
LPGA und PGA Tour im gemeinsamen Format
Die Grant Thornton Invitational bringt in dieser Woche erneut Spielerinnen der LPGA Tour und Profis der PGA Tour in einem gemeinsamen Mixed-Format zusammen. 32 Golferinnen und Golfer treten als gemischte Zweier-Teams im Tiburón Golf Club an, der Rahmen bildet ein dreirundiges Event mit unterschiedlichen Spielformen. Das Turnier gilt als Saisonabschluss und hat sich bei vielen Fans etabliert, weil es Spitzenprofis beider Touren auf ungewohnte Weise zusammenführt.
Bei der Grant Thornton Invitational treffen zwei große Tour-Welten direkt aufeinander. LPGA- und PGA-Tour-Spieler bilden feste Teams, die an allen drei Tagen gemeinsam antreten. Dadurch entsteht ein Wettbewerb, der die individuellen Stärken der Spielerinnen und Spieler mit dem Charakter eines Team-Events verbindet.
Viele Zuschauer schätzen dieses Konzept, weil sie Stars aus beiden Touren in neuer Konstellation erleben. Gleichzeitig ergibt sich für die Profis eine andere Dynamik als bei klassischen Einzelturnieren. Die Chemie im Team, die Abstimmung auf dem Platz und der Umgang mit Druck spielen eine wichtige Rolle, da beide Partner am gemeinsamen Ergebnis beteiligt sind.
Die Titelverteidiger Patty Tavatanakit und Jake Knapp kehren als eingespieltes Duo zurück und versuchen, ihre erfolgreiche Woche aus dem Vorjahr zu wiederholen. Knapp betonte nach dem Sieg, dass er mit Tavatanakit sehr schnell auf einer Wellenlänge gewesen sei, und dass sich beide in ihrer Energie ideal ergänzt hätten. Genau diese Harmonie wollen sie erneut auf den Platz bringen.
Format mit drei Spielformen bei der Grant Thornton Invitational
Die Grant Thornton Invitational verändert an jedem Turniertag die Spielform, und genau diese Abwechslung prägt den Charakter des Events.
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Runde 1 – Scramble:
Beide Spieler schlagen ab, wählen anschließend den besseren Ball und spielen von dort jeweils weiter. Dieser Modus führt in der Regel zu tiefen Scores, weil die Teams sich ständig in gute Lagen bringen können und Fehler häufig aufgefangen werden.
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Runde 2 – Foursomes (Alternate Shot):
In der zweiten Runde wird klassischer Vierer gespielt. Das Team führt nur einen Ball, die Spieler wechseln sich Schlag für Schlag ab. Dieser Modus verlangt besonders viel Vertrauen, denn jeder Schlag beeinflusst direkt den Partner. Außerdem rückt die Strategie stärker in den Vordergrund, weil die Einteilung der Abschläge und der bevorzugten Schläge eine Rolle spielt.
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Runde 3 – Modifizierter Vierball:
Am Finaltag kommt ein modifizierter Vierball zum Einsatz. Die Spieler schlagen zunächst beide ab und tauschen dann die Bälle für den zweiten Schlag. Erst danach spielt jeder seinen Ball zu Ende, und der bessere Score der beiden Partner zählt als Team-Ergebnis. Dadurch entsteht ein Format, in dem beide Spieler unmittelbar an der Ausgangslage beteiligt sind, und in dem zugleich der individuelle Score am Ende entscheidet.
Diese Kombination aus Scramble, Foursomes und modifiziertem Vierball sorgt für ein breites Anforderungsprofil. Teams benötigen Länge und Präzision, aber auch feines Kurzes Spiel und eine stabile Abstimmung.
Titelverteidiger Tavatanakit/Knapp und starke Konkurrenz
Patty Tavatanakit und Jake Knapp reisen als Titelverteidiger an und wissen, dass sich die Ausgangslage im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Das Feld wirkt erneut leistungsstark, und mehrere Paarungen haben das Potenzial, die Champions ernsthaft zu fordern.
Tavatanakit und Knapp haben bereits gezeigt, dass sie mit den wechselnden Formaten gut zurechtkommen. Ihr Erfolg beruhte auf passender Rollenverteilung, konstanten Annäherungen und sicheren Putts. Außerdem half ihnen, dass sie sich als Team schnell gefunden hatten und mit ähnlicher Energie auftraten. An diese Faktoren wollen sie nun anknüpfen.
Gleichzeitig entsteht zusätzlicher Druck, weil das Duo als Titelverteidiger verstärkt im Fokus steht. Andere Teams können aggressiver agieren, während Tavatanakit und Knapp das hohe Niveau vom Vorjahr bestätigen müssen.
Bekannte Namen und Rückkehrer bei der Grant Thornton Invitational
Die Grant Thornton Invitational profitiert von einem Feld, das bekannte LPGA-Stars mit etablierten PGA-Tour-Profis kombiniert. Dadurch entsteht eine Mischung aus Routiniers, Major-Siegern, Publikumslieblingen und jungen Talenten.
Besonders im Fokus steht Nelly Korda, eine der prägenden Spielerinnen der LPGA Tour. Sie tritt gemeinsam mit Denny McCarthy an, der als starker Putter gilt und damit im Format der Teamwettbewerbe eine wichtige Rolle übernehmen kann. Nellys Schwester Jessica Korda gibt zudem ihr Comeback, denn sie startet erstmals seit zwei Jahren wieder bei einem Event und bildet ein Team mit Bud Cauley.
Auch Charley Hull gehört zu den auffälligsten Namen im Feld. Die Engländerin, die auf der LPGA Tour immer wieder mit offensivem Spiel auffällt, tritt an der Seite von Michael Brennan an. Brennan ersetzt Daniel Berger und bringt frische Dynamik in dieses Duo. Für viele Beobachter könnte dieses Team zu einer der spannenden Unbekannten im Feld werden, weil Hulls offensive Herangehensweise gut zu einem jungen, aufstrebenden PGA-Tour-Profi passt.
Mit Lexi Thompson kehrt eine weitere bekannte LPGA-Spielerin zurück. Sie spielt mit dem früheren U.S.-Open-Sieger Wyndham Clark zusammen. Dieses Team vereint Erfahrung im Major-Golf mit der Präsenz auf beiden großen Touren. Gerade im modifizierten Vierball am Schlusstag kann eine solche Kombination einen deutlichen Vorteil bringen, weil beide Spieler viele Birdiechancen produzieren können.
Außerdem stehen mit Lottie Woad und Luke Clanton zwei junge Kräfte im Blickfeld. Sie nutzen die Grant Thornton Invitational, um sich gemeinsam im Mixed-Format zu zeigen. Für beide bietet das Turnier eine Bühne, auf der sie ihre Spielstärke an der Seite etablierter Namen demonstrieren können.
Alle 16 Teams der Grant Thornton Invitational im Überblick
Die Paarungen bei der Grant Thornton Invitational im Tiburón Golf Club im Überblick:
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Patty Tavatanakit & Jake Knapp
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Lydia Ko & Jason Day
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Lilia Vu & Tony Finau
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Nelly Korda & Denny McCarthy
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Jessica Korda & Bud Cauley
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Brooke Henderson & Corey Conners
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Andrea Lee & Billy Horschel
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Charley Hull & Michael Brennan
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Lottie Woad & Luke Clanton
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Lexi Thompson & Wyndham Clark
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Jennifer Kupcho & Chris Gotterup
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Rose Zhang & Michael Kim
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Lauren Coughlin & Andrew Novak
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Maja Stark & Neal Shipley
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Angel Yin & Tom Hoge
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Megan Khang & Keith Mitchell
Die Vielfalt dieser Teams zeigt, wie breit die Grant Thornton Invitational aufgestellt ist. Major-Sieger stehen neben aufstrebenden Talenten, und routinierte LPGA-Spielerinnen treffen auf PGA-Tour-Profis mit unterschiedlichen Spielprofilen. Dadurch entstehen Konstellationen, die es in klassischen Tour-Wochen kaum gibt und die für zusätzliche Spannung sorgen.
Bedeutung der Grant Thornton Invitational als Saisonabschluss
Die Grant Thornton Invitational hat sich als fester Bestandteil zum Jahresende entwickelt. Das Event verbindet sportlichen Anspruch mit einem lockereren Rahmen, weil es keine klassische Einzelwertung gibt, sondern den Teamgedanken in den Vordergrund rückt.
Für die Profis bietet das Turnier eine Gelegenheit, die Saison mit einem besonderen Format abzuschließen und zugleich noch einmal im Fernsehfenster präsent zu sein. Fans erleben bekannte Gesichter ohne den strengen Charakter eines Majors, aber dennoch mit einem klar strukturierten Wettbewerb über drei Runden.
Gerade die Mischung aus Scramble, Foursomes und modifiziertem Vierball macht die Grant Thornton Invitational für Spielerinnen und Spieler attraktiv, weil sie unterschiedliche Facetten ihres Spiels zeigen können. Gleichzeitig stärkt das Event die Verbindung zwischen LPGA und PGA Tour, da beide Organisationen hier gemeinsam auftreten und ein gemischtes Feld aufstellen.
Ob die Titelverteidiger Tavatanakit und Knapp erneut triumphieren, hängt nicht nur von ihrer Form ab. Viele Duos bringen genug Qualität mit, um das Tableau offen zu gestalten. Für Golf-Fans entsteht damit ein Jahresabschluss, der zwar unterhaltsam wirkt, aber dennoch klare sportliche Aussagen ermöglicht.
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