
Die U.S. Women’s Open endet mit einem dramatischen Triumph für Nelly Korda. Die Weltranglistenerste gewinnt im Riviera Country Club ihren ersten Titel bei diesem Major. Charley Hull und Gaby Lopez bleiben nur einen Schlag zurück.
Korda entscheidet spät
Nelly Korda hat die 81. U.S. Women’s Open im Riviera Country Club gewonnen. Die Amerikanerin spielt am Finaltag eine 69 und beendet das Turnier bei acht unter Par. Damit liegt sie einen Schlag vor Charley Hull und Gaby Lopez, die sich Rang zwei bei sieben unter Par teilen.
Die Entscheidung fällt erst auf den letzten beiden Bahnen. Korda locht auf der 17 zum Birdie und setzt sich aus einem dichten Führungsquartett ab. Auf der 18 rettet sie mit einem kurzen, aber nervenstarken Par-Putt den Vorsprung ins Ziel.
Für Korda ist es der erste Sieg bei der U.S. Women’s Open. Insgesamt ist es ihr vierter Major-Titel. Zudem gewinnt sie 2026 bereits ihr zweites Major, nachdem sie im April auch die Chevron Championship für sich entschieden hatte.
Vier Spielerinnen im Titelrennen
Der Finaltag entwickelt sich zu einem engen Duell mehrerer Major-erprobter Spielerinnen. Korda startet gemeinsam mit Sei Young Kim von der Spitze. Doch Kim verliert mit einer 72 an Boden und beendet das Turnier auf Rang fünf bei fünf unter Par.
In Gee Chun bleibt lange im Rennen. Die Südkoreanerin spielt eine 70 und wird Vierte bei sechs unter Par. Auf den letzten sieben Bahnen unterlaufen ihr jedoch drei Bogeys. Dadurch verliert sie den direkten Anschluss an Korda.
Auch Gaby Lopez setzt Korda unter Druck. Die Mexikanerin bringt mit vier Birdies auf den zweiten neun Löchern eine 68 ins Clubhaus. Kurzzeitig gehört sie zu jener Gruppe, die bei sieben unter Par um den Titel kämpft.
Hull mit starker Schlussrunde
Charley Hull spielt am Sonntag eine der auffälligsten Runden. Die Engländerin beginnt mit einem Eagle auf der 1 und legt frühe Birdies nach. Am Ende steht eine 67, die sie bis auf einen Schlag an Korda heranbringt.
Hull bleibt damit erneut knapp an einem Major-Titel vorbei. Reuters ordnet das Ergebnis als weitere Top-Platzierung in einer Reihe enger Major-Entscheidungen ein. Für Hull ist Riviera dennoch ein Beleg, dass ihr Spiel auf großen Bühnen trägt.
Lopez erreicht mit dem geteilten zweiten Platz ihr bislang bestes Major-Ergebnis. Vor allem ihre zweite Neun zeigt, wie offen diese U.S. Women’s Open bis in die Schlussphase bleibt.
Riviera verlangt Geduld
Der Riviera Country Club in Pacific Palisades richtet die U.S. Women’s Open vom 4. bis 7. Juni 2026 aus. Es ist die 81. Ausgabe des Turniers. Die LPGA führt Korda als Champion bei acht unter Par und mit einem Preisgeld von 2,5 Millionen US-Dollar.
Riviera zeigt sich über vier Tage als klassischer Major-Test. Der Platz verlangt präzise Abschläge, saubere Schläge in kleine Zielflächen und kontrollierte Putts auf schwer lesbaren Grüns. Deshalb bleibt das Feld lange eng zusammen.
Gerade diese Bedingungen machen Kordas Schlussphase so stark. Sie erzwingt den Sieg nicht mit einer spektakulären Serie. Stattdessen bleibt sie geduldig, nutzt die Chance auf der 17 und schützt den Vorsprung auf der 18.
Romero beste Amateurin
Hinter der Spitze fällt Kiara Romero auf. Die Amateurin aus den USA beendet das Turnier bei drei unter Par auf dem geteilten sechsten Platz. Damit gewinnt sie die Amateurwertung. Nasa Hataoka liegt ebenfalls bei drei unter Par.
Auf Rang acht folgen mehrere bekannte Namen bei zwei unter Par. Dazu zählen Allisen Corpuz, Jennifer Kupcho, Maja Stark, Maria Jose Marin, Pajaree Anannarukarn und Ruoning Yin. Kupcho war mit einer 66 in das Turnier gestartet, fällt am Sonntag jedoch mit einer 74 zurück.
Titelverteidigerin Maja Stark beendet die Woche ebenfalls auf dem geteilten achten Rang. Sie bleibt damit in den Top Ten, greift aber nicht mehr in die Entscheidung ein.
Henseleit auf Rang 49
Aus deutscher Sicht beendet Esther Henseleit die U.S. Women’s Open auf dem geteilten 49. Platz. Ihre Runden von 73, 71, 73 und 74 ergeben ein Gesamtergebnis von sieben über Par.
Damit bleibt Henseleit außerhalb der vorderen Platzierungen. Trotzdem bringt sie alle vier Runden auf einem anspruchsvollen Major-Kurs ins Ziel. In Riviera zählt das, weil Fehler schnell in längere Bogey-Serien führen können.
Für Henseleit bleibt die Woche ein weiterer Auftritt auf höchstem Niveau. Der Anschluss an die Spitze fehlt, doch sie sammelt auf einem der renommiertesten Plätze der USA wichtige Major-Erfahrung.
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