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Golf

Scheffler siegt souverän: Der Weltranglistenerste gewinnt die 153. Open Championship

20. Juli 2025
Scottie Scheffler gewinnt 153. Open Championship
Foto: Getty Images

Erster Open-Triumph für Scottie Scheffler

Mit einem souveränen Vier-Schläge-Vorsprung sicherte sich Scottie Scheffler bei der 153. Austragung der Open Championship seinen ersten Titel bei diesem Major. Auf dem anspruchsvollen Kurs von Royal Portrush setzte sich der 29-jährige Amerikaner mit einer abschließenden 68 und einem Gesamtergebnis von 17 unter Par durch. Damit krönte sich der Weltranglistenerste erstmals zum „Champion Golfer of the Year“ und holte nach dem Masters, der PGA Championship und dem Players Championship seinen insgesamt vierten Major-Titel. Einzig die U.S. Open fehlen ihm noch zum Karriere-Grand-Slam.

Frühe Vorentscheidung in der Finalrunde

Mit vier Schlägen Vorsprung war Scheffler in den Schlusstag gestartet. Bereits auf dem ersten Loch legte er mit einem präzisen Annäherungsschlag auf zwei Fuß den Grundstein für einen weiteren Birdie und baute seine Führung direkt auf fünf Schläge aus. Auch an Loch vier und fünf punktete er mit Birdies und zog zeitweise auf acht Schläge Vorsprung davon.

Ein einziges Wackeln erlaubte sich der Weltranglistenerste, als er am achten Loch aus einem Fairwaybunker einen Doppel-Bogey notieren musste. Doch Scheffler bewies mentale Stärke und antwortete postwendend mit einem Birdie an Loch neun. In der Folge kontrollierte er das Geschehen und spielte sichere Pars auf den verbleibenden Löchern.

Amerikanische Dominanz auf dem Leaderboard

Harris English beendete das Turnier als engster Verfolger von Scheffler auf Rang zwei mit 13 unter Par. Er glänzte in der Schlussrunde mit einer 66 und einem Finish bestehend aus Eagle, vier Birdies und nur einem Schlagverlust. Chris Gotterup, der bereits in der Vorwoche die Genesis Scottish Open gewonnen hatte, setzte seine starke Form fort und sicherte sich mit einer 67 am Finaltag den alleinigen dritten Platz bei 12 unter Par.

Mit Wyndham Clark – Sieger der U.S. Open 2023 – auf Rang vier sowie weiteren US-amerikanischen Spielern in den Top Ten unterstrichen die Amerikaner ihre aktuelle Vormachtstellung im Weltgolf.

Haotong Li und europäische Hoffnungsträger abgeschlagen

Der Chinese Haotong Li, zwischenzeitlich als direkter Kontrahent von Scheffler gehandelt, fiel mit einer 71 in der Schlussrunde zurück und beendete das Turnier bei elf unter Par auf einem geteilten vierten Platz. Dort landete er gemeinsam mit dem Engländer Matt Fitzpatrick sowie Wyndham Clark.

Die europäischen Hoffnungen auf den großen Coup erfüllten sich nicht. Lokalmatador Rory McIlroy musste sich mit dem geteilten siebten Rang begnügen. Er schloss das Turnier ebenso wie Robert MacIntyre und Titelverteidiger Xander Schauffele bei zehn unter Par ab.

Meilenstein für Scheffler

Mit seinem Triumph bei der 153. Open Championship gelang Scheffler eine bemerkenswerte Leistung: Er wurde erst der zweite Spieler seit James Braid im Jahr 1908, der seine ersten vier Major-Titel jeweils mit mindestens drei Schlägen Vorsprung gewinnen konnte.

Das Major-Jahr 2025 wird somit weiter von der Dominanz des Texaners geprägt, der seinen Status als derzeit bester Golfer der Welt eindrucksvoll bestätigte. Die Konkurrenz dürfte sich in den kommenden Monaten fragen, wie sie dem Ausnahmegolfer Paroli bieten kann.