
Die Abwanderung bei LIV Golf geht weiter. Mit Tyrrell Hatton, Ian Poulter und Tom McKibbin haben weitere bekannte Namen ihren Abschied bestätigt. Für den geplanten Neustart 2027 wird die Zeit knapp.
Die Liste der Spieler, die bei LIV Golf 2027 nicht mehr dabei sein werden, wird länger. Am Freitag bestätigten gleich mehrere prominente Profis ihren Abschied von der umstrukturierten Liga. Besonders schwer wiegt die Entscheidung von Tyrrell Hatton. Der Engländer zählt zu den erfolgreichsten europäischen Spielern der vergangenen Jahre und war eine wichtige Figur im Team von Jon Rahm.
Neben Hatton erklärten auch Ian Poulter, Tom McKibbin, Branden Grace und Lucas Herbert, dass sie nicht an der geplanten Neuauflage LIV Golf 2.0 teilnehmen werden. Damit verliert die Liga innerhalb weniger Tage weitere Spieler, die bislang zu ihrem sportlichen Fundament gehörten.
Hatton kehrt auf die DP World Tour zurück
Tyrrell Hatton kündigte seinen Abschied über Instagram an und verwies zugleich auf seinen nächsten Start beim Abu Dhabi Championship. Das Turnier vom 5. bis 8. November gehört zu den Playoffs der DP World Tour.Für den englischen Ryder-Cup-Spieler endet damit seine Zeit bei LIV Golf nach drei Spielzeiten. Auch andere bekannte Profis haben sich bereits gegen eine Fortsetzung entschieden, darunter Jon Rahm, Sergio Garcia und Louis Oosthuizen.
Für die DP World Tour könnten diese Entscheidungen erhebliche Bedeutung haben. Nachdem die europäische Tour ihre Haltung gegenüber einer gleichzeitigen Teilnahme an LIV Golf verschärft hat, müssen sich die Spieler zunehmend zwischen den beiden Wettbewerben entscheiden.
LIV Golf 2.0 steht vor wichtiger Frist
Der Zeitpunkt der Abgänge ist besonders kritisch. Bis zum 25. Oktober sollen sich ausreichend Spieler für das neue LIV-Modell verpflichten. Diese Zusagen sind eine wichtige Voraussetzung für die geplante Finanzierung durch BC Partners Credit. Der Investor hat im Rahmen der laufenden Restrukturierung eine Finanzierung von insgesamt bis zu 300 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt.
Das neue Geschäftsmodell sieht vor, die Spieler stärker am wirtschaftlichen Erfolg der Liga und ihrer Teams zu beteiligen. Gleichzeitig soll der Turnierkalender 2027 auf zehn Veranstaltungen reduziert werden.Ob dieses Konzept aufgeht, hängt wesentlich davon ab, welche Spieler tatsächlich bleiben. Mit jedem weiteren prominenten Abgang wird es schwieriger, ein Teilnehmerfeld zusammenzustellen, das für Sponsoren, Medienpartner und Zuschauer attraktiv ist. Die Frist am 25. Oktober kann verlängert werden. Eine endgültige Entscheidung über die Fortsetzung der Liga ist deshalb noch nicht gefallen.
Was bedeutet das für Europas Profigolfer?
Für die europäischen Spieler eröffnet sich mit dem Abschied von LIV Golf die Möglichkeit, sich wieder stärker auf die DP World Tour und den Ryder Cup zu konzentrieren. Wie ihre Rückkehr im Einzelnen geregelt wird, hängt allerdings vom jeweiligen Mitgliedschaftsstatus und möglichen Verpflichtungen gegenüber den Touren ab.
Auch die Zukunft von Martin Kaymer bleibt in diesem Zusammenhang interessant. Der Deutsche gehörte von Beginn an zu LIV Golf. Eine bestätigte Entscheidung über seine Teilnahme an LIV Golf 2.0 liegt bislang nicht vor.Die nächsten Tage dürften deshalb entscheidend werden. LIV Golf benötigt genügend Spieler für seinen Neustart. Gleichzeitig wächst die Zahl der Profis, die ihre sportliche Zukunft wieder außerhalb der Liga sehen.
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