
Eugenio Chacarra entscheidet die KLM Open in Amsterdam spät für sich, Maximilian Steinlechner spielt erneut vorne mit.
Entscheidung am letzten Loch
Eugenio Chacarra hat die KLM Open 2026 auf The International bei Amsterdam gewonnen. Der Spanier setzte sich mit elf unter Par und einem Schlag Vorsprung vor dem Finnen Oliver Lindell durch. Die Entscheidung fiel am 18. Loch: Lindell hatte mit einem Birdie zum zwischenzeitlichen Gleichstand bei zehn unter Par vorgelegt, ehe Chacarra mit einem präzisen Schlag ins Grün und zwei Putts den Sieg sicherte.
Chacarra bleibt ruhig
Chacarra hatte das Turnier am Moving Day mit einer 65 in seine Richtung gelenkt. Diese Runde brachte ihn gemeinsam mit Sebastian Söderberg an die Spitze. Am Sonntag geriet der Spanier durch ein Bogey an der 16 noch einmal unter Druck, doch sein Finish auf der 18 gab dem Turnier die entscheidende Wendung. Nach Runden von 69, 69, 65 und 70 Schlägen stand er bei 273 Schlägen.
Lindell stellt die Frage
Oliver Lindell spielte sich mit einer 69 am Finaltag bis auf Platz zwei. Der Finne blieb über vier Runden konstant, notierte 69, 67, 69 und 69 Schläge und kam auf zehn unter Par. Sein Birdie an der 18 zwang Chacarra zu einer sauberen Antwort. Diese Konstellation gab dem Finale jene Spannung, die sich nach den schwierigen Tagen zuvor bereits angekündigt hatte.
Steinlechner hält Anschluss
Aus österreichischer Sicht prägte Maximilian Steinlechner das Turnier. Der Tiroler beendete die KLM Open auf dem geteilten dritten Platz bei acht unter Par. Nach Runden von 67, 69, 69 und 71 Schlägen teilte er sich Rang drei mit Sebastian Söderberg, Angel Ayora und Joe Dean. Steinlechner hatte am Finaltag früh sogar kurz Kontakt zur Spitze, fiel später aber durch Bogeys aus dem direkten Titelrennen.
Österreich bleibt präsent
Für Steinlechner war es das nächste gute Ergebnis innerhalb weniger Tage. Bereits bei den Austrian Alpine Open in Kitzbühel hatte er sich in Szene gesetzt, nun folgte in Amsterdam der nächste Platz im Vorderfeld. Bernd Wiesberger beendete das Turnier bei zwei unter Par auf dem geteilten 21. Rang. Der Schweizer Joel Girrbach kam nach zwei Runden nicht ins Wochenende.
Schwierige Woche in Amsterdam
Die KLM Open verlangten den Spielern über vier Tage Geduld ab. Schon der Auftakt war von Sturm und starkem Wind geprägt, weshalb das Turnier Zeit aufholen musste. Am Samstag wurden zunächst Teile der zweiten Runde beendet, danach spielten die 75 Spieler im Cut noch ihre dritte Runde. Chacarra nutzte genau diesen langen Tag am besten und spielte mit der 65 die niedrigste Runde des Moving Day.
Platz mit Kanten
The International bei Amsterdam zeigte sich als Prüfung, die weniger durch spektakuläre Länge als durch Wind, Rough und heikle Grüns Wirkung entfaltete. Besonders das Par 3 der 17 spielte am Finaltag eine wichtige Rolle. Chacarra verpasste dort nur knapp ein Birdie, Lindell blieb mit Par im Rennen, während Steinlechner an dieser Bahn Boden verlor.
Tradition im Kalender
Die KLM Open gehören zu den traditionsreichen Turnieren Europas. Das Turnier, früher als Dutch Open bekannt, ist seit 1972 Teil der DP World Tour. 2026 wurde vom 4. bis 7. Juni auf The International nahe Amsterdam gespielt, das Preisgeld lag bei 2,75 Millionen US-Dollar. 2027 zieht das Turnier zum Kennemer Golf & Country Club in Zandvoort weiter.
Spanische Linie
Chacarras Sieg fügt sich in eine lange spanische Geschichte bei diesem Turnier ein. Auch Namen wie Seve Ballesteros und José María Olazábal stehen mit der KLM Open in Verbindung. Für Chacarra besitzt der Erfolg zudem sportliche Bedeutung im Race to Dubai, weil er sich damit weiter in Richtung PGA-Tour-Karten positioniert.
Blick nach vorn
Für die DP World Tour bleibt die KLM Open ein Turnier, das sportlich oft von engen Führungswechseln lebt. In Amsterdam entschied diesmal weniger ein Lauf über viele Löcher als ein kontrolliertes Finish unter Druck. Chacarra nahm die Chance auf der 18 an, Lindell blieb bis zum letzten Grün gefährlich, und Steinlechner bestätigte seine Form mit einem weiteren Ergebnis im Spitzenfeld.
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