
Für Marcel Siem ist der Kampf um die volle Spielberechtigung auf der DP World Tour vorzeitig beendet. Nach einem schwierigen Start bei der Genesis Championship in Südkorea zog sich der Deutsche aus dem Turnier zurück. Jetzt stellt sich die Frage nach seiner sportlichen Zukunft.
Marcel Siem muss seine Saisonplanung für 2027 neu ausrichten. Der sechsmalige Sieger auf der DP World Tour hat bei der Genesis Championship in Südkorea seine letzte Chance verpasst, sich über das Race to Dubai eine volle Spielberechtigung für die kommende Saison zu sichern. Der 46-Jährige eröffnete das Turnier mit einer Runde von 81 Schlägen, elf über Par, und zog anschließend seine Teilnahme zurück. Da seine bisherige Startberechtigung aus dem letzten Turniersieg am Ende dieser Saison ausläuft, wird Siem seinen bisherigen Status auf der DP World Tour verlieren.
Marcel Siem verpasst die Top 100
Die besten 100 Spieler des Race to Dubai behalten ihre volle Spielberechtigung für die kommende Saison. Siem wird nach aktuellem Stand auf Platz 123 der Jahreswertung geführt und liegt damit deutlich außerhalb dieser Grenze. Der Deutsche hatte seine Startberechtigung zuletzt über seinen sechsten DP-World-Tour-Sieg bei der Italian Open 2024 abgesichert. Diese Ausnahmeregelung läuft nun aus. Mit dem Rückzug in Südkorea steht fest, dass Siem seine Position im Race to Dubai nicht mehr aus eigener Kraft verbessern kann. Seine endgültige Ranglistenplatzierung hängt noch von den Ergebnissen der anderen Spieler ab.
Welche Möglichkeiten bleiben Siem?
Der Verlust der vollen Tourkarte bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass Siem 2027 überhaupt keine Turniere mehr auf der DP World Tour bestreiten kann. Je nach verfügbarer Startkategorie können weiterhin einzelne Turnierteilnahmen möglich sein. Eine weitere Option bietet die Qualifying School. Dort können sich Spieler über die Final Stage vom 6. bis 11. November in Spanien eine neue Spielberechtigung erarbeiten. Ob Siem diesen Weg einschlagen wird, ist bisher nicht bestätigt. Für den erfahrenen Deutschen wäre es ein weiterer sportlicher Neuanfang. Bereits in früheren Phasen seiner Karriere hatte er längere schwierige Abschnitte überwunden und sich wieder auf der Tour etabliert.
Auch andere Tourveteranen verlieren ihren Status
Siem ist mit dieser Situation nicht allein. Bei der Genesis Championship verpassten auch der Spanier Pablo Larrazábal und der Thailänder Kiradech Aphibarnrat ihre Chancen auf eine volle Spielberechtigung für 2027. Währenddessen kämpfen Spieler wie Matteo Manassero und Sean Crocker in den beiden Schlussrunden noch um ihre Positionen im Race to Dubai.
Für Siem ist die Entscheidung dagegen bereits gefallen. Wie sein Turnierprogramm 2027 aussehen wird, hängt nun davon ab, welche Startmöglichkeiten sich über seine verbleibenden Kategorien oder eine mögliche Teilnahme an der Qualifying School ergeben.
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