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Langlebigkeit ist kein Wettbewerb, sondern
eher ein Langzeitprojekt. Eines, das sich
mit Anfang 40 genauso lohnt wie mit An-
fang 70. Die gute Nachricht: Es gibt keine festen
Regeln, wie man alt wird – aber sehr viele Hin-
weise, wie man es besser macht. Das Stichwort
heißt Longevity, und das meint mehr als nur ein
möglichst langes Leben. Es geht darum, die Jah-
re zu füllen – mit Gesundheit, Energie, Beweg-
lichkeit, Klarheit im Kopf und ein bisschen Stil
darf’s auch sein.
EINE HÄLFTE IST VERANLAGUNG,
DIE ANDERE MACHEN
Wissenschaftlich lässt sich die Sache relativ sim-
pel herunterbrechen: Etwa 50 Prozent der Le-
bensdauer hängen von unserer genetischen Ausstattung ab – an der
lässt sich bekanntlich wenig rütteln. Die anderen 50 Prozent aber
sind beeinflussbar. Schlaf, Bewegung, Ernährung, sozialer Aus-
tausch, mentale Gesundheit, ein stabiler Kreislauf – das sind die Stell-
schrauben, an denen man drehen kann. Und sollte. In einer großen
amerikanischen Studie wurden acht Faktoren identifiziert, die das
Leben im Schnitt um zwei Jahrzehnte verlängern können – darunter
körperliche Aktivität, gesunde Ernährung, guter Schlaf, Nikotinver-
zicht, ein achtsamer Umgang mit Alkohol und ein stabiles soziales
Umfeld. Der Clou daran: Selbst wer erst später beginnt, profitiert
noch messbar.
WAS BEWEGUNG MIT DEM
KOPF ZU TUN HAT
Einer der spannendsten Mechanismen in diesem Puzzle hat mit
einem Hormon zu tun, das kaum jemand kennt – BDNF. Das „Brain-
Derived Neurotrophic Factor“ ist eine Art Dünger fürs Gehirn. Es
fördert den Aufbau neuer Synapsen und stärkt die Verbindung zwi-
schen den beiden Hirnhälften. Je besser diese Kommunikation, desto
höher unsere kognitive Leistungsfähigkeit – also unsere Fähigkeit, zu
planen, zu erinnern, zu reagieren. Nun hat nicht jeder von Natur aus
die gleiche BDNF-Produktion. Einige Menschen verfügen über einen
genetischen „Schlüssel“, der den Körper zur Eigenproduktion anregt.
Alle anderen – und das ist die gute Nachricht – können BDNF selbst
aktivieren: durch Bewegung. Insbesondere Muskelarbeit kurbelt die
Bildung dieses Proteins an. Heißt übersetzt: Wer regelmäßig trainiert
– sei es im Fitnessstudio, beim Biken, Schwimmen oder mit der Golf-
tasche auf der Schulter über 18 Löcher – stärkt sein
Denkvermögen messbar. Der Körper als Werk-
bank fürs Gehirn, wenn man so will.
GOLF – BEWEGUNG MIT
BONUSPUNKTEN
Golf ist kein Jungbrunnen, aber es kommt verdammt
nah ran. Wer geht statt fährt, wer schwingt statt
scrollt, bringt Bewegung, frische Luft, soziale Kontakte
und Denkaufgaben unter einen Hut. 10.000 Schritte pro
Runde sind keine Seltenheit – dazu mentale Fokussierung,
taktische Planung, Emotionsregulation und ein netter Flight-
partner. So viele Longevity-Faktoren auf einmal schafft kein
Fitnessgerät. Und das ganz ohne Musik aus dem Kopfhörer
oder Kalorienanzeige im Display. Golf er-
setzt nicht das Krafttraining, aber es er-
gänzt es auf elegante Weise. Wer zusätz-
lich ein paar gezielte Übungen für Rücken,
Beine und Rumpf einplant – ihr lest bestimmt
immer aufmerksam unserer Golf-Physiotrai-
ning-Empfehlungen und führt sie natürlich
auch brav aus. – macht schon sehr viel rich-
tig. Zur Not tun es auch ein paar Kniebeu-
gen, Liegestütze oder Planks. Elf Minuten
am Tag reichen aus, sagen Sportmediziner,
wenn sie intensiv genug sind. Kleines Hit-
Training am Morgen ist perfekt. Alternativ:
150 Minuten pro Woche mit mittlerer Inten-
sität. Dazu die ein oder andere Runde Golf.
Das schafft man locker und ist direkt Aus-
hängeschild eines gesunden Lebensstils.
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