Noch schwerer tat sich Nicolai von Dellingshausen. Mit einer 75 (+4) erwischte der Düsseldorfer keinen idealen Start in das Turnier. Fehler vom Tee erschwerten mehrfach den Zugang zu den Grüns, wodurch sich der Score summierte. Für die kommenden Runden ist eine klare Steigerung nötig, um den Anschluss an das Cut-Geschehen herzustellen.
Gedenkminute prägt den Turniertag
Abseits des sportlichen Geschehens setzte das Turnier ein stilles Zeichen. Um 13.30 Uhr Ortszeit wurde eine Schweigeminute für die Opfer des Feuers von Crans-Montana abgehalten, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen. Unter ihnen war mit Emanuele Galeppini ein aufstrebendes italienisches Talent, das kurz vor dem Beginn seiner Tätigkeit als Junior Captain im Dubai Creek Resort stand. Spieler, Caddies und Offizielle trugen schwarze Trauerbänder.
Auftakt mit klarer Struktur
Der erste Tag des Dubai Invitational brachte eine klare Ordnung an der Spitze, ein dichtes Verfolgerfeld und aus deutscher Sicht noch offene Baustellen. Während McIlroy früh den Takt vorgibt, bleibt das Turnier sportlich offen – nicht zuletzt mit Blick auf die nächsten Runden unter stabilen Bedingungen in Dubai.
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