
Patrick Reed wollte bei der Open de España seinen Vorsprung im Race to Dubai ausbauen. Stattdessen ist das Turnier für den Amerikaner bereits nach zwei Runden beendet. Reed verpasste in Madrid bei zwei über Par den Cut – und sorgt damit für zusätzliche Spannung im Kampf um Europas Saisonwertung.
Der 36-Jährige war mit einer 73 in das Turnier gestartet. Am Freitag steigerte er sich auf eine 71, doch insgesamt 144 Schläge und zwei über Par reichten um einen Schlag nicht für das Wochenende.
Comeback nach Schulterproblemen endet früh
Reed war erst in Madrid in den Turnierbetrieb zurückgekehrt. Bei der BMW PGA Championship in Wentworth hatte er während der zweiten Runde verletzungsbedingt aufgeben müssen. Zunächst bestand der Verdacht auf eine Verletzung an der Hand. Untersuchungen in den USA ergaben allerdings keine entsprechende Schädigung. Stattdessen wurde ein Problem im Schulterbereich festgestellt. Reed sagte daraufhin seine Teilnahme an der Alfred Dunhill Links Championship ab und kehrte erst bei der Open de España zurück.
Patrick Reed lässt Chance im Race to Dubai liegen
Das frühe Aus ist besonders mit Blick auf das Race to Dubai interessant. Reed führt die Saisonwertung mit 3.423,62 Punkten weiterhin vor Rory McIlroy mit 3.115,86 Punkten an. McIlroy spielt in Madrid nicht. Reed hätte seinen Vorsprung deshalb aus eigener Kraft vergrößern. Davon kann vor allem Eugenio Chacarra profitieren. Der Spanier ging als Dritter der Saisonwertung in die Woche und spielt trotz eines gebrochenen Zehs vorne mit. Ein Sieg bei seiner nationalen Meisterschaft würde Chacarra sogar an Reed und McIlroy vorbei an die Spitze des Race to Dubai bringen.
Entscheidung vertagt sich auf die Schlussphase
Für Reed geht es bereits in der kommenden Woche beim DP World India Championship weiter. Dort trifft er wieder direkt auf McIlroy, Chacarra und weitere Spieler aus der Spitzengruppe. Danach bleiben in der regulären Saison noch die Genesis Championship in Südkorea sowie anschließend die beiden Playoff-Turniere in Abu Dhabi und Dubai. Reeds komfortable Ausgangslage aus dem Sommer ist damit kleiner geworden. Er führt das Race to Dubai weiterhin an, hat in Madrid allerdings eine Gelegenheit ausgelassen, seinen Vorsprung vor der entscheidenden Saisonphase auszubauen.
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