
Jenny Shin gewinnt die ISPS HANDA Women’s Scottish Open 2026 bei schwierigen Bedingungen auf den Dundonald Links. Esther Henseleit beendet das Turnier nach vier konstanten Runden auf dem vierten Platz.
Fünf Schläge Vorsprung werden noch einmal knapp
Jenny Shin hat die ISPS HANDA Women’s Scottish Open 2026 gewonnen. Die Südkoreanerin benötigte auf den Dundonald Links insgesamt 279 Schläge und setzte sich mit neun unter Par zwei Schläge vor ihrer Landsfrau A Lim Kim durch.
Der Weg zum zweiten LPGA-Tour-Titel ihrer Karriere geriet am Finaltag allerdings noch einmal ins Stocken. Shin war mit fünf Schlägen Vorsprung in die letzte Runde gestartet, kam am Sonntag jedoch nicht über eine 75 hinaus. Da ihre Verfolgerinnen den Rückstand zunächst ebenfalls nicht entscheidend verkürzen konnten, blieb Shin trotz ihrer Drei-über-Par-Runde an der Spitze.
A Lim Kim sorgte auf den zweiten neun Löchern noch einmal für Druck. Nach einem Bogey an Loch zwei antwortete sie direkt mit einem Birdie und spielte später vier Birdies in Folge an den Löchern neun bis zwölf. Mit einer 68 verbesserte sie sich auf sieben unter Par und Rang zwei. Näher als zwei Schläge kam sie jedoch nicht mehr heran.
Erster Sieg seit mehr als zehn Jahren
Für Jenny Shin endete in Schottland eine lange Wartezeit. Ihren bislang einzigen Titel auf der LPGA Tour hatte sie im Mai 2016 beim Volunteers of America Texas Shootout gewonnen. Zwischen beiden Erfolgen lagen mehr als zehn Jahre beziehungsweise rund 3.700 Tage.
Shin hatte das Turnier vom ersten Tag an angeführt. Einer 66 zum Auftakt ließ sie eine 67 folgen und ging nach 36 Löchern bereits mit fünf Schlägen Vorsprung ins Wochenende. Eine 71 am Samstag reichte, um diesen Abstand vor der Finalrunde zu halten.
Am Sonntag spielte sie erstmals in dieser Woche über Par. Die zuvor erarbeitete Reserve genügte dennoch. Shin beendete das Turnier mit Runden von 66, 67, 71 und 75 Schlägen bei insgesamt neun unter Par.
Nach dem Sieg erklärte die 33-Jährige, ihr erster LPGA-Erfolg habe sich damals eher zufällig angefühlt. Diesmal habe sie das Gefühl, sich den Titel durch ihre Arbeit verdient zu haben.
Esther Henseleit wird Vierte
Esther Henseleit zeigte eine der konstantesten Leistungen der Woche. Die Deutsche spielte Runden von 70, 68, 73 und 73 Schlägen und belegte mit vier unter Par den alleinigen vierten Platz.

Henseleit war nach zwei Runden Shins erste Verfolgerin. Mit sechs unter Par lag sie zu diesem Zeitpunkt fünf Schläge hinter der späteren Siegerin. Am Wochenende verlor die Hamburgerin zwar etwas Boden, hielt sich auf dem anspruchsvollen Links-Kurs aber weiter in der Spitzengruppe.
Am Finaltag notierte Henseleit eine 73. Damit fehlte ihr ein Schlag auf Pajaree Anannarukarn, die sich mit fünf unter Par den dritten Platz sicherte. Für Henseleit war es eine gelungene Generalprobe vor der AIG Women’s Open in Royal Lytham & St Annes.
Wenige Ergebnisse unter Par
Die Bedingungen auf den Dundonald Links verlangten dem Feld über vier Tage einiges ab. Wind, wechselhaftes Wetter und zunehmend schwierige Platzverhältnisse verhinderten niedrige Gesamtergebnisse. Nur zehn Spielerinnen beendeten das Turnier unter Par.
Hinter Henseleit teilten sich Titelverteidigerin Lauren Coughlin und Miyu Yamashita bei drei unter Par den fünften Platz. Chanettee Wannasaen wurde mit zwei unter Par Siebte. Leona Maguire, Ryann O’Toole und Erika Hara belegten mit jeweils einem unter Par gemeinsam Rang acht.
Nelly Korda spielte am Sonntag mit einer 69 ihre beste Runde der Woche. Die Weltranglistenerste kam nach 72, 76, 73 und 69 Schlägen dennoch nicht über den geteilten 16. Platz bei zwei über Par hinaus.
Titelverteidigerin Lottie Woad hatte vor allem mit einer 78 am Samstag zu kämpfen. Die Engländerin beendete das Turnier bei sieben über Par auf dem geteilten 37. Rang. Helen Briem wurde nach Runden von 77, 70, 74 und 77 Schlägen geteilte 44. Olivia Cowan belegte bei 19 über Par Rang 62.
300.000 US-Dollar für die Siegerin
Die ISPS HANDA Women’s Scottish Open wurden gemeinsam von der LPGA Tour und der Ladies European Tour ausgetragen. Das Preisgeld betrug zwei Millionen US-Dollar. Jenny Shin erhielt für ihren Sieg 300.000 US-Dollar und 500 Punkte für das Race to the CME Globe.
Für einen großen Teil des Feldes geht es direkt weiter nach England. Ab Donnerstag steht mit der AIG Women’s Open in Royal Lytham & St Annes das letzte Major der Saison auf dem Programm.
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