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Golf

U.S. Open in Oakmont: Scheffler erwartet „den schwersten Platz der Welt“

12. Juni 2025
Scottie Scheffler mit einem Schlag aus dem Bunker
Foto: Getty Images

Beim dritten Major des Jahres bekommen es Scottie Scheffler, Rory McIlroy, Bryson DeChambeau und Co. mit einem klassischen U.S. Open Platz zu tun – nur noch schlimmer.

Ab diesem Donnerstag ist es wieder so weit: Mit den U.S. Open im Oakmont Country Club wird endlich wieder Major-Golf gespielt. Kann überhaupt jemand Scottie Scheffler stoppen, wie schlägt sich Rory McIlroy und wie schwer ist eigentlich dieser Platz? Eine kleine Vorschau auf das Golf-Wochenende.

Der Oakmont Country Club: Eine echte Herausforderung

Wenn es darum geht, wo der perfekte Finalscore eines Golfturniers liegen sollte, ist die Fanwelt im Profigolf gespalten. Es gibt jene Fans, die möglichst viele Birdies und Eagles sehen wollen und einen Finalscore jenseits der -30. Und dann gibt es solche, denen es gefällt, wenn sich die Profis quälen, wenn auch die besten Spieler der Welt Loch für Loch ums Par kämpfen. Der Oakmont Country Club in Pennsylvania ist ein solcher Platz. „Ich glaube wirklich, dass Oakmont der stressigste Ort ist, um die U.S. Open zu spielen“, sagte Jeff Hall, der bereits viermal für die USGA den Platz vorbereitete. „Die U.S. Open sollen aus den richtigen Gründen schwierig sein, sie sollen herausfordernd sein. Es geht um den mentalen Test, den emotionalen Test, den physischen Test. Es geht um all diese Dinge. Aber in Oakmont wird das alles noch einmal verschärft“, so Hall.

Die Platzwarte mähen das Rough am 18. Loch vor der 125. U.S. OPEN im Oakmont Country Club

Die Geenkeeper mähen das Rough am 18. Loch vor der 125. U.S. OPEN im Oakmont Country Club (Foto: Getty Images)

Scheffler und DeChambeau: "der schwerste Platz der Welt"

Der Platz gilt wegen seiner fiesen Bunker, vor allem aber wegen seines tödlichen Roughs als einer der schwersten Plätze auf der Welt. „Das ist wahrscheinlich der härteste Golfplatz, den wir spielen werden, vielleicht sogar aller Zeiten“, sagte etwa Scottie Scheffler, die Nummer eins der Welt. Und auch der Titelverteidiger der U.S. Open, Bryson DeChambeau, stimmte ihm zu: „Ich denke, jeder weiß, dass dies im Moment wahrscheinlich der schwierigste Golfplatz der Welt ist. Man kann nicht einfach an jedem einzelnen Loch eine Bombe über den Bunker zünden und dann ein Wedge ins Grün haben. Ich glaube, auf diesem Golfplatz muss man ein bisschen strategischer vorgehen, vor allem, weil das Rough so lang ist“, sagte der 31-Jährige. Der zweifache Major-Champion Collin Morikawa setzte sogar noch einen drauf: „Man weiß, dass man selbst für gute Schläge bestraft wird, und das ist einfach Teil dieses Golfplatzes“, sagte er. „Ich glaube, die Leute verstehen nicht, wie dick das Rough ist.“ Auch deshalb antwortete Jason Day, als er nach einer Einspielrunde danach gefragt wurde, was ein Handicap 18 auf dem Platz spielen würde, „vielleicht eine 150“.

Scheffler, DeChambeau oder doch McIlroy?

Es bleibt die Frage: Wem gelingt es am besten, dem Monster von Platz zu entkommen? Wer trifft die Fairways und Grüns, wer macht die wenigsten Fehler? Haushoher Favorit dürfte, wie jede Woche, Scottie Scheffler sein. Der US-Amerikaner hat drei seiner letzten vier Turniere gewonnen und ist derzeit einfach klar der beste Spieler der Welt. Er ist die Nummer eins in Schlägen pro Runde, die Nummer eins in der Statistik „Shots gained“, der beste Spieler bei Schlägen ins Grün und aktuell die Nummer zwei, wenn es darum geht, Up-and-Downs zu spielen. Wenn jemand mit dem hohen Rough klarkommt, dann er, oder? Gut möglich auch, dass Bryson DeChambeau ein Wörtchen um den Sieg mitreden kann. Der LIV-Golfer hat bereits zweimal die U.S. Open gewinnen können (2024 und 2020) und dürfte durch seine Power Vorteile in dem ekelhaften Rough haben. Stellt sich die Frage: Wie gut kommt er diesmal mit seiner Schwäche, seinen Wedge-Schlägen, zurecht. Niemals abschreiben darf man natürlich auch Rory McIlroy, auch wenn der Nordire nach seinem Masters-Sieg zuletzt schwächelte. Erst scheiterte in Vorbereitung auf die U.S. Open in Kanada deutlich am Cut, dann spielte er eine Proberunde von 81 Schlägen. Ein Sieg von ihm wäre ein Überraschung. Manche haben auch Jon Rahm auf dem Schirm. 2016 bei Dustin Johnsons U.S. Open Sieg in Oakmont wurde er bester Amateur, gewann fünf Jahre später selbst eine U.S. Open und beendete die letzten drei Majors alle in den Top-15. Der Spanier kann zu jeder Zeit heißlaufen. Wer aber auch immer es am Ende machen wird, spannend dürfte es in jedem Fall werden, genau wie die Frage, ob der Siegesscore überhaupt unter Par liegen wird.

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