
Der Japaner Yuto Katsuragawa gewinnt die Genesis Championship 2026 in Südkorea und qualifiziert sich für die Play-offs der DP World Tour.
Katsuragawa feiert zweiten Toursieg
Yuto Katsuragawa hat die Genesis Championship 2026 im Woo Jeong Hills Country Club in Cheonan gewonnen. Der 28-jährige Japaner setzte sich mit 271 Schlägen und 13 unter Par durch. Nach einer 71er-Schlussrunde lag er zwei Schläge vor den beiden Franzosen Frédéric Lacroix und Martin Couvra, die mit jeweils elf unter Par den zweiten Platz teilten.
Für Katsuragawa war es der zweite Titel auf der DP World Tour nach seinem Erfolg bei der ISPS Handa Championship 2024 in Japan. Der Sieg kam zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Vor dem Turnier hatte er im Race to Dubai lediglich Rang 106 belegt und musste um seine Spielberechtigung für die kommende Saison kämpfen.
Platzrekord legt den Grundstein
Die entscheidenden Schläge hatte Katsuragawa bereits am Samstag gespielt. Mit einer bogeyfreien 63, acht unter Par, stellte er den Platzrekord ein und übernahm die Führung mit zwei Schlägen Vorsprung. Seine ersten beiden Runden hatte er mit 69 und 68 Schlägen beendet.
Am Sonntag konzentrierte sich der Japaner darauf, seinen Vorsprung zu verteidigen. Ein Birdie an Loch vier brachte ihn zunächst auf 14 unter Par. Danach gelangen ihm bis zur 18 ausschließlich Pars. Obwohl er das letzte Loch mit einem Bogey abschloss, reichte seine 71 zum Sieg.
Jarvis vergibt seine Chance
Casey Jarvis war als Zweiter in die Schlussrunde gestartet und verkürzte seinen Rückstand mit Birdies an den Löchern fünf und acht zwischenzeitlich auf einen Schlag. Doch ein Fehler an der neunten Bahn warf den Südafrikaner zurück. Mit einer abschließenden 72 fiel er auf den geteilten vierten Platz bei zehn unter Par zurück. Jarvis hatte zuvor bereits die Kenya Open und die South African Open gewonnen. Mit einem dritten Saisonsieg hätte er seinen Rückstand auf die führenden Spieler im Race to Dubai deutlich verkürzen können.
Acht Spieler teilen Platz vier
Hinter dem französischen Duo folgte eine achtköpfige Gruppe bei zehn unter Par. Dazu gehörten Ryan Fox aus Neuseeland, Antoine Rozner aus Frankreich, der Italiener Filippo Celli und der Spanier Jorge Campillo.
Auch die Südkoreaner Si Woo Kim und Sanghun Shin beendeten das Turnier auf dem geteilten vierten Platz. Kim hatte vor der Schlussrunde noch drei Schläge Rückstand auf Katsuragawa, konnte mit einer 71 jedoch keinen Boden gutmachen. Für den vierfachen Sieger auf der PGA Tour bleibt damit ein erster Profisieg in seiner Heimat aus.
Deutsche Spieler verpassen das Wochenende
Für Nicolai von Dellingshausen und Marcel Siem endete die Genesis Championship bereits nach den ersten beiden Turniertagen. Von Dellingshausen spielte zunächst eine 73 und anschließend eine 72. Mit drei Schlägen über Par verpasste er den Cut. Marcel Siem benötigte zum Auftakt 82 Schläge und zog sich vor der zweiten Runde zurück. Damit verpasste er seine letzte Chance, sich über die reguläre Saison noch unter die besten 100 Spieler des Race to Dubai zu arbeiten. Diese Platzierung hätte ihm die volle Spielberechtigung für 2027 gesichert.
Maximilian Steinlechner setzte am Finaltag aus österreichischer Sicht ein positives Zeichen. Der Tiroler spielte eine 65 und blieb damit sechs Schläge unter Par. Nach zuletzt schwierigen Wochen auf der DP World Tour gelang ihm so zum Abschluss seiner Rookie-Saison eine seiner besseren Runden.
Chacarra bleibt an der Spitze des Race to Dubai
Eugenio Chacarra konnte eine Woche nach seinem Sieg bei der DP World India Championship nicht an sein vorheriges Ergebnis anknüpfen. Der Spanier beendete die Genesis Championship mit sechs unter Par auf dem geteilten 22. Platz. Dennoch behauptete er seine Spitzenposition im Race to Dubai. Patrick Reed und Rory McIlroy, seine unmittelbaren Konkurrenten, waren in Südkorea nicht am Start. Damit blieb die Ausgangslage im Kampf um die Harry Vardon Trophy vor den beiden letzten Saisonturnieren weitgehend unverändert. Mit seinem Sieg verbesserte sich Katsuragawa vom 106. auf den 28. Platz im Race to Dubai. Damit sicherte er sich neben seiner Tourkarte auch die Teilnahme an beiden Play-off-Turnieren.
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