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Frau steht auf dem Golfplatz mit Golfschläger

Ich & mein Holz – Golf, Tag 1

Der erste Tag meines Platzreife-Kurses fängt vielversprechend an – und endet in der absoluten Frustration. Dabei war ich im Minigolf immer ganz gut …

Heute ist es soweit: Tag 1 mei-
nes zweitägigen Platzreife-Intensivkurses liegt vor mir. Im Clubhaus werden mein Sohn, meine Freundin und ich zusammen mit den anderen Kursteilnehmern begrüßt und erhalten eine Einführung über die wichtigsten Platzregeln, die Golf-Etikette (tja, schon falsch: Ich trage ein T-Shirt ohne Kragen – das gehört sich nicht) sowie den Tagesablauf. Dazu erhält jeder von uns ein Leih-Golfbag. Meines ist rosa. Also optisch komm ich da schon mal sehr schick rüber, ist ja auch nicht ganz unwichtig …

Dann geht es los zur Driving Range. Das Bag ist mit dem vielen Wasser drin ziemlich schwer und scheuert am Hals. Jetzt weiß ich auch, warum ein T-Shirt mit Kragen so wichtig ist. Das Thermometer zeigt um 9 Uhr schon fast 30 Grad an. Außerdem macht sich die leichte Grippe, die ich noch mit mir herumschleppe, bemerkbar: Mein Schädel brummt, der Hals kratzt, die Nase läuft – und überhaupt, gibt es auf Golfplätzen nicht auch solche kleinen Elektroautos? Die würden mir die langen Wege ungemein erleichtern – den anderen sicher auch. Ich
werde aber aufgeklärt, dass Golfcarts nur solchen Spielern zur Verfügung stehen, die aus gesundheitlichen Gründen eines benötigen. Grippe würde nicht dazu zählen. Wir üben zwei Stunden lang Schwünge mit einem Eisen 7 und von dieser Matte aus schlägt es sich auch wirklich gut. Dann geht es für eine Stunde auf das Chipping-Green, das klappt schon nicht mehr ganz so gut. Gerade schwinge ich schön durch, da muss ich mich wieder auf eine komplett andere Schlagtechnik umstellen. Es folgt eine kurze Mittagspause mit Ausführungen zur Golf-Theorie. Mein erster Gedanke: Wer hat sich solche Regeln ausgedacht? 50 Prozent davon erscheinen mir mehr als unsinnig. Aber gut, man wird sich dabei schon etwas gedacht haben …

Hilfe, der Ball hoppelt!

Weiter geht’s mit einer Runde auf dem Putting-Green. Das kann ich, denke ich mir – waren doch meine Leistungen beim Minigolf immer recht veritabel. Allerdings erweist sich das „Lesen des Grüns” dann doch als recht anspruchsvoll. Am späten Nachmittag lässt man uns auf die ersten Löcher auf dem Golfplatz los. Ich brauche ganze fünf Schläge, bis ich das erste Mal den Ball treffe … Mist, auf der Range ging das aber viel einfacher! Die anderen scheinen ihre Bälle tausendmal besser zu treffen als ich – allen voran mein Sohn. Der schlägt ab und der Ball fliegt 170 Meter weit geradeaus. Ich bin frustriert. Danach wird alles noch schlimmer: Irgendwie hatte ich gedacht, man könnte die Bälle jedes Mal wieder aufteen – leider ein Irrglaube. Vom Boden aus ist der ganze Spaß ja noch viel schwerer! Statt zu fliegen, hoppelt der Ball bei mir über die Fläche. So schaffe ich diese Platzreife nie! Gegen 18 Uhr ist der erste Tag vorbei – und ich bin völlig erledigt. Zuhause pflege ich meine After-Golf-Übellaunigkeit und gehe früh schlafen.