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 golf greenkeeping
Highend-Greenkeeping: Für die Tour zählt nur ein perfekter Platz!
Mit jahrelanger Erfahrung haben die Green Eagle-Greenkeeper einen nahezu perfekten Turnierplatz geschaffen. Im Gespräch mit GOLF’n’STYLE erzählt Torsten Gohl, Head of Greenkeeping, von seiner großen Leidenschaft.
Torsten, du bist Greenkeeper mit Herz und Seele und lebst hier in
Beschreibe doch bitte mal, was genau beim Bau eines Platz pas- Green Eagle deinen Traum. Muss man einen grünen Daumen ha-
siert, und aus welchen Schichten besteht so ein Platz?
ben, um diesen Job zu machen?
Erst werden die Flächen vom Mutterboden geräumt, bei uns bis auf Ja, den sollte man schon irgendwie haben. Eigentlich bin ich gelern-
den Sandboden. Durch die Kreation von Wasserflächen gewinnen ter Banker, habe mich allerdings irgendwann vor 20 Jahren dazu ent-
wir jeden Menge Sand, den wir zum Gestalten der Spielflächen wei- schlossen, etwas mit den Händen zu machen. Ich bin schon sehr lan-
terverwenden. Die Grüns, Tees, Fairways und Umgebungsflächen ge mit Michael „Bleschi“ Blesch befreundet und nach und nach in
werden herausgearbeitet und mit entsprechender Beregnungstech- dieses Greenkeeping-Ding reingerutscht und habe mir dann alles
nik versehen. In früheren Zeiten wurde dann eine Rasentragschicht Wissen über die letzten Jahre angeeignet.
aufgebracht, ca. 20cm stark, aus sandigem Mutterboden. Dieser
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Beschreibe doch bitte mal, welche Vorbereitungen es gab, bevor die Verantwortlichen der Tour sich entschieden haben, hier ein Profiturnier zu veranstalten.
Den Platz gab es ja schon ein paar Jahre. Der hatte natürlich bereits eine sehr hohe Qualität, bevor überhaupt die Idee entstand, hier ein Profiturnier durchzuführen. Erst gab es nur die Idee mit Hamburg und dann kam die Tour mit sehr speziellen Anforderungen an den Platz, insbesondere aber an die Grüns. Insgesamt sollten 6 Greens umge- baut werden. Das bedeutete: Grüns absoden, Oberflächen neu de- signen, shapen und schließlich neu besoden.
kam in der Regel von unseren eigenen Flächen, die geräumt wurden. Der schwere Boden wurde zwischengelagert und zum Andecken dann wieder verarbeitet. So bauen wir heute allerdings nicht mehr, heute säen wir direkt auf Sand ein oder soden die ganzen Flächen neu auf, das heißt wir verlegen Rollrasen.
Das Einsäen ist dann wahrscheinlich nur noch Formsache?
Nicht ganz, "Agrostis" und "Festuca" sind feine Gräser, die erst ab einer Bodentemperatur von acht Grad wachsen. Das haben wir bei uns meistens erst Anfang, Mitte Mai. Die bessere Variante ist es dann oft, größere Einsaaten bereits im Herbstfenster zu machen, wenn wir noch gute Bodentemperaturen, leichte Feuchtig-
Beim Thema Rasenqualität erinnere ich mich, dass bei euch ins-
keit und keine Gewitter mehr haben.
besondere heimische Gras-Sorten ganz hoch im Kurs stehen.
Stimmt! Bei uns kommen die Sorten „Agrostis“ und die „Festuca“ in
Hier in Green Eagle wirken die Fairways immer unterschiedlichen Arten und Ausprägungen zum Einsatz. Wir haben
wie feinster Teppichboden und trotzdem set- hauptsächlich sandigen Heideboden und diese beiden heimischen
zen sich die Grüns davon immer noch mal Sorten mögen magere, sandige Flächen ohne Staunässe.
deutlich ab. Wie geht das?
Mit einem Kunststoffring werden die Grasarten sauber voneinander getrennt.
ring. Das ist wie bei einem Erdbeerku- chen, damit der Guss nicht wegläuft. Diese rundumlaufenden Schienen sind 10 cm bis 15 cm hoch und werden wie eine Mauer unter- und oberirdisch in den Boden eingelassen und bewirken eine Trennung der beiden Flächen. Dann säen wir die Grüns mit einer
Torsten Gohl, Green Eagle Head ofGreenkeeping
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Auf den Tees, den Fairways und den Approaches verwenden wir eine Saatmischung "British Fair- way", die aus verschiedenen "Agrostis"- und "Festu- ca"-Saaten angemischt wird. Damit wir zu den Grüns keine Saat-Durchmischung haben, setzen wir um die Grüns einen Kunststoff-


































































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