
Adrian Meronk gewinnt die Alfred Dunhill Links Championship 2026 auf dem Old Course in St Andrews. Der Pole, der seit 2024 auf der Liv Golf Tour spielt, dreht am Finaltag einen Zwei-Schläge-Rückstand und feiert mit 20 unter Par seinen fünften Titel auf der Dp World Tour. Für Meronk ist es der erste Sieg auf der europäischen Tour seit 2023.
Meronk dreht das Finale
Adrian Meronk hat die Alfred Dunhill Links Championship 2026 gewonnen. Der Pole spielte am Sonntag auf dem Old Course in St Andrews eine 68 und beendete das Turnier mit 268 Schlägen bei 20 unter Par. Damit setzte er sich mit zwei Schlägen Vorsprung vor Casey Jarvis und Niklas Nørgaard durch, die das Turnier bei 18 unter Par auf dem geteilten zweiten Platz abschlossen.
Meronk war mit zwei Schlägen Rückstand auf Jarvis in den Sonntag gegangen. Der Südafrikaner hatte nach Runden von 66, 67 und 65 Schlägen bei 18 unter Par geführt. Meronk lag nach 71, 66 und einer 63 am Samstag bei 16 unter Par und hatte sich damit für den Finaltag in Position gebracht.
Jarvis kann die Führung nicht verteidigen
Am Sonntag änderte sich die Lage früh. Meronk holte den Rückstand auf und erreichte nach zwei Schlägen unter Par auf den ersten Löchern die Marke von 18 unter Par. Jarvis fand dagegen nicht mehr den Rhythmus der ersten drei Tage. Drei Birdies standen bei ihm am Ende drei Bogeys gegenüber. Seine 72 bedeutete eine Par-Runde und ließ die Tür für Meronk offen.
Der Pole nutzte seine Chance. Mit vier unter Par auf der Schlussrunde kam er auf 20 unter Par und wartete anschließend im Clubhaus auf Jarvis. Der Südafrikaner benötigte auf dem 18. Loch noch ein Eagle, um ein Stechen zu erzwingen. Das gelang ihm nicht. Damit stand Meronk als Sieger fest.
Fünfter Titel auf der DP World Tour
Für den 33-Jährigen war es der fünfte Titel auf der DP World Tour. Seinen zuvor letzten Sieg auf der Tour hatte Meronk im Oktober 2023 bei der Estrella Damm N.A. Andalucía Masters gefeiert. Bereits 2022 hatte er mit seinem Erfolg bei der Irish Open als erster Pole ein Turnier der Dp World Tour gewonnen.
Seit seinem Wechsel zu Liv Golf Anfang 2024 war Meronk auf der Dp World Tour nur noch bei ausgewählten Turnieren angetreten. Der Erfolg in St Andrews brachte ihm damit auch sportlich einen wichtigen Schritt bei seinem Ziel, seinen Status auf der europäischen Tour zu sichern.
Nørgaard zieht noch mit Jarvis gleich
Niklas Nørgaard nutzte den Sonntag ebenfalls für einen Sprung im Klassement. Der Däne spielte wie Meronk eine 68 und beendete das Turnier bei 18 unter Par. Ein Birdie auf der 18 brachte ihn noch auf den geteilten zweiten Platz mit Jarvis.
Dahinter sorgte Tommy Fleetwood für die niedrigste Runde unter den Spielern an der Spitze. Der Engländer benötigte auf dem Old Course nur 64 Schläge und verbesserte sich auf 17 unter Par. Damit teilte er Rang vier mit dem Schotten Michael Stewart, der eine 66 spielte.
Koepka und MacIntyre in den Top Ten
Brooks Koepka beendete seine Woche mit einer 66 und kam bei 16 unter Par auf den geteilten sechsten Platz. Der Amerikaner notierte dabei unter anderem Eagles an den Löchern neun und 18. Titelverteidiger Robert MacIntyre spielte zum Abschluss eine 68 und teilte Rang sechs mit Koepka.
Thomas Detry, nach drei Runden noch in Reichweite der Spitze, kam mit einer 72 auf 15 unter Par und Rang acht. JC Ritchie und MJ Daffue teilten sich bei 14 unter Par den neunten Platz. Matthew Jordan, der gemeinsam mit Meronk bei 16 unter Par in den Sonntag gegangen war, fiel mit einer 75 auf den geteilten elften Rang zurück.
Jeremy Paul wird bester Deutscher
Aus deutscher Sicht setzte Jeremy Paul am Sonntag den Akzent. Der 32-Jährige war nur auf dem geteilten 46. Platz und bei sieben unter Par in die Finalrunde gestartet. Mit einer 68 verbesserte er sein Gesamtergebnis auf elf unter Par und beendete die Alfred Dunhill Links Championship auf dem geteilten 23. Platz.
Paul spielte auf dem Old Course vier unter Par. Nach neun Löchern lag er bereits drei Schläge unter Par für den Tag. Auch auf der zweiten Hälfte hielt er seinen Score zusammen und schloss seine Runde mit zwei Birdies auf den letzten beiden Löchern ab. Damit machte er am Sonntag mehr als 20 Plätze gut.
Schott beendet die Woche bei acht unter Par
Freddy Schott war als bester Deutscher in den Sonntag gestartet. Nach einer 69 am Samstag hatte er bei acht unter Par auf dem geteilten 38. Rang gelegen. In der Finalrunde kam der Düsseldorfer zunächst nicht voran und lag zwischenzeitlich über Par für den Tag.
Auf den verbleibenden Löchern glich Schott seinen Score wieder aus und unterschrieb eine 72. Mit acht unter Par belegte er am Ende den geteilten 42. Platz. Damit erreichten zwei der vier deutschen Starter die vierte Runde auf dem Old Course.
Straka fällt am Sonntag zurück
Sepp Straka hatte sich am Samstag noch weit nach vorne gespielt. Der Österreicher benötigte auf dem Old Course nur 64 Schläge und verbesserte sich bei 13 unter Par auf Rang sieben. Damit startete er mit fünf Schlägen Rückstand auf Jarvis in den Finaltag und hatte zumindest eine Außenseiterchance auf die vorderen Plätze.
Am Sonntag konnte Straka daran nicht anknüpfen. Nach einem ordentlichen Beginn verlor er auf der zweiten Hälfte mehrere Schläge. Seine 74 brachte ihn auf elf unter Par zurück. Damit teilte er Rang 23 unter anderem mit Jeremy Paul.
Besonderer Cut erst nach drei Runden
Bei der Alfred Dunhill Links Championship fällt die Entscheidung über den Cut erst nach 54 Löchern. Alle 168 Profis spielen zuvor jeweils eine Runde auf dem Old Course in St Andrews, in Carnoustie und in Kingsbarns. Erst danach qualifizieren sich die besten 60 Profis einschließlich Schlaggleicher für die Finalrunde auf dem Old Course.
Parallel läuft die Pro-Am-Wertung nach eigenen Regeln. Hier erreichen die besten 20 Teams den Sonntag. Deshalb kann ein Profi mit seinem Amateurpartner in der Teamwertung weiterspielen, obwohl er den Cut im Einzel verpasst hat. Preisgeld und Dp World Tour Ranking Points werden dagegen entsprechend dem regulären Tour-Cut bis Platz 65 einschließlich Schlaggleicher vergeben.
Rosenmüller, Siem und Girrbach verpassen den Sonntag
Thomas Rosenmüller hatte sich am Samstag mit einer Runde von zwei unter Par noch nach vorne gearbeitet, verpasste bei insgesamt fünf unter Par als geteilter 71. jedoch den Sprung unter die besten 60 Profis und Gleichplatzierten. Marcel Siem kam nach 54 Löchern auf zwei unter Par und Rang 113.
Auch für den Schweizer Joel Girrbach endete das Turnier nach der dritten Runde. Er lag bei einem Schlag unter Par auf dem geteilten 124. Platz. Damit blieb Sepp Straka der einzige Österreicher im Finale, während Paul und Schott die deutschen Farben am Sonntag vertraten.
Am Finaltag verschoben sich die Kräfte. Jarvis konnte sein Tempo vom Samstag nicht halten, während Meronk seinen Rückstand Stück für Stück aufholte. Nach wenigen Löchern lagen beide bei 18 unter Par gleichauf. Danach setzte sich Meronk ab und brachte seine 68 ins Clubhaus.
Jarvis blieb bis zum Schluss eine Chance. Nach einem Bogey an der 17 lag er zwei Schläge zurück und brauchte auf der 18 ein Eagle. Sein Versuch brachte den benötigten Schlaggewinn nicht mehr. Nørgaard hatte zuvor mit einem Birdie ebenfalls 18 unter Par erreicht. So teilten sich Jarvis und der Däne Rang zwei.
Meronk beendet eine lange Pause auf der Tour
Mit seinem Erfolg in St Andrews kehrte Meronk nach fast drei Jahren auf die Siegerliste der Dp World Tour zurück. Zwischen seinem Erfolg bei der Andalucía Masters 2023 und dem Turnier in Schottland hatte er auf dieser Tour keinen weiteren Titel geholt.
Die Alfred Dunhill Links Championship brachte ihm nun den fünften Sieg seiner Karriere auf der Dp World Tour. Entscheidend waren vor allem die beiden letzten Runden: Auf die 63 in Kingsbarns folgte eine 68 auf dem Old Course. Aus sechs Schlägen unter Par nach zwei Tagen wurden damit 20 unter Par nach 72 Löchern – genug für zwei Schläge Vorsprung und den Titel in St Andrews.
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