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das Miracle of Medinah. Die unglaubliche
Aufholjagd des europäischen Teams, das
nach einem 4:10-Rückstand noch zurückkam
und die Amerikaner am Ende mit 14 ½ zu 13 ½
besiegte. Luke Donald steht wie ein Sinnbild
für diesen Erfolg in Chicago. Nicht weil es der
letzte Ryder Cup ist, in dem der Brite selbst
spielen durfte, sondern weil er ausgerechnet
nach einer deftigen 7&6-Klatsche am Sams-
tagmorgen im Vierer gegen den diesjähri-
gen US-Ryder-Cup-Kapitän Keegan Bradley
die Wende selbst mit einleitete. Nur wenige
Stunden später holte er im Fourball einen
wichtigen Punkt gegen Tiger Woods und
Steve Stricker, am Sonntag gewann er das
erste Singles-Match gegen Bubba Watson.
ARCHITEKT DES ERFOLGS
Luke Donald ist ein Gewinner-Typ. Das zei-
gen nicht nur seine 17 Toursiege auf der PGA
Tour und der DP World Tour, sondern auch
seine Ryder-Cup-Bilanz. Wenn Luke Donald
dabei war, dann siegte Team Europe. So war
es 2004, 2006, 2010 und 2012 und so war es
2023 als er Kapitän in Rom war. Luke Donald
ist ein Gewinnertyp und so baut er auch das
Team um sich herum auf.
Fotos: Gettyimages
Edoardo Molinari:
Der Statistiker!
Der 44-Jährige ist der Statistik-Guru und Zahlen-Nerd im europäi-
schen Captains-Team und der erste Vice Captain von 2023, den Luke
Donald in sein Team zurückholte. „Es bedeutet mir unglaublich viel,
wieder dabei zu sein. Der Ryder Cup in Rom war eine der besten Wo-
chen meines Lebens. Ich bin sehr stolz, Teil des Teams zu sein und
werde alles dafür tun, damit Europa wieder als Sieger vom Platz
geht“, sagte Molinari, der einen maßgeblichen Anteil am Erfolg in
Rom 2023 hatte, gegenüber GOLF’N‘STYLE.
TAKTIK-MASTERMIND
Edoardo Molinari ordnet gemeinsam mit Luke Donald die Stärken
der potenziellen Spieler im Team ein und analysiert, wie gut diese
Fähigkeiten zum Golfplatz im Bethpage Park in New York passen. Er
ist der Mann, der seine Einschätzungen dazu abgibt, wer es verdient
hat, einen Captains-Pick zu erhalten, und derjenige, der genau ana-
lysiert, welche europäischen Spieler in den Fourballs und Foursomes
am besten zueinanderpassen. Und schließlich ist Molinari auch die
Person, die in Rom mitentschied, mit den klassischen Vierern zu be-
ginnen anstatt mit den Fourballs, wie bei einem Ryder Cup in Europa
sonst üblich. Ein Kniff, den „Dodo“ Molinari wie so oft auf seine Sta-
tistiken stütze, die besagen, dass die Europäer in dieser Disziplin bis
dato erfolgreicher waren als die Amerikaner – ein Kniff, der, wie wir
heute wissen, funktionierte. Alle Vierer am Freitagmorgen konnte
Team Europe 2023 in Rom für sich entscheiden. 4:0. Ein Rückstand,
von dem sich die US-Amerikaner nie mehr erholten.
DATEN-GURU DER TOUR
Molinari, der Ingenieurswesen studierte, hatte schon immer ein Fai-
ble für Zahlen und Daten, zeichnete längst seine eigenen Statistiken
auf, bis 2019 andere Tourspieler zu ihm kamen und ihn um Hilfe ba-
ten. So wurde aus einem anfänglichen Hobby mit der Zeit ein Busi-
ness. Der Italiener, der selbst 2010 als Spieler einen Ryder Cup ge-
wann, gründete mit StatisticGolf seine eigene Firma, die später mit
dem für GPS-Schläger-Sensorik bekannten Unternehmen Arccos Golf
fusionierte. Unter dem Namen Arccos Pro Insights betreut Molinari
(natürlich nicht allein) mittlerweile weit mehr als 30 Tourspielerinnen
und Tourspieler, darunter Matt Fitzpatrick, Viktor Hovland oder auch
Nelly Korda.
DONALDS WICHTIGSTER MANN
Molinari analysiert einfach alles und scheint für Luke
Donald auch deshalb schon nach einem Vice-Cap-
tain-Einsatz unersetzlich zu sein. „Er war eine so
große Hilfe für mich in Rom, mit ihm habe ich mich
mit Abstand am meisten ausgetauscht, allein
wegen seiner Rolle als Stratege und Statistiker.
Daher war klar: Wenn ich wieder Captain wer-
de, dann nur mit Edoardo an meiner Seite“,
sagte Luke Donald über den Italiener.
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